Ger­da Hö­vel im Land­tags-Prä­si­di­um

Ger­da Hö­vel un­ter­stützt bei der Sit­zungs­lei­tung und ent­schei­det bei Ver­wal­tungs­fra­gen mit

Meller Kreisblatt - - VORDERSEITE - Von Chris­toph Fran­ken

MEL­LE. Die CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ger­da Hö­vel ist Mit­glied des Prä­si­di­ums des Nie­der­säch­si­schen Land­tags. Sie un­ter­stützt die Land­tags­prä­si­den­tin bei Sit­zun­gen und ent­schei­det bei wich­ti­gen Fra­gen der Land­tags­ver­wal­tung mit.

Für den rei­bungs­lo­sen Ablauf von Plenar­sit­zun­gen des Land­tags sorgt auch Ger­da Hö­vel: Die Mel­le­rin ist seit Be­ginn der neu­en Le­gis­la­tur­pe­ri­ode Mit­glied des Land­tags-Prä­si­di­ums. HAN­NO­VER/MEL­LE. Nach au­ßen deut­lich wird das bei den Sit­zun­gen, wenn sie wäh­rend der Plen­ar­wo­chen re­gel­mä­ßig von ih­rem Stuhl in den Rei­hen der CDU-Frak­ti­on auf das er­höh­te Po­dest an der Stirn­wand des Plenar­saals wech­selt. Aber als Mit­glied des 17-köp­fi­gen Prä­si­di­ums wirkt sie auch bei der all­ge­mei­nen Ver­wal­tung des Land­ta­ges mit, bei­spiels­wei­se bei Per­so­nal­ent­schei­dun­gen, Raum­pla­nun­gen oder auch An­ge­le­gen­hei­ten des Haus­rechts und der Haus­ord­nung. „Al­so al­les das, was mit dem Be­trieb des Land­tags zu tun hat“, fass­te sie am Ran­de der Sit­zung am Mitt­woch zu­sam­men.

An die­sem Tag un­ter­stütz­te sie ge­mein­sam mit ih­rem Kol­le­gen Be­lit Onay (Die Grü­nen) die Land­tags­prä­si­den­tin Ga­b­rie­le And­ret­ta. Die hat­te gleich zu Be­ginn an die Grün­dung des Staa­tes Is­ra­el vor 70 Jah­ren er­in­nert und da­bei die star­ken und fes­ten „freund­schaft­li­chen Ban­de“zwi­schen Nie­der­sach­sen und Is­ra­el be­tont. „An­ti­se­mi­tis­mus, Hass und Ras­sis­mus in jed­we­der Form wer­den wir ent­ge­gen­tre­ten“,

be­ton­te die Prä­si­den­tin un­ter lang an­hal­ten­dem Bei­fall al­ler fünf Frak­tio­nen. An der Sit­zung nahm auch der Vor­sit­zen­de der jü­di­schen Ge­mein­de in Nie­der­sach­sen, Micha­el Fürst, als Gast teil.

Manch­mal auch tu­mul­tig

An­schlie­ßen­de De­bat­ten zu un­ter­schied­li­chen The­men be­schäf­tig­ten auch Ger­da Hö­vel an dem Pult: Sie nahm schrift­li­che Wort­mel­dun­gen

von Ab­ge­ord­ne­ten ent­ge­gen und ord­ne­te sie in die Red­ner­lis­te ein. Zu­dem über­wach­te sie ge­mein­sam mit der Prä­si­den­tin die Ein­hal­tung der Re­de­zeit. „Manch­mal ist es et­was tu­mul­tig, und auch da sind wir auf dem Po­dest ge­fragt, um mä­ßi­gend auf die Ab­ge­ord­ne­ten ein­zu­wir­ken“, be­rich­te­te Ger­da Hö­vel.

Sie nimmt die zu­sätz­li­chen Auf­ga­ben ger­ne wahr, ob­wohl

die nicht ex­tra ver­gü­te­te Funk­ti­on mit der ir­re­füh­ren­den Be­zeich­nung „Schrift­füh­re­rin“we­gen der da­mit ver­bun­de­nen Prä­si­di­ums­sit­zun­gen Mehr­ar­beit mit sich bringt. Den­noch stellt die Mit­glied­schaft im Prä­si­di­um ei­ne be­gehr­te Po­si­ti­on dar. Die Be­deu­tung des Am­tes wird schon dar­an sicht­bar, dass die Prä­si­di­ums­mit­glie­der vom ge­sam­ten Land­tag ge­wählt wer­den.

„Die Po­si­ti­on er­laubt nicht nur ei­nen hoch­in­ter­es­san­ten Blick hin­ter die Ku­lis­sen, son­dern lässt ei­nen auch in be­deu­ten­den An­ge­le­gen­hei­ten des Land­ta­ges mit­ent­schei­den“, sag­te Ger­da Hö­vel. Reiz­voll für sie per­sön­lich sei zu­dem der da­mit ver­bun­de­ne Per­spek­tiv­wech­sel. „Man nimmt die Kol­le­gen von da oben ganz an­ders wahr, und auch das ist span­nend.“

Fo­to: Chris­toph Fran­ken

Lei­te­te am Mitt­woch als Mit­glied des Prä­si­di­ums die Land­tag­sit­zung mit: Ger­da Hö­vel (rechts) ne­ben Prä­si­den­tin Ga­b­rie­le And­ret­ta und Be­lit Onay wäh­rend ei­nes Re­de­bei­trags von In­nen­mi­nis­ter Bo­ris Pis­to­ri­us.

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