Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Gemälde von Pissarro restituier­t – und für Nationalga­lerie erworben

- Epd

Berlin. Die Stiftung Preußische­r Kulturbesi­tz (SPK) hat ein Gemälde des impression­istischen Malers Camille Pissarro (18301903) als NS-Raubkunst an die rechtsmäßi­gen Erben restituier­t und es gleichzeit­ig erworben. Man wolle weiterhin mit aller Kraft daran arbeiten, „das geschehene Unrecht nicht in Vergessenh­eit geraten zu lassen“, betonte SPK-Präsident Hermann Parzinger anlässlich der Vertragsun­terzeichnu­ng am Montag. Das Werk wird weiterhin in der Alten Nationalga­lerie in Berlin ausgestell­t.

Der französisc­he Rechtsanwa­lt Armand Dorville (1875-1941) hatte Pissarros Gemälde „Une Place à la Roche-Guyon“den Angaben zufolge 1928 in Paris erworben. Es war Teil seiner Kunstsamml­ung, die unter anderem Bilder von Pierre-Auguste Renoir, Eugène Delacroix und Édouard Manet umfasste. 1940 floh er mit einem Teil seiner Sammlung nach Südfrankre­ich, wo er starb. Seine Erben versteiger­ten 1942 verblieben­e Werke, erhielten jedoch kein Geld aus dem Erlös der Auktion. Einige Nachfahren wurden im KZ Auschwitz ermordet. Ein Vertreter der Erbengemei­nschaft würdigte das Engagement der SPK, eine faire Lösung zu finden.

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Foto: afp/Christof Stache „Ein Platz in La Roche-Guyon“: Das Pissarro-Gemälde bleibt bei Ralph Gleis, Leiter der Alten Nationalga­lerie.

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