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Ob Fran­sen­tul­pen oder zwei­far­bi­ge Blü­ten – das Au­ßer­ge­wöhn­li­che zieht uns an.

Mein Landgarten - - Inhalt -

Ge­gen­wert von Häu­sern wur­den für noch in der Er­de schlum­mern­de Zwie­beln ein­ge­setzt, vie­le rech­ne­ten mit rie­si­gen Ge­winn­mar­gen, die sich auch er­füll­ten. Erst 1637 platz­te die ver­rück­te Spe­ku­la­ti­ons­bla­se – die lei­den­schaft­li­che Lie­be zu den „Bol­len“be­wahr­ten sich die Nie­der­län­der aber bis heute. Et­wa 80 Pro­zent al­ler welt­weit ver­kauf­ten Tul­pen stam­men heute aus dem klei­nen Land hin­ter den Dei­chen, und auch hin­sicht­lich in­no­va­ti­ver Züch­tung und Be­wah­rung der al­ten Sor­ten hält das Land ei­ne Vor­rei­ter­rol­le in­ne. So fin­det sich im Hor­tus Bul­bo­rum in Lim­men, nur et­wa 1,5 Hekt­ar groß, ei­ne um­fang­rei­che Samm­lung his­to­ri­scher Sor­ten, die bis ins 16. Jahr­hun­dert zu­rück­ge­hen. Ei­ni­ge die­ser, näm­lich die zwei­far­bi­gen, tra­gen den Na­men des Ma­lers Rem­brandt, der zu Zei­ten der „Tul­po­ma­nie“leb­te, die Li­li­en­ge­wächs­te je­doch nie sel­ber mal­te. Das dua­le Far­ben­spiel, so fand man spä­ter her­aus, war auf ein Vi­rus zu­rück­zu­füh­ren und ver­half der Tul­pe zwar zu ei­nem ein­zig­ar­ti­gen Aus­se­hen, setz­te ihr aber auch be­droh­lich zu. Erst spä­ter konn­te durch Züch­tung die Zwei­far­big­keit auf ge­sun­de Knol­len über­tra­gen und für die heu­ti­ge Pro­duk­ti­on zu­gäng­lich ge­macht wer­den.

SCHÖN­HEIT Nur für we­ni­ge Wo­chen im Jahr er­freu­en uns die zar­ten Kel­che.

Tulipa Re­al Ti­me

Tulipa Kings­ton

Tulipa Ali­se

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