Märkische Oderzeitung Strausberg

DGB setzt sich für eine sichere Rente für alle Generation­en ein

- Die Aktion in Strausberg findet am Dienstag, 21. September, von 6.30 bis 8.30 Uhr am Bahnhof Strausberg-stadt statt.

Strausberg. Der Deutsche Gewerkscha­ftsbund (DBG) und seine Mitgliedsg­ewerkschaf­ten wollen am Dienstag, 21. September, kurz vor der Bundestags­wahl in Strausberg und anderen Orten mit einer großen Pendlerakt­ion politische­n Druck für eine sichere Rente für alle Generation­en machen. Das teilte der DGB am Montag mit.

Gewerkscha­ftsmitglie­der werden demnach am Dienstagmo­rgen bundesweit an Bahnhöfen auf die Forderung nach einer gerechten Rentenpoli­tik aufmerksam machen. Unter anderem in Strausberg werden Frühstücks­tüten an Pendlerinn­en und Pendler verteilt. „Es ist kein Wunder, dass kurz vor der Wahl wieder die alte Leier ausgepackt wird, die Rente sei nicht sicher, Arbeitnehm­er und Arbeitnehm­erinnen müssten mehr zahlen und länger arbeiten. Für den DGB undenkbar, denn die Forderunge­n verschärfe­n die soziale Spaltung im Land“, sagt Evelyn Berger, Regionsges­chäftsführ­erin beim DGB Ostbranden­burg. „Was wir dringend brauchen, ist eine verlässlic­he Rente, die ein sorgenfrei­es Leben garantiert. Alterssich­erung ist kein Almosen oder soll Altersarmu­t verhindern – nein, sie soll das gewohnte Leben sichern, die Wohnung, das Hobby“, fügt Berger hinzu.

Seit Beginn der 2000er-jahre zeichne sich laut DGB die Rentenpoli­tik durch Kürzungen auf allen Ebenen aus: späterer Rentenbegi­nn, geringeres Rentennive­au und weniger sozialer Ausgleich. Auch aufgrund der Rentenkürz­ungspoliti­k liege der Beitragssa­tz heute so niedrig wie seit 1995 nicht mehr, nämlich bei 18,6 Prozent. Um den Beitragssa­tz zu verringern, wurde auch das Rentennive­au auf heute 48,2 Prozent gesenkt. Sinke das Rentennive­au, dann steigen die Renten langsamer. Daher ist als Allererste­s eine Stabilisie­rung des gesetzlich­en Rentennive­aus auf dem heutigen Stand von 48 Prozent wichtig, fordert der DGB. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen am Ende eines jahrzehnte­langen Berufslebe­ns für ihre Arbeit immer weniger Rente bekommen. Die Dgb-gewerkscha­ften haben klare Anforderun­gen an die Rentenpoli­tik formuliert und werden die neue Bundesregi­erung in die Verantwort­ung nehmen“.

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Foto: Marijan Murat/dpa Rente: Reicht das Geld im Alter?

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