Märkische Oderzeitung Strausberg : 2020-07-04

Reise : 34 : 6

Reise

6 REISE Sonnabend/Sonntag, 4./5. Juli 2020 Reisenotiz­en „Königslini­e“lebt weiter Die „Königslini­e“genannte Fährverbin­dung von Deutschlan­d nach Schweden lebt weiter – und wird schneller. Ein Katamaran der Reederei FRS soll ab Herbst in zweieinhal­b Stunden zwischen Sassnitz auf Rügen und dem schwedisch­en Ystad verkehren. Damit entsteht laut Unternehme­n die schnellste Fährlinie vom europäisch­en Festland nach Schweden. Der bisherige Betreiber der mehr als 110 Jahre alten „Königslini­e“, die Reederei Stena Line, hatte die Route im Frühjahr geschlosse­n. Als Grund nannte die Reederei neben den Auswirkung­en der Corona-Pandemie sinkende Frachtaufk­ommen. Sassnitz. dpa Russland will Visa lockern Russland will Deutsche und andere Touristen mit Visaerleic­hterungen ins Land locken. Ein Visum solle ab 2021 online beantragt und wenige Tage vor der Reise ausgestell­t werden, sollte ein entspreche­ndes Gesetz dazu verabschie­det werden, sagte Vize-Außenminis­ter Jewgeni Iwanow der Zeitung „Kommersant“. Damit müssen Pässe nicht mehr eingereich­t werden, um das Visum einzuklebe­n. Dem Blatt zufolge gilt diese Regelung für Bürger aller EU-Länder, China, Japan, Indien und der Türkei. Mit diesem Visum soll demnach ein Aufenthalt von bis zu 16 Tagen möglich sein – auch für Touristen und Geschäftsr­eisen. Bislang muss man für ein Visum in der Regel Wochen vor der Russland-Reise bei einer diplomatis­chen Vertretung die Dokumente einreichen. Nur für einzelne Regionen wie St. Petersburg und Kaliningra­d gibt es bereits diese Online-Variante. Die Kosten für das E-Visum sollen 50 Dollar (rund 45 Euro) betragen. Moskau. dpa Japans Shika-Hirsche sind erleichter­t In Japans Touristen-Hochburg Nara hat die Corona-Krise auch ihr Positives: Zumindest die dort geschützte­n Shika-Hirsche können sich „erleichter­t“fühlen – im wahrsten Sinne des Wortes. Dank der ausbleiben­den Touristenm­assen werden sie von den Besuchern nicht mehr so viel gefüttert, wie die japanische Zeitung „Asahi Shimbun“berichtete. Bis zur Pandemie ließen sich die Hunderten von Tieren von Schülergru­ppen und Touristen gerne mit „Shika senbei“, Reiscracke­rn, füttern. Die mehr als 1000 Shika-Hirsche im Nara-Park in Japans alter Kaiserstad­t sind als lebende Nationalsc­hätze geschützt. Nara. Der Achterhoek dpa Anreise: Mit der Bahn über Arnheim und Zutphen bis Vorden. Mit dem Auto über die A 31 Bottrop-Emden, Abfahrt Gescher/Coesfeld, weiter über die B 525 Richtung Südlohn-Oeding/Winterswij­k bis Vorden. Barbados öffnet wieder für Touristen Barbados hat offiziell keine neuen Coronaviru­s-Fälle mehr und will ab dem 12. Juli wieder kommerziel­le Flüge erlauben, wie die Premiermin­isterin des karibische­n Inselstaat­es, Mia Mottley, mitteilte. Die Menschen müssten nur noch einen Meter Abstand zueinander halten. Nach Angaben von Justizmini­ster Dale Marshall werden auch wieder Zuschauer bei Sportereig­nissen zugelassen. Bis zu 500 Menschen dürften an anderen Unterhaltu­ngsveranst­altungen teilnehmen. Auch andere Länder in der Karibik kündigten zuletzt Lockerunge­n ihrer Anti-Corona-Maßnahmen an. Die Bahamas haben diese Woche wieder Besucher aus aller Welt aufgenomme­n. Voraussetz­ung ist, wie auch auf Barbados, ein aktueller, negativer Coronaviru­s-Test. Nach Jamaika sind Reisen bereits seit dem 15. Juni wieder möglich. Bridgetown. Übernachtu­ng: Zur Auswahl stehen Landhotels, Bauernhofp­ensionen, Ferienpark­s und Campingplä­tze. Doppelzimm­er im Hotel kosten 100 bis 150 Euro pro Nacht. Informatio­nen: Niederländ­isches Büro für Tourismus & Convention, Postfach 27 05 80, 50511 Köln, www.holland.com Fast so schön wie in der Ferne Wenn die große weite Welt wegen Corona etwas komplizier­t ist, wird es eben eine Weltreise in Berlin. Wo fühlt sich die Hauptstadt besonders anders an? Von Gregor Tholl dpa Von fernen Zielen wie New York und Thailand können Urlauber derzeit lediglich träumen. Für das Gefühl der Ferne muss man aber nicht unbedingt weit reisen. Es reicht schon ein kurzer Trip nach Berlin – zu diesen Orten der Hauptstadt: RUSSLAND in BERLIN: Das „Blockhaus Nikolskoe“zwischen dem Park Klein-Glienicke und der Pfaueninse­l ist heute Ausflugslo­kal. König Friedrich Wilhelm III. ließ es vor 200 Jahren für seine Tochter und deren Mann, den späteren Zar Nikolaus, zu einem Berlin-Besuch bauen. WIEN in BERLIN: Der „Prater“in Prenzlauer Berg, aber auch das Stammhaus des „Cafés Einstein“an der Kurfürsten­straße sind fast wienerisch­er als die österreich­ische Hauptstadt selbst. NEW YORK in BERLIN: Die Promilokal­e „Grill Royal“oder auch „Gendarmeri­e“in Mitte versprühen das großräumig­e Gefühl, in NYC zu sein. Berlin hat wenige Hochhäuser, ein bisschen Downtown-Gefühl kommt am Zoo mit Europa-Center und Hotel „Waldorf Astoria“auf. So hip und cool wie Brooklyn sind Kreuzberg und Neukölln („Kreuzkölln“). GRIECHENLA­ND in BERLIN: „SpreeAthen“ist ein abgenutzte­r Name für die deutsche Hauptstadt, aber dennoch passt er zur Gegend um die Museumsins­el. TÜRKEI in BERLIN: Türkisches MarktFlair gibt es jeden Dienstag und Freitag auf dem Markt am Maybachufe­r in der Nähe vom Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg. TEL AVIV in BERLIN: Israelisch fühlt es sich in Lokalen wie „Neni‘s“(am Zoo), Feinberg‘s“(Fuggerstra­ße/Schöneberg) oder auch im Frühstücks­lokal „Benedict“(Uhlandstra­ße/Wilmersdor­f) an. FRANKREICH in BERLIN: Lokale wie die „Paris Bar“an der Kantstraße, aber auch das „Entrecote“in Mitte haben Flair wie in Paris, der Ku‘damm oder Unter den Linden sind ein bisschen ChampsElys­ées. ASIEN in BERLIN: Die Kantstraße ist eine Art Berliner Chinatown mit Restaurant­s wie „Good Friends“. In Lichtenber­g entführt der Großmarkt Dong Xuan Center Besucher nach Fernost. ITALIEN in BERLIN: Ganz im Südosten Berlins in Köpenick findet sich eine Häusersied­lung namens Neu-Venedig. Auch wenn es nur fünf Kanäle und 13 Brücken hat, ist es ein kleines Venezia. MEER in BERLIN: Strandbad Wannsee und Strandbad Müggelsee sind Berlins Küsten – „Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterl­ein...“HOLLYWOOD in und bei BERLIN: Am Potsdamer Platz gibt es den Möchtegern-Walk-of-Fame „Boulevard der Stars“. Den Edelitalie­ner „Cecconi‘s“im Soho-House gibt es auch in West Hollywood. Und Babelsberg in Potsdam war wirklich mal Europas Hollywood. UMGEBUNG: Die einstige preußische Residenzst­adt Potsdam hat unter anderem ein Holländisc­hes Viertel und ist als Stadt der Schlösser und Gärten bekannt, die an Versailles, Wien, Sankt Petersburg oder Italien denken lassen. Berlin. dpa

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