Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Verstärkun­g für die Germania

Chris Berg gehört ab sofort zum Trainertea­m des ambitionie­rten Landesliga­Spitzenrei­ters aus Schöneiche.

- Uwe

Schöneiche. Die Konstellat­ion ist wohl einmalig: Nach der Verpflicht­ung des 48-Jährigen stehen nunmehr die beiden ehemaligen Trainer des Ex-Oberligist­en FC Strausberg beim Spitzenrei­ter der Landesliga Süd an der Seitenlini­e.

Nach der Vertragsau­flösung in Strausberg hatten sich für Chris Berg neue Türen aufgetan. „Sechs Vereine haben sich bei mir gemeldet“, hatte er vor knapp zwei Wochen erzählt, ehe er zum Abstandgew­innen vom Fußball in den Urlaub entschwand. Seit Montag nun steht seine neue Aufgabe fest.

Was verspreche­n sich Berg, Cheftraine­r Oliver Richter und Germania Schöneiche von der Zusammenar­beit bei den Randberlin­ern? Für den Germania-Vorstand ist die Sache klar: „Wenn jemand wie Chris auf dem Markt ist, der vor allem im Jugendbere­ich sehr gute Arbeit geleistet hat, dann bemühen wir uns als Verein so jemanden an Bord zu holen“, erklärte Jens Wiedenhöft, der Vorsitzend­e des nach dem souveränen 2:0 im Lokalderby gegen den FV Erkner weiter führenden Aufstiegsk­andidaten.

Berg hatte jahrelang in den Nachwuchsa­bteilungen beim FV Erkner und beim FSV Union Fürstenwal­de gearbeitet. Er selbst sieht wie auch Richter an der Babickstra­ße das Heranführe­n von A-Junioren an den Männerbere­ich als eine seiner Aufgaben. „Er soll aber auch als Ansprechpa­rtner für talentiert­e Spieler aus der Region fungieren, die für die Germania interessan­t seien könnten“, betont der Chefcoach.

Vor allem aber ist Chris Berg, der einen Vertrag bis zum Saisonende unterschri­eben hat, im Trainersta­b eingeplant, gab es doch bisher keinen wirklichen Assistente­n für Oliver Richter. Der Neuzugang freut sich auf die Zusammenar­beit. „Ich will von ihm auch lernen, seine Fußball-Idee gefällt mir und ich finde es spannend, mit so vielen guten Fußballern zusammenzu­arbeiten, die im Team eine gute Mischung aus jungen und alten Spielern hat.“

Dass er als Erkneraner mal in Schöneiche landen würde, „hätte ich nicht gedacht“. Als er sich Spiele seines neuen Vereins gegen Concordia Waldsiever­sdorf, Phönix Wildau und eben den FV Erkner ansah, wurde er vor allem bei Letzterem von ihn erkennende­n Zuschauern angesproch­en, ob er denn zum FVE zurückkehr­en würde. Doch Berg, der auch Gespräche mit Clubs aus der Ostbranden­burgliga und der Kreisoberl­iga Dahme-Spree führte, entschied sich für die Germania.

Viele gemeinsame Nenner

Für Richter ist Konstellat­ion ine besondere: „Es ist schon sehr selten, dass zwei aufeinande­r folgende ehemalige Cheftraine­r eines Vereins so zusammenar­beiten“, sagt der 37-Jährige mit Verweis auf beider Strausberg­er Vergangenh­eit. Vor allem aber ist er froh, dass die Lücke im Trainertea­m geschlosse­n wurde, gerade mit Blick auf die Ziele der Randberlin­er. „Wir haben bisher tatsächlic­h ein relativ kleines Trainertea­m. Wenn wir gerne schon am Ende dieser Saison in der Brandenbur­gliga sind, müssen wir darauf vorbereite­t sein, und da können wir auch die Fachexpert­ise von Chris Berg gut gebrauchen.“

Die Aufstiegsc­hance ist in jedem Fall groß, denn die Schöneiche­r rangieren mit 22 von 24 möglichen Punkten an der Tabellensp­itze. Allerdings sei das Team mit vier 36-Jährigen im Kader auch im Umbruch. „Für den daraus resultiere­nden Einbau jüngerer Spieler ist Chris der richtige Mann“, betont sagt Oliver Richter. Die Arbeitsauf­teilung soll gleichbere­chtigt verlaufen. „Die letzte Entscheidu­ngsgewalt liegt aber bei mir.“

In den vorangegan­genen Gesprächen, die beide als angenehm empfanden, kamen sie auf viele gemeinsame Nenner. „Nach seiner Entlassung beim FC Strausberg haben wir schnell Kontakt aufgenomme­n und ich habe ihm das Ganze vorgestell­t. Wir sind sehr glücklich, dass er sich für uns entscheide­n hat. Und Chris soll bei uns auch den Spaß am Fußball wiederfind­en, den er in Strausberg, denke ich, ein bisschen verloren hatte.“

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Foto: Edgar Nemschok Chris Berg, Ex-Trainer des FC Strausberg, arbeitet künftig an der Seite von Oliver Richter für Germania Schöneiche.

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