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Die Eisernen schielen nach Europa

Die Berliner haben am Sonnabend in einem wegweisend­en Spiel den VfB Stuttgart zu Gast.

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Berlin. So forsch war Urs Fischer selten zu erleben: Der Europacup ist kein Tabu mehr! Mit 40 Punkten auf dem Konto und der Aussicht auf das Duell mit dem direkten Rivalen VfB Stuttgart hat der Trainer des FC Union ganz klar ein neues Saisonziel für den Endspurt in der Fußball-Bundesliga ausgegeben. „Wir stehen da oben und wollen bis zum Schluss kämpfen, um da oben zu bleiben. Da ist es logisch, dass wir die Plätze angreifen, die zum internatio­nalen Geschäft führen“, sagte der Schweizer vor der Partie am Sonnabend im Stadion an der Alten Försterei.

Das lange Zaudern hat bei den Eisernen ein Ende. Bisher hatte sich Fischer trotz des guten Saisonverl­aufs nur auf den Klassenerh­alt konzentrie­ren wollen. Der kann mit einen Sieg gegen den VfB auch rechnerisc­h fix gemacht werden. Beim großen Vorsprung auf die gefährlich­e Zone war die vorsichtig­e Sprechweis­e aber ohnehin längst nur noch Koketterie. „Wenn es dann rechnerisc­h klar ist, werde ich mich entspreche­nd äußern“, sagt Fischer über den quasi sicheren Liga-Verbleib, um dann aber den neuen Blick konkret nach oben zu richten.

„Der Anspruch, sich fürs internatio­nale Geschäft zu qualifizie­ren, der ist da, wir werden alles versuchen“, wählte der Trainer neue Worte. Der derzeitige siebte Tabellenpl­atz könnte zumindest zur Teilnahme an der Conference League reichen.

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