Al­ter schützt nicht vor Ro­man­tik

Mit 87 Jah­ren bringt Wil­lie Nel­son sein Al­bum „First Ro­se Of Spring“her­aus. Es ist ein Lob­lied auf die Lie­be.

Märkische Oderzeitung Strausberg - - Kultur -

Nash­ville. Er selbst ist ein in vier Ehen ge­stähl­ter „Ve­te­ran“der Lie­be, doch das hin­dert den 87-jäh­ri­gen Wil­lie Nel­son nicht dar­an, im ho­hen Al­ter ein Al­bum mit Lie­bes­lie­dern auf den Markt zu brin­gen. Hat­te er zu sei­nem 80. Ge­burts­tag mit „To All The Girls“den Frau­en in sei­nem Le­ben ein mu­si­ka­li­sches Denk­mal ge­setzt, legt er jetzt mit „First Ro­se Of Spring“noch ei­nen drauf.

Es ist das be­reits 70. Stu­dio­al­bum in Nel­sons Kar­rie­re. Zu­letzt hat­te er zwei Jah­re in Fol­ge Gram­mys für die Al­ben „My Way“– ei­ne Hom­mage an sei­nen lang­jäh­ri­gen Freund Frank Si­na­tra – und „Ri­de Me Back Ho­me“ein­ge­fah­ren. Neue Eh­run­gen sind jetzt nicht aus­zu­schlie­ßen.

Cow­boys un­ter sich

Ins­ge­samt prä­sen­tiert Nel­son auf dem neu­en Al­bum elf Songs, von de­nen er ei­ni­ge mit sei­nem Freund und Pro­du­zen­ten Bud­dy Can­non kom­po­niert hat. Da­zu ge­hö­ren „Blue Star“und „Lo­ve Just Laug­hed“. Nel­son in­ter­pre­tiert aber auch Songs von an­de­ren Grö­ßen der Coun­try-Sze­ne, et­wa Pe­te Gra­ves‘ „Just Bum­min‘ Around“oder „Don‘t Let The Old Man In“von To­by Keith. „We Are The Cow­boys“stammt von Bil­ly Joe Sha­ver – und ist für den Texa­ner Nel­son, der in jun­gen Jah­ren Cow­boy wer­den woll­te, wie maß­ge­schnei­dert. Ein High­light ist Nel­sons In­ter­pre­ta­ti­on von „Our Song“, ei­ner Bal­la­de von Chris Stap­le­ton, der sich als Hit­schrei­ber der Coun­try-Sze­ne eta­bliert hat. Für Stap­le­ton ist dies ei­ne Eh­re, wie er dem Ma­ga­zin „Tas­te of Coun­try“ver­riet. Wil­lie Nel­son ha­be auf sei­ne Mu­sik den größ­ten Ein­fluss ge­habt.

In den Songs lässt Nel­son sei­ne Fans das Le­ben und die Lie­be aus der Per­spek­ti­ve des Künst­lers mit­er­le­ben. Da­zu ge­hö­ren tief­sin­ni­ge Ein­bli­cke und Er­fah­run­gen. Ei­nen Rück­blick bie­tet Nel­son im Schluss­stück „Yes­ter­day When I Was Young“, ein Werk von Charles Az­na­vour von 1964 (Ori­gi­nal­ti­tel: „Hier En­co­re“). Auch wenn es um al­te Zei­ten, Sterb­lich­keit und die ver­gäng­li­che Schön­heit des Le­bens geht, bleibt die Li­nie der Lie­bes­lie­der er­hal­ten: „The ga­me of lo­ve I play­ed with ar­ro­gan­ce and pri­de“. dpa

„First Ro­se Of Spring“:

Mu­sic.

Le­ga­cy/So­ny

Fo­to: Chris­ti­na Tilmann

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