Städ­te sor­gen sich um Pfle­ge-Kos­ten

So­zi­al­ge­set­ze Ent­las­tung von An­ge­hö­ri­gen kann zur Be­las­tung von Kom­mu­nen füh­ren.

Märkische Oderzeitung Strausberg - - Vorderseit­e -

Ber­lin. Das Ge­setz zur Ent­las­tung der An­ge­hö­ri­gen von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen droht im Ver­mitt­lungs­aus­schuss von Bun­des­tag und Bun­des­rat zu lan­den. Dar­über den­ken meh­re­re Bun­des­län­der nach, weil der Bund die Kos­ten nicht über­neh­men, son­dern Städ­ten und Ge­mein­den auf­bür­den will. Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer

des Deut­schen Städ­te­ta­ges, Hel­mut De­dy, rech­net mit Mehr­be­las­tun­gen von 500 Mil­lio­nen Eu­ro jähr­lich. Er for­dert ei­nen Kos­ten­aus­gleich.

Der Bun­des­tag hat­te be­schlos­sen, dass sich Töch­ter und Söh­ne von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen erst ab ei­nem jähr­li­chen Brut­to­ein­kom­men von 100 000

Eu­ro an den Kos­ten der Pfle­ge ih­rer El­tern be­tei­li­gen müs­sen. Das glei­che gilt für El­tern von pfle­ge­be­dürf­ti­gen Kin­dern über 18 Jah­ren. Bis­her wer­den sie schon viel frü­her her­an­ge­zo­gen, wenn Ein­kom­men und Ver­mö­gen des Pfle­ge­be­dürf­ti­gen nicht aus­rei­chen. Die Re­geln sind kom­pli­ziert. Sie be­rück­sich­ti­gen et­wa Fa­mi­li­en­stand und per­sön­li­ches Ein­kom­men.

Nie­mand darf aber selbst zum So­zi­al­fall wer­den. Reicht we­der das Geld des Pfle­ge­be­dürf­ti­gen noch der An­ge­hö­ri­gen aus, muss das So­zi­al­amt und da­mit die Stadt oder Ge­mein­de ein­sprin­gen. Die­ter Kel­ler Kom­men­tar

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