SOM­MER IN SCHWE­DEN

Die war­me Jah­res­zeit ver­bringt Fa­mi­lie An­ders­son in ih­rem ma­le­ri­schen Gar­ten auf dem Land. Auch som­mer­li­che Ge­nüs­se dür­fen da­bei nicht feh­len.

Mein Landgarten - - Inhalt - TEXT: He­le­ne Ma­te­jcek • FO­TOS: An­ne-Charlotte An­ders­son/Bus­se Collec­tion

Die war­me Jah­res­zeit ver­bringt Fa­mi­lie An­ders­son in ih­rem ma­le­ri­schen Gar­ten auf dem Land. Auch som­mer­li­che Ge­nüs­se dür­fen na­tür­lich nicht feh­len.

So­bald sich die ers­ten grü­nen Trie­be an Bäu­men, Sträu­chern und im Gras bli­cken las­sen, ver­lässt An­ne-Charlotte An­ders­son im­mer öf­ter das rot-wei­ße Häu­schen, das sie mit ih­rem Mann und den zwei Kin­dern im süd­schwe­di­schen Ort Mjöl­by be­wohnt. Aus­ge­rüs­tet mit Schau­fel, Ha­cke und ei­ner Men­ge neu­er Ide­en star­tet sie in ih­re Lieb­lings­jah­res­zeit, gräbt und pflanzt in ih­rem gro­ßen Gar­ten, was das Zeug hält und er­freut sich dar­an, wie ih­re Spröss­lin­ge ge­dei­hen. Im Som­mer wer­den ih­re Mü­hen end­lich be­lohnt: Ge­mein­sam mit ih­rer Fa­mi­lie ern­tet die Schwe­din Kräu­ter und Bee­ren aus dem ei­gens an­ge­leg­ten Kü­chen­gar­ten und ver­ar­bei­tet sie wei­ter zu ver­schie­de­nen Köst­lich­kei­ten. So wer­den et­wa fri­scher Ros­ma­rin, Thy­mi­an und Ba­si­li­kum zu Kräut­er­salz, wür­zi­ger But­ter oder le­cke­ren Ma­ri­na­den für Grill­ge­mü­se. Aus saf­ti­gen Bee­ren zau­bert die Schwe­din zu­sam­men mit ih­ren Kin­dern Ku­chen, Krap­fen und Tor­ten. Mit dem Nutz­gar­ten er­füll­te sich An­ne-Charlotte ei­nen Traum: „Ich hat­te schon lan­ge den Wunsch, ei­nen ei­ge­nen Kü­chen­gar­ten

„Von Blau­bee­ren kann ich nicht ge­nug be­kom­men!“

„Som­mer ist für uns ei­ne Zeit der Ge­sel­lig­keit“

an­zu­le­gen“, er­zählt sie, „ei­ne ei­ge­ne klei­ne Oa­se, in der ich end­lich wie­der Haut­kon­takt mit der Na­tur auf­neh­men konn­te“.

Die Schwe­din und ihr Mann be­gan­nen da­mit, ei­nen Teil des Grund­stücks um­zu­gra­ben und zu jä­ten. Da­nach deck­ten sie den Bo­den mit Gar­tenvlies ab, da­mit kein neu­es Un­kraut sprie­ßen konn­te. Sie kauf­ten ei­ni­ge Hoch­beet-Rah­men und stri­chen sie im ty­pisch schwe­di­schen Fa­l­un­rot. Als al­les fer­tig war, stell­ten sie noch ei­nen al­ten, aus­ge­dien­ten Schreib­tisch als Pflanz­tisch da­zu – seit­dem ist der Gar­ten ein Ort, an dem An­ne-Charlotte sich wohl­fühlt und an den es sie im­mer wie­der hin­zieht. Wäh­rend die Kin­der im selbst­ge­bau­ten Baum­haus le­sen oder spie­len, steht sie selbst oft am Pflanz­tisch, schnei­det Steck­lin­ge, topft um oder bin­det Sträu­ße aus den selbst­ge­pflanz­ten Blu­men. Und auch wenn sie in den Som­mer­mo­na­ten gern mit ih­rer Fa­mi­lie durch das Land reist, gibt es für sie im Grun­de nichts Schö­ne­res, als an war­men Aben­den im ei­ge­nen Gar­ten zu ent­span­nen. Bis in den Herbst hin­ein nutzt An­ne-Charlotte das reich­hal­ti­ge An­ge­bot der Na­tur, kocht Säf­te, Kon­fi­tü­re und Ge­lees, da­mit sich die Fa­mi­lie auch in der kal­ten Jah­res­zeit an ei­ner Por­ti­on Som­mer er­freu­en kann. Erst dann gönnt sie sich et­was Ru­he, um die sel­te­ner wer­den­den Son­nen­ta­ge und das Land­le­ben zu ge­nie­ßen.

LIEBENSWERT Das ver­spiel­te Ge­schirr von Gre­en­ga­te und Pip Stu­dio passt wunderbar in An­ne-Char­lot­tes nost­al­gi­sche Kü­che.

SPIE­LEN IM GEÄST Wäh­rend der lan­gen Fe­ri­en­zeit macht es sich Phi­lip meis­tens im selbst­ge­bau­ten Baum­haus ge­müt­lich.

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