Ri­al­to Ca­fé

Schö­ne Shop­ping-Pau­se

Mallorca geht aus! - - Palma -

Sie sind pflas­ter­mü­de, den Tru­bel auf den Fla­nier­mei­len der Stadt gera­de mal leid und ver­spü­ren zu­dem ir­gend­wie Hun­ger? Glück­lich, wer dann nicht weit der Sant Fe­liu ist. Die ver­gleichs­wei­se schma­le und ru­hi­ge Sei­ten­stra­ße des Born bie­tet gleich vier Adres­sen für ei­ne an­ge­neh­me Shop­ping Pau­se. Seit et­li­chen Jah­ren emp­fiehlt sich dort das 13% mit vor­züg­li­chen Ta­pas und ei­nem in­ter­es­san­ten Wein­an­ge­bot (sie­he eben­da). Gut, güns­tig und ve­ge­ta­risch isst man im Bon Lloc (sie­he eben­da). Wer mehr Zeit und Mu­ße hat, nimmt im schi­cken Bou­ti­que­Ho­tel Can Alo­mar den Auf­zug hin­auf ins De To­kio a Li­ma, das mit sei­ner ele­gant-ur­ba­nen At­mo­sphä­re, ei­ner wun­der­ba­ren Ter­ras­se und erst­klas­si­ger Küche zu den To­pre­stau­rants der Stadt ge­hört (sie­he eben­da). Nur zwei Häu­ser wei­ter ver­or­tet man zu­nächst nicht un­be­dingt ei­ne ku­li­na­ri­sche An­lauf­stel­le, son­dern blickt in die Aus­la­gen ei­nes ziem­lich at­trak­ti­ven Ge­schäfts. Aus­ge­such­tes Wohn­de­sign, hoch­wer­ti­ge Mo­de für sie und ihn, Le­der­wa­ren, Schmuck, Cof­fee­ta­ble Books und au­ßer­ge­wöhn­li­che Pa­pe­te­rie-Ar­ti­kel wer­den bei Ri­al­to Li­ving in ei­nem präch­ti­gen Stadt­pa­lais aus dem 15. Jahr­hun­dert wahr­lich au­gen­schmei­chelnd prä­sen­tiert. Ein­gangs deu­tet ei­ne Schie­fer­ta­fel al­ler­dings an, dass es hier nicht nur viel zu gu­cken und kau­fen gibt, son­dern auch ei­ni­ges für das leib­li­che Wohl. Im licht­durch­flu­te­ten und glas­über­dach­ten Pa­tio des be­ein­dru­cken­den Ge­bäu­des be­fin­det sich das Ca­fé des 800 Qua­drat­me­ter gro­ßen Li­fe­style-Sto­res. Mü­ßig zu er­wäh­nen, dass dort die klas­si­schen Bis­tro­ti­sche mit den Mar­mor­plat­ten, die Korb­stüh­le, die be­que­men Te­ak­holz- und Wand­bän­ke mit dem so de­ko­ra­ti­ven wie

be­hag­li­chen Kis­sen und die gro­ßen Grün­pflan­zen per­fekt ins stil­vol­le Am­bi­en­te pas­sen. Hier­her kann man zum Früh­stü­cken kom­men, auf ei­nen Kaf­fee, nach Be­lie­ben samt ei­nem Stück haus­ge­ba­cke­nen Ku­chens, auf ein Glas Ca­va oder Wein oder für ein un­kom­pli­zier­tes Mahl beim Stadt­bum­mel. Die Kar­te lis­tet Star­ter wie die Reis­pa­pier­rol­len mit Shrimps, ge­würzt mit Na­na­mi To­ga­ra­shi, ei­ner ja­pa­ni­schen Chili­mi­schung (12,50 Eu­ro); gro­ße Sa­la­te wie den mit Ca­jun-Kalbf leisch, Zie­gen­kä­se und Sen­f­vin­ai­gret­te (11,50 Eu­ro); Pas­ta et­wa mit Tin­ten­fisch und Ge­mü­se im Viet­nam-Style

(zwölf Eu­ro) so­wie vor­nehm­lich eben­falls asia­tisch in­spi­rier­te Haupt­gän­ge mit Fisch und Fleisch: et­wa Ta­ta­ki vom Thun­fisch mit ja­pa­ni­schen Ge­wür­zen und ei­nem Sa­lat aus Ta­pio­ka und Qui­noa oder auch ein Chi­cken Tik­ka Ma­sa­la mit Bas­ma­ti (15/13 Eu­ro). Wir ha­ben das Lach­sta­tar mit Da­shi-Yu­zu-Brü­he pro­biert (zwölf Eu­ro). Ziem­lich le­cker ist das und für ei­ne Vor­spei­se recht groß­zü­gig por­ti- oniert. Das Ta­tar aus vor­züg­li­chem Lachs ist mit vie­len Avo­ca­do­wür­fel­chen ver­setzt. Ei­ne stets gu­te Kom­bi­na­ti­on, die hier in ei­ner apar­ten Ke­ra­mik­scha­le ser­viert wird. Die Brü­he gibt es da­zu im se­pa­ra­ten Känn­chen, und wir gie­ßen sie mit Be­geis­te­rung bis zum letz­ten Trop­fen an, sorgt ih­re tol­le Asia-No­te doch für den be­son­de­ren Kick. Mit Freu­de löf­feln wir auch das Risot­to mit Ar­ti­scho­cken und ge­trock­ne­ten To­ma­ten (12,50 Eu­ro). Schön schlot­zig hat es noch gu­ten Biss, da­zu ein tol­les Aro­ma, ent­hält ge­nau das rich­ti­ge Maß an Kä­se und ist von knusp­ri­gen Ro­te-Be­te-Chips ge­toppt, die nicht nur de­ko­ra­tiv, son­dern auch rich­tig le­cker sind. Zu bei­dem passt ein Glas Ca­va wun­der­bar (4,50 Eu­ro). Wer Wein vor­zieht, dem ste­hen rund 15 Trop­fen zur Aus­wahl. Die kom­men vor­nehm­lich vom Fest­land. Aber auch et­was von der In­sel ist da­bei, zum Bei­spiel ein wun­der­ba­rer Blan­co von Ri­bas aus Pren­sal und Vio­gnier (Fla­sche 20 Eu­ro). Das Gros der Wei­ne gibt es auch per Co­pa (Glas ab 3,50/Fla­sche ab 19 Eu­ro). Ein wirk­lich an­ge­neh­mer Ort für ei­ne ent­spann­te Pau­se in der Me­tro­po­le. em­kaz­wo

Ri­al­to Ca­fé

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