Re­gio­na­le Vit­amin­bom­ben

Mein LandRezept - - INHALT -

Exo­ti­sche Früch­te wie Go­ji- oder Acai-bee­re ver­spre­chen Wun­der für un­se­ren Im­mun­haus­halt, wer­den aber oft un­ter kri­ti­schen Be­din­gun­gen ge­ern­tet und über Tau­sen­de von Ki­lo­me­tern nach Deutsch­land ge­schafft. Viel sinn­vol­ler ist es da­her, un­ter den hei­mi­schen Pflan­zen nach „Su­per­foods“zu for­schen

SCHLEHE

Sch­leh­dorn äh­nelt Hei­del­bee­ren, schmeckt aber deut­lich her­ber und soll­te erst nach dem ers­ten Frost ge­ern­tet wer­den – die Käl­te macht ihn aro­ma­ti­scher. Sch­le­hen ent­hal­ten Gerb­säu­ren, Frucht­säu­ren, Mi­ne­ra­li­en und Vit­amin C. Sie wir­ken ma­gen­stär­kend, ent­zün­dungs­hem­mend und re­gen die Ver­dau­ung und den Stoff­wech­sel an. Ein Blü­ten­auf­guss hilft ge­gen Durch­fall­er­kran­kun­gen, Ma­gen­be­schwer­den und Bla­sen- und Nie­ren­pro­ble­me. Be­son­ders po­pu­lär ist in vie­len Re­gio­nen Sch­le­hen­li­kör – auch als Sch­le­hen­feu­er be­kannt –, die rei­fen Früch­te eig­nen sich aber auch zur Her­stel­lung von Saft oder Mar­me­la­de und die un­rei­fen Früch­te kann man wie Oli­ven ein­le­gen.

SAND­DORN

Die klei­nen Sand­dorn­bee­ren ha­ben dank der ent­hal­te­nen Fla­vo­no­ide gro­ße Wir­kung auf die Ab­wehr­kräf­te. Als na­tür­li­che Vit­amin-c-qu­el­le stärkt Sand­dorn die Im­mun­ab­wehr und för­dert die Leis­tungs­fä­hig­keit vor al­lem in Zei­ten er­höh­ter kör­per­li­cher und geis­ti­ger Be­las­tun­gen. Die rot­gol­de­nen Bee­ren be­sit­zen zahl­rei­che Mi­ne­ral­stof­fe, Vit­ami­ne und Spu­ren­ele­men­te wie Kal­zi­um, Ka­li­um, Ma­g­ne­si­um, Ei­sen oder Zink, das Pro­vit­amin A (Beta­ca­ro­tin) und die Vit­ami­ne B1, B2, E und K. Der na­tür­li­che Ge­halt an un­ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren sorgt da­für, dass die fett­lös­li­chen Vit­ami­ne op­ti­mal vom Kör­per auf­ge­nom­men wer­den kön­nen. In der Na­tur­heil­kun­de wird Sand­dorn vor al­lem zur Be­hand­lung von Lun­gen­krank­hei­ten, Stö­run­gen von Ma­gen, Darm, Le­ber und Milz, Frau­en­lei­den, rheu­ma­ti­schen Be­schwer­den und Öde­men an den Ge­len­ken so­wie zur Un­ter­stüt­zung bei Che­mo- und Strah­len­the­ra­pi­en ver­wen­det.

WIR­SING UND GRÜN­KOHL

Die grü­nen Kohl­sor­ten lie­fern rund dop­pelt so viel Vit­amin C wie Zi­trus­früch­te, da­zu Nährund Mi­ne­ral­stof­fe wie Ei­sen, Ma­g­ne­si­um, Ei­weiß und ver­schie­de­ne se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe, die vor Ma­gen-darm-ent­zün­dun­gen schüt­zen und so­gar be­stimm­ten Krebs­lei­den vor­beu­gen sol­len. Grün­kohl ent­hält so viel Vit­amin K wie kein an­de­res Ge­mü­se. Vit­amin K dient der Kno­chen­ge­sund­heit, ver­bes­sert die Blut­qua­li­tät und hält die Blut­ge­fä­ße sau­ber. Die bei­den Pflan­zen­stof­fe Lu­t­ein und Ze­a­x­an­t­hin sind in äu­ßerst ho­hen Men­gen im Grün­kohl ent­hal­ten, zu­sam­men mit ei­nem ho­hen Ge­halt an Beta­ca­ro­tin sorgt der Kohl weit bes­ser für gu­te Au­gen als die Möh­re. Wie al­le Kohl­sor­ten lie­fern Wir­sing und Grün­kohl DIM (Di­in­d­o­lyl­me­than), das vor hor­mon­be­ding­ten Krebs­ar­ten so­wie an­de­ren hor­mo­nel­len Pro­ble­men schüt­zen soll.

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