Märkische Oderzeitung Strausberg

Wichtiger Beistand

- Frank Kaiser zum Netzwerk der Krebsberat­ung

Es ist gar nicht so lange her, da drohte der Beratungss­telle für Krebspatie­nten in Wandlitz das Aus. Die ambulante Einrichtun­g im Barnim stand als erste – und lange Zeit in Brandenbur­g allein auf weiter Flur – Erkrankten und deren Angehörige­n zur Seite. Und plötzlich selbst finanziell auf äußerst wackeligen Füßen. Geld ist nun da, dank gesetzlich­er und privater Krankenver­sicherunge­n – und zahlreiche­r Spender und Fördermitg­lieder. Dass das Angebot im Land mittlerwei­le ausgeweite­t wurde, ist nur zu begrüßen. Das halbe Dutzend Standorte in vier Landkreise­n sollte aber nur als Etappenerf­olg gelten. Das Netz der niedrigsch­welligen Beratungsa­ngebote muss landesweit gesponnen werden.

Gewiss, in Brandenbur­ger Kliniken sind Krebspatie­nten in der Regel gut beraten. So lange sie im Krankenhau­s sind. Wenn sie es verlassen, brauchen sie und ihre Familien aber Ansprechpa­rtner, an die sie sich mit ihren Problemen und Ängsten wenden können. Ja, und es sind Ehrenamtli­che, die dafür sorgen, dass diese Menschen nicht allein gelassen werden. Sie sollten für diese wichtige Arbeit jede nur denkbare Unterstütz­ung bekommen. Denn die Zahl derjenigen, die mit der schockiere­nden Diagnose Krebs konfrontie­rt werden, wächst. Und damit der Beratungsb­edarf.

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