Wa­did Na­bi neue Stadt­schrei­be­rin in Rheins­berg

Märkische Oderzeitung Strausberg - - Kultur Regional -

Die kur­disch-sy­ri­sche Ly­ri­ke­rin und Au­to­rin Wi­dad Na­bi ist 52. Rheins­ber­ger Stadt­schrei­be­rin. Sie wird von Ju­li bis No­vem­ber 2020 die Stadt­schrei­ber­woh­nung im Süd­flü­gel des Mar­stalls be­zie­hen. Wi­dad Na­bi, 33, ist in Ko­ba­ni in Sy­ri­en ge­bo­ren und in Alep­po auf­ge­wach­sen. Sie lebt heu­te in Ber­lin. Wäh­rend des Krie­ges schloss sie sich der Op­po­si­ti­on ge­gen As­sad an und muss­te 2015 über See- und Land­we­ge nach Eu­ro­pa flüch­ten.

2013 er­schien ihr Buch „Zeit für Lie­be, Zeit für Krieg“in Alep­po. 2016 folg­te „Sy­ri­en und die Sinn­lo­sig­keit des To­des“in Bei­rut (bei­de in ara­bi­scher Spra­che). In Deutsch­land wur­den ers­te Tex­te in der An­tho­lo­gie „Weg sein – hier sein“im Se­ces­si­on Ver­lag und in der An­tho­lo­gie „Die Flü­gel mei­nes schwe­ren Her­zens“bei Ma­nes­se ver­öf­fent­licht. An­fang 2019 er­schien im Su­jet Ver­lag Bre­men ihr ers­tes Buch in deut­scher Spra­che, „Früh­ling“, ei­ne Samm­lung von Ge­dich­ten zum The­ma Lie­be, Frau­en­rech­te und Exil.

Wi­dad Na­bi nimmt teil an „Wei­ter schrei­ben“, ei­nem Pro­jekt, das deut­sche Au­to­ren und Au­to­rin­nen und sol­che aus Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten zu Tan­dems ver­bin­det. Ih­re Part­ne­rin ist An­nett Grö­sch­ner, die auch für die­se Zei­tung schreibt. tim

Fo­to: Hei­ke St­ein­weg

Wa­did Na­bi

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