FREU­DEN­FEST DER SIN­NE

Liz und Tim Hoad ge­nie­ßen täg­lich das Farb- und Duft­spek­ta­kel in ih­rem Gar­ten. Der Um­zug aufs Land war je­doch auch mit Ver­zicht ver­bun­den.

Mein Landgarten - - Inhalt - Text: Schirin Mameghani, Sharon Parsons • Fo­tos: Richard Gadsby/Nar­ra­ti­ves

Ein täg­li­cher Ge­nuss ist Liz und Tim Hoad das Farb- und Duft­spek­ta­kel ih­res Gar­tens.

Stau­den, Spa­lie­re, Bee­te, Na­tur­stein­we­ge und knar­ren­de Zaun­tü­ren – der Gar­ten von Liz und Tim Hoad im ro­man­ti­schen Dor­set an der bri­ti­schen Küs­te ist so fa­cet­ten­reich wie ihr Le­ben. Die mitt­ler­wei­le sie­ben­fa­chen Groß­el­tern zo­gen vor ei­ni­gen Jah­ren von ih­rem Stadt­haus in Kent in das be­schau­li­che Ört­chen, in dem sie selbst frü­her zahl­rei­che Som­mer­ur­lau­be ver­bracht hat­ten. Denn nach­dem sich Tim in den Ru­he­stand ver­ab­schie­det hat­te, sehn­ten sich die bei­den nach Ent­schleu­ni­gung und we­ni­ger Hek­tik. Wäh­rend ei­ner Stipp­vi­si­te in Dor­set ent­deck­te das Paar auch das rus­ti­ka­le Cottage mit dem „Zu Ver­kau­fen“Schild vor der Tür. „Ehr­lich ge­sagt hat uns die ers­te Be­sich­ti­gung auf den Bo­den der Tat­sa­chen zu­rück­ge­holt“, be­rich­tet Liz. „Wir ha­ben so­fort ge­merkt, dass wir ei­ni­ges an Ar­beit in­ves­tie­ren müs­sen. Al­les war ver­al­tet und der lieb­los be­pflanz­te Gar­ten so zu­ge­wu­chert, dass wir erst ei­ni­ge Bäu­me fäl­len muss­ten, um die Haus­tür wie­der nut­zen zu kön­nen.“Zu­sam­men mit ei­nem Ar­chi­tek­ten plan­ten sie dann die Re­no­vie­rung des schon im 18. Jahr­hun­dert er­bau­ten Häu­schens.

S Sal­zi­ge Mee­res­luft mit wür­zi­gem La­ven­del­duft

Ur­sprüng­lich hat­te hier der Schus­ter sei­ne Werk­statt. Des­we­gen be­stand das Cottage nur aus zwei Räu­men, ver­teilt auf zwei Eta­gen. Mitt­ler­wei­le sind dar­aus im­mer­hin 69 Qua­drat­me­ter Wohn­flä­che ge­wor­den – für Tim und Liz war dies ei­ne gro­ße Um­stel­lung.

Als Glücks­tref­fer be­zeich­net das Paar heute sein ge­lieb­tes, klei­nes Zu­hau­se. Vor al­lem im Som­mer zieht es die Hoads nach drau­ßen in den wild­ro­man­ti­schen Gar­ten, in dem nicht nur der Duft wür­zi­ger La­ven­del­bü­sche in der Luft liegt, son­dern auch das lei­se Sum­men eif­ri­ger Bie­nen. Liz pflegt ih­re Stau­den, Bee­te und Blu­men mit viel Hin­ga­be – häu­fig kocht sie köst­li­che Ge­rich­te mit Zu­ta­ten aus dem Gar­ten. Trotz des ru­hi­ge­ren Ta­ges­ab­lau­fes be­zeich­net das Paar sein Le­ben im­mer noch als tur­bu­lent, denn die Kin­der kom­men oft samt En­kel zu Be­such. Auf der son­ni­gen Ter­ras­se ge­nie­ßen al­le das er­hol­sa­me Am­bi­en­te. „Da un­se­re Fa­mi­lie stän­dig ex­pan­diert, wird auch schon mal im Gar­ten­haus über­nach­tet. Ir­gend­wie ist im­mer für je­den ein ge­müt­li­ches Plätz­chen frei“, sagt Liz mit strah­len­den Au­gen.

E Ein zwei­tes Wohn­zim­mer mit­ten im Gar­ten

RECHTS Liz nimmt sich heute Zeit für ih­re Hand­ar­beit, die sie auf der Ter­ras­se tä­tigt. LINKS Prak­ti­sche Klapp­stüh­le la­den zu ei­nem Pläusch­chen mit­ten im Gar­ten ein. UN­TEN LINKS Zau­ber­haft: ein Blu­men­ar­ran­ge­ment im Körb­chen.

LA­VEN­DEL, Cle­ma­tis und Bart­fa­den ge­dei­hen far­ben­froh ne­ben an­de­ren Bü­schen und Blu­men im heute dicht be­wach­se­nen Gar­ten.

LINKS Die von Tim lie­be­voll re­stau­rier­te Laube dient heute auch als Gäs­te­zim­mer. UN­TEN Liz ver­wen­det ger­ne klei­ne Glas­fla­schen oder Be­cher für ih­re Blu­men­de­ko. GANZ UN­TEN Lieb­ge­won­ne­ne Din­ge sind im Re­gal aus­ge­stellt.

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