Land setzt Buß­geld­ka­ta­log au­ßer Kraft

Ver­kehr Be­schei­de, die seit dem 28. April er­teilt wur­den, sind nicht rechts­kräf­tig.

Märkische Oderzeitung Strausberg - - Vorderseit­e -

Pots­dam. Bran­den­burgs In­nen­mi­nis­ter Mi­cha­el St­üb­gen (CDU) hat den neu­en Buß­geld­ka­ta­log für Ver­kehrs­ver­stö­ße mit deut­lich här­te­ren Stra­fen für Ra­ser au­ßer Kraft ge­setzt. Grund da­für sei­en Zwei­fel an der Rechts­si­cher­heit des Buß­geld­ka­ta­logs, über die das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um die Län­der am Mitt­woch in­for­miert ha­be, teil­te das Lan­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um

am Frei­tag mit. Die No­vel­le der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (STVO) war am 28. April in Kraft ge­tre­ten und sah in­ner­orts bei Ge­schwin­dig­keits­über­tre­tun­gen von 21 Ki­lo­me­tern pro St­un­de und au­ßer Orts von 26 Ki­lo­me­tern pro St­un­de Fahr­ver­bo­te vor.

Das Lan­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um ha­be nun al­le Buß­geld­stel­len an­ge­wie­sen, wie­der den al­ten

Buß­geld­ka­ta­log an­zu­wen­den, er­klär­te Mi­nis­te­ri­ums­spre­cher Mar­tin Bur­meis­ter. Sämt­li­che Buß­geld­be­schei­de, die nach dem ge­än­der­ten Ka­ta­log er­teilt wur­den und noch nicht rechts­kräf­tig sei­en, müss­ten nun kor­ri­giert wer­den. Wie mit den be­reits rechts­kräf­ti­gen Be­schei­den um­ge­gan­gen wer­den soll, wer­de der­zeit vom Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um ge­prüft. Das Er­geb­nis die­ser Prü­fung sol­le bis Mit­te Ju­li vor­lie­gen, hieß es am Frei­tag in Pots­dam.

Zu­nächst hat­te das Saar­land er­klärt, die Fahr­ver­bots-Re­geln vor­erst aus­zu­set­zen. Das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um in Ber­lin ha­be in ei­ner Te­le­fon­schal­te den Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­en mit­ge­teilt, dass die vor­ge­se­he­nen Fahr­ver­bo­te wahr­schein­lich nich­tig sind.

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