Sanf­te Al­ter­na­ti­ve

Vol­vo Drei Zy­lin­der plus Bat­te­rie – im kleins­ten SUV des Her­stel­lers, dem XC 40, steckt ein in­ter­es­san­ter wie Dis­zi­plin for­dern­der An­trieb. Von Tho­mas Gru­ber

Märkische Oderzeitung Strausberg - - Auto Und Verkehr -

Vsteht für viel Ar­beit. Oder Vol­vo. Un­er­müd­lich tüf­teln die Schwe­den an An­triebs- und Si­cher­heits­kon­zep­ten, um mit den deut­schen Pre­mi­um-Her­stel­lern nicht nur mit­hal­ten, son­dern selbst neue We­ge auf­zei­gen zu kön­nen. We­gen des an die­ser Stel­le öf­ter the­ma­ti­sier­ten an­vi­sier­ten Ver­zichts auf Die­sel-Ag­gre­ga­te, ver­su­chen die Skan­di­na­vi­er, die stren­ge­ren Flot­ten-Ver­brauchs­auf­la­gen mit Hil­fe di­ver­ser Elek­tri­fi­zie­rungs-Stra­te­gi­en in den Griff zu be­kom­men – wie et­wa mit Plug-in-Hy­bri­den oder im bes­ten Fall mit voll­elek­tri­schen Fahr­zeu­gen, die bei Vol­vo „Rechar­ge“hei­ßen. Der XC40 Rechar­ge P8 AWD soll bis zu 400 Ki­lo­me­ter Reich­wei­te ha­ben und ist ak­tu­ell be­stell­bar, der Lie­fer­zeit­punkt ist noch of­fen.

Da­ge­gen ist der XC 40, das kleins­te SUV-Mo­dell von Vol­vo, als Plug-in-Hy­brid er­hält­lich. Die In­sas­sen ha­ben ge­nü­gend Raum, der Kof­fer­raum fällt et­was schmal aus mit 460 Li­ter, aber für den All­tag reicht dies al­le­mal. Schlan­ker ist auch der Tank, der we­gen des zu­sätz­li­chen Platz­be­darfs der Hy­brid-Tech­nik auf 48 Li­ter ge­schrumpft ist: Der Platz un­ter dem Kof­fer­raum­bo­den wur­de da­für ge­op­fert.

Sou­ve­rän hat Vol­vo die Ma­te­ria­li­en ver­ar­bei­tet. Was die Tech­nik an­be­langt, so wur­de das gut ab­ge­stuf­te Sie­ben­gang-Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be ver­baut. Im Hy­brid-Mo­dus be­trägt die rein elek­tri­sche Reich­wei­te 50 Ki­lo­me­ter. Im Test sind es dann rund 30 Ki­lo­me­ter, ehe sich der Ver­bren­ner zu­schal­tet. Nun geht es ans Ein­ge­mach­te: Fürs Auf­la­den der 10,7-kWh-Bat­te­rie gibt Vol­vo da­für neun St­un­den an der Haus­halts­steck­do­se

Mo­to­ri­sie­rung Rei­hend­rei­zy­lin­der, Mo­no­tur­bo­la­der, Hu­b­raum 1477 ccm, Leis­tung 132 kW (180 PS), max, Dreh­mo­ment 265 Nm bei 1500 bis 3000 U/min, Sie­ben­gang-Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be, Elek­tro­mo­tor (Li­thi­um-Io­nen), Leis­tung 60 kW (82 PS), max. Dreh­mo­ment E-Mo­tor 160 Nm, max. Reich­wei­te 54 km (An­ga­be

an, an Wall­bo­xen und La­de­säu­len sind we­nigs­tens drei St­un­den La­de­zeit fäl­lig. Viel Zeit für ei­nen be­schei­de­nen Er­trag. Da­her klopft das Ver­lan­gen ziem­lich schnell an, das La­den schlicht blei­ben zu las­sen und laut Her­stel­ler).

Ka­ros­se­rie Län­ge 4,43 m, Brei­te 1,86 m, Hö­he 1,65 m, Leer­ge­wicht 1812 kg, zul. Ge­samt­ge­wicht 2290 kg, Kof­fer­raum­vo­lu­men 460 bis 1336 kg, Tank­in­halt 48 Li­ter.

Leis­tungs­da­ten Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,3 Se­kun­den, Höchst­ge­schwin­dig­keit

205 km/h, Höchst­ge­schwin­dig­keit elek­trisch 125 km/h, Ver­brauch 1,8 Li­ter, CO2-Emis­si­on 41 g/ km (An­ga­ben laut Her­stel­ler).

Preis­ge­stal­tung Ein­stieg in die Bau­rei­he als T5 Rechar­ge ab 49 550 Eu­ro, R-De­sign ab 52 560 Eu­ro, Test­wa­gen­preis 62 470 Eu­ro. auf den Drei-Zy­lin­der-An­trieb zu set­zen, zu­mal der Durch­schnitts­ver­brauch bei „nor­ma­lem Gas­pe­dal-Be­trieb“ge­ra­de ein­mal 7,2 Li­ter an­zeigt.

Das kann na­tür­lich nicht im Sin­ne des Er­fin­ders sein. We­he al­so, wenn die Be­quem­lich­keit oder ein­fach der Zeit­druck Sie­ger des Ge­sche­hens bleibt. Le­dig­lich in Ver­bin­dung mit dem an­vi­sier­ten Strom­ein­satz kommt die Kraft der zwei Her­zen zur An­triebs­ent­fal­tung und der Vor­teil des Dop­pel­an­triebs zum Tra­gen. Zwar weiß je­der, dass der an­ge­ge­be­ne Norm­ver­brauch von 1,8 bis 1,9 Li­ter je 100 Ki­lo­me­ter im All­tag Uto­pie ist, aber bei gu­ten Be­din­gun­gen und vol­ler Ak­ku-La­dung las­sen sich im „Schleich­mo­dus“100 Ki­lo­me­ter zu­rück­le­gen bei ei­nem Ver­brauch von rund vier Li­ter. Der Strom­ver­brauch liegt laut Her­stel­ler zwi­schen 15,6 bis 15,9 kWh je 100 Ki­lo­me­ter.

Cu­pra legt beim Ate­ca nach

Seat Gleich nach dem mo­dell­ge­pfleg­ten Ate­ca von Mut­ter Seat zeigt die Sport­mar­ke Cu­pra die Er­geb­nis­se ei­ner Fri­sche­kur für de­ren Ver­si­on des schi­cken SUV. Im Cu­pra Ate­ca sol­len die Ge­ne ei­nes SUV mit de­nen ei­nes Sport­wa­gens kom­bi­niert wer­den. Das zeigt sich schon an der Ba­sis­aus­stat­tung mit Scha­len­sit­zen, 19-Zoll-Leicht­me­tall­rä­dern und ei­nem DCC-Fahr­werk mit pro­gres­si­ver Len­kung. Op­tio­nal gibt es di­ver­se wei­te­re Rä­der­sät­ze, ein neu ent­wi­ckel­tes Cu­pra-Lenk­rad oder ei­ne Akra­po­vic-Aus­puff­an­la­ge. Der An­triebs­strang mit dem 300 PS star­ken 2,0-Li­ter-Tur­bo­ben­zi­ner und 7-Gang-DSG bleibt gleich, die Kraft kommt über al­le vier Rä­der auf die Stra­ße.

Laut Cu­pra sind „ei­ni­ge der fort­schritt­lichs­ten Fah­re­ras­sis­ten­zund Si­cher­heits­sys­te­me“an Bord – und ein „Höchst­maß an Kon­nek­ti­vi­tät“. glp

Fo­to: Tho­mas Gru­ber

Das kleins­te SUV-Mo­dell bei Vol­vo: Der XC 40 als Plug-in­Hy­brid.

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