WEISSE BLÜ­TEN­TRÄU­ME

So­bald die Son­ne scheint und al­les blüht, er­strahlt Bri­git­ta und Pe­ter May­ers ro­man­ti­scher Gar­ten in vol­ler Pracht.

Mein Landgarten - - Inhalt - Text: Mar­ti­na Mei­din­ger • Fo­tos: Evi Pel­zer / Call­w­ey Ver­lag

Kon­se­quen­te Um­set­zung ei­nes Farb­sche­mas: das ro­man­ti­sche Werk von Ehe­paar May­ers.

Die meis­ten Gär­ten ver­än­dern sich im Lauf der Jah­re mit den An­sprü­chen ih­rer Nut­zer. Auch der Gar­ten von Bri­git­ta und Pe­ter May­er hat vie­le Wand­lun­gen durch­lau­fen: An­ge­fan­gen hat al­les ganz harm­los mit ei­ni­gen Zier­sträu­chern und dem Ra­sen. Nach und nach hat Bri­git­ta May­er im­mer neue Pflanz­in­seln ge­stal­tet und die­se schließ­lich mit­ein­an­der ver­bun­den. War die Be­pflan­zung an­fangs noch ei­ne ty­pisch länd­li­che Mi­schung aus ein­jäh­ri­gen Blu­men, Kräu­tern und Bee­ren­sträu­chern, so wur­de die Gestal­tung im­mer de­tail­rei­cher, hin zum ro­man­tisch-ele­gan­ten Landhausstil. Die Far­be Weiß spielt da­bei ei­ne gro­ße Rol­le, nicht nur in Form von vie­len weiß blü­hen­den Pflan­zen, son­dern auch bei den meis­ten Gar­ten­mö­beln und Ac­ces­soires. Lan­ge Zeit lag der Fo­kus der Gärt­ne­rin auf ih­ren Ro­sen, aber in den letz­ten Jah­ren be­geis­ter­te sie sich im­mer mehr für Hor­ten­si­en. Im Hoch- som­mer sind sie die Stars im et­wa 800 Qua­drat­me­ter gro­ßen Haus­gar­ten, zu dem auch ein La­den für Gar­ten- und Woh­nac­ces­soires ge­hört. Bri­git­ta May­er hat sich da­mit ei­nen Traum er­füllt und lebt ih­re Lie­be zu schö­nen Din­gen nun auch be­ruf­lich aus. Schon des­halb ist sie kon­ti­nu­ier­lich da­mit be­schäf­tigt, ihr Gar­ten­pa­ra­dies wei­ter zu ent­wi­ckeln. Die Hob­by­gärt­ne­rin pflanzt sehr groß­zü­gig: Ih­re Ge­höl­ze be­kom­men aus­rei­chend Platz, da­mit sie nicht so viel zu­rück­schnei­den muss. Stau­den pflanzt sie in gro­ßen Tuffs und wie­der mit viel Ab­stand rings­her­um. Das hat den Vor­teil, dass die Pflan­zen nicht so stark um Was­ser und Nähr­stof­fe kon­kur­rie­ren müs­sen. Die Bee­te sind mit ei­ner Schicht Rin­den­mulch be­deckt, was den Pfle­ge­auf­wand re­du­ziert. Hier wird deut­lich, dass es oft­mals nur we­ni­ger, be­wusst plat­zier­ter Pflan­zen be­darf, um ro­man­ti­sche Gar­ten­bil­der zu schaf­fen. Ein wich­ti­ges

Gestal­tungs­ele­ment sind die schma­len He­cken aus ver­schie­de­nen Laub- und Na­del­ge­höl­zen, klein­kro­ni­ge Bäu­me wie der Ku­gel-Trom­pe­ten­baum ( Ca­ta­l­pa bi­gno­nioi­des 'Na­na') oder die Wei­den­blätt­ri­ge Bir­ne ( Py­rus sa­li­ci­fo­lia) so­wie in Ku­geln, Ke­gel oder an­de­re For­men ge­schnit­te­ner Buchs. Ein Blick­fang der be­son­de­ren Art ist da­bei zum Bei­spiel das Kno­ten­beet mit dem kunst­voll ver­schlun­ge­nen Buchs-Mä­an­der. Der Som­mer ist die Zeit der Hor­ten­si­en in Bri­git­ta May­ers Re­fu­gi­um. Auch bei ih­nen do­mi­niert die Blü­ten­far­be Weiß. Zahl­rei­che Ex­em­pla­re der Strauch-Hor­ten­sie ( Hy­dran­gea ar­bo­re­scens 'Anna­bel­le') ste­hen an meh­re­ren Plät­zen im Gar­ten. Ne­ben den Hor­ten­si­en war­ten über­all im Gar­ten lauschige Sitz­plät­ze, die wie klei­ne In­seln ge­stal­tet sind und von Pflan­zen oder Ac­ces­soires de­ko­ra­tiv ge­rahmt wer­den. „Ich ha­be schon im­mer ger­ne ge­gärt­nert und de­ko­riert“, er- zählt Bri­git­ta May­er. In ih­rem Gar­ten hat sie bei­de Fer­tig­kei­ten per­fek­tio­niert. Durch die de­zen­te Farb­ge­bung und das vie­le Grün im Hintergrund wirkt der Gar­ten trotz de­tail­rei­cher Aus­stat­tung nicht über­la­den. Die­se At­mo­sphä­re dür­fen auch Be­su­cher ge­nie­ßen, denn wäh­rend Bri­git­ta May­ers La­den ge­öff­net ist, kön­nen sie durch den Gar­ten schlen­dern und sich in­spi­rie­ren las­sen. Beim Aus­tausch mit Gleich­ge­sinn­ten er­hält die La­den­be­sit­ze­rin krea­ti­ve Im­pul­se – und so­lan­ge die Lust am Ge­stal­ten bleibt, wird ihr Gar­ten sich im­mer wie­der ver­än­dern.

EI­NEN ORT DER RU­HE bil­det die klei­ne In­sel, die man durch ei­nen Ro­sen­bo­gen be­tritt. Durch ein Hor­ten­si­en­beet wird es seit­lich de­ko­ra­tiv be­grenzt. Un­ten: Gro­ße STERNDOLDEN und wei­ße GLO­CKEN­BLU­MEN set­zen na­tür­li­che Glanz­punk­te in Bee­ten und Ra­bat­ten.

Un­ten: AUS­GE­DIEN­TE MÖ­BEL wie z. B. das Kop­fen­de ei­nes Betts las­sen sich gut zu krea­ti­ver De­ko­ra­ti­on um­funk­tio­nie­ren. Links: EIN KLEI­NES AR­RAN­GE­MENT um die Sta­tue ist schnell ge­zau­bert, z. B. aus Ro­sen, Hor­ten­si­en und Klet­ter­pflan­zen, wie Efeu oder...

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