In­fra­rot Fo­tos

Meisterkurs SchwarzWeiß - - Die Wichtigsten Grundlagen -

Ein In­fra­rot­fil­ter ver­leiht Ih­ren mo­no­chro­men Som­mer­fo­tos ei­nen

ein­zig­ar­ti­gen Look. „An war­men, son­ni­gen Ta­gen gibt es mehr in­fra­ro­tes Licht als bei Be­wöl­kung und Käl­te.“

Die pech­schwar­zen Him­mels­be­rei­che und die ho­hen Kon­tras­te ei­nes mo­no­chro­men In­fra­rot­fo­tos sind ein Ga­rant für ei­ne tol­le Bild­wir­kung, al­ler­dings nicht oh­ne die rich­ti­gen Be­din­gun­gen und den pas­sen­den Fil­ter. Ein In­fra­rot­fil­ter hin­dert den Groß­teil des sicht­ba­ren Lichts am Ein­drin­gen ins Ob­jek­tiv, lässt aber in­fra­ro­tes Licht hin­durch. Des­halb kön­nen Sie durch den Su­cher auch prak­tisch nichts mehr se­hen oder fo­kus­sie­ren, und auch der Be­lich­tungs­mes­ser ge­rät ins Strau­cheln. Sie müs­sen al­so ein Sta­tiv ver­wen­den und Ih­re Kom­po­si­ti­on vor dem An­set­zen des Fil­ters vor­neh­men. Den Fo­kus und die Be­lich­tung müs­sen Sie da­bei ma­nu­ell ein­stel­len. Bei Farb­auf­nah­men führt ein In­fra­rot­fil­ter zu selt­sa­men Re­sul­ta­ten: Das Bild ist dann kom­plett rot oh­ne an­de­re Far­ben, so­dass Sie die Bild­wir­kung deut­lich bes­ser be­ur­tei­len kön­nen, wenn Sie statt­des­sen ei­nen Schwarz­weiß­bild­stil nut­zen.

In­fra­rot­fil­ter

Es gibt meh­re­re Ar­ten von In­fra­rot­fil­tern, dar­un­ter ecki­ge oder run­de Va­ri­an­ten zum An­schrau­ben. Der Ef­fekt an ei­ner di­gi­ta­len Ka­me­ra ist aber im­mer gleich. Hoya pro­du­ziert bei­spiels­wei­se den R72 in ei­ner Rei­he von Durch­mes­sern, den Sie di­rekt an Ihr Ob­jek­tiv schrau­ben kön­nen. Co­kin hin­ge­gen bie­tet den In­fra­rot­fil­ter 007 für sei­ne drei Sys­tem an – das A-, P- und Z-Pro-Sys­tem. Über­prü­fen Sie den Durch­mes­ser Ih­res Fil­ter­ge­win­des, um die pas­sen­de Grö­ße zu er­wer­ben Ent­schei­dend für die­se Auf­nah­men sind die rich­ti­gen Wet­ter­be­din­gun­gen, weil die­se die vor­han­de­ne Men­ge an in­fra­ro­tem Licht be­stim­men. In­fra­ro­tes Licht ist im Grun­de Wär­me, al­so gibt es da­von auch mehr an war­men, son­ni­gen Ta­gen als bei Be­wöl­kung und Käl­te. Som­mer­zeit ist al­so In­fra­rot­zeit, be­son­ders bei blau­em Him­mel.

Links Durch In­fra­rot­fil­ter wer­den die Ver­schluss­zei­ten deut­lich län­ger. Sie müs­sen al­so un­be­dingt ein Sta­tiv ver­wen­den. Be­we­gun­gen in der Sze­ne­rie (Wol­ken, Bäu­me etc.) wer­den leicht ver­wischt wie­der­ge­ge­ben.

Un­ten und ganz un­ten Ein In­fra­rot­fil­ter sorgt auch dann für kon­trast­rei­che, kna­cki­ge Auf­nah­men, wenn die Be­wöl­kung nur leicht und duns­tig aus­fällt.

PRO­FI-TIPP IN­FRA­ROT-LOOK Der In­fra­rot-Look lässt sich recht ein­fach in Pho­to­shop oder Ele­ments nach­stel­len. In den Vor­ga­ben zur Schwarz­wei­ßKon­ver­tie­rung fin­den Sie ei­ne In­fra­rot-Op­ti­on. Den Look kön­nen Sie noch fein­jus­tie­ren, in­dem Sie steu­ern, wie...

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