Gu­te Aus­gangs­la­ge für VfL Wolfs­burg

Relegation zur Bun­des­li­ga: VfL be­siegt Hol­stein Kiel 3:1 – Rück­spiel am Mon­tag

Meller Kreisblatt - - VORDERSEITE - Von Lars Rei­ne­feld

WOLFS­BURG. Die Fuß­bal­ler des VfL Wolfs­burg ha­ben das Hin­spiel in der Relegation ge­gen den Zweit­li­gis­ten Hol­stein Kiel mit 3:1 für sich ent­schie­den. Der VfL ver­schafft sich da­mit ei­ne sehr gu­te Aus­gangs­la­ge für das Rück­spiel am Mon­tag.

Der VfL Wolfs­burg hat ei­nen gro­ßen Schritt zum nach­träg­li­chen Klas­sen­er­halt ge­macht. Der Bun­des­li­ga-16. ge­wann das Hin­spiel der Relegation ge­gen den Zweit­li­ga-Drit­ten Hol­stein Kiel mit 3:1 (2:1) und ver­schaff­te sich ei­ne sehr gu­te Aus­gangs­po­si­ti­on für das Rück­spiel in Kiel am Mon­tag. WOLFS­BURG. Vor 28 800 Zu­schau­ern in der aus­ver­kauf­ten Are­na er­ziel­ten Di­vock Ori­gi, Jo­sip Bre­ka­lo und Yu­nus Mal­li die Tref­fer für den Bun­des­li­gis­ten. Kings­ley Schind­ler ge­lang der zwi­schen­zeit­li­che Aus­gleich für den Zweit­li­gis­ten.

Schon in der ver­gan­ge­nen Sai­son hat­te sich der deut­sche Meis­ter von 2009 erst in der Relegation ein wei­te­res Jahr in der Ers­ten Li­ga ge­si­chert. Da­mals wur­de Ein­tracht Braun­schweig zwei Mal mit 1:0 ge­schla­gen. Auch die­ses Mal könn­te ei­ne völ­lig chao­ti­sche Sai­son mit zwei Trai­ner­wech­seln und viel Un­ru­he hin­ter den Ku­lis­sen doch noch glimpf­lich en­den. Kiel, erst im ver­gan­ge­nen Som­mer über­haupt in die 2. Bun­des­li­ga auf­ge­stie­gen, scheint nach ei­ner ganz star­ken Spiel­zeit da­ge­gen die Krö­nung ver­wehrt zu blei­ben.

Vor der Par­tie hat­ten die Wolfs­bur­ger Spie­ler im Sta­di­on-Ma­ga­zin in ei­nem Of­fe­nen Brief noch ein­mal an die ei­ge­nen An­hän­ger ap­pel­liert. „Wir ver­spre­chen euch, dass

wir auf dem Platz al­les da­für tun wer­den und bis zur letz­ten Mi­nu­te Voll­gas ge­ben, da­mit der VfL da bleibt, wo er hin­ge­hört: in der ers­ten Li­ga“, hieß es in dem Schrei­ben.

Und in der Tat star­te­ten die Nie­der­sach­sen vol­ler Elan. Im­mer wie­der an­ge­trie­ben vom so oft hef­tig kri­ti­sier­ten Mal­li und von Wir­bel­wind Bre­ka­lo drück­te das Team von Bru­na Lab­ba­dia gleich aufs Tem­po. Da sich aber auch die Gäs­te nicht ver­steck­ten, ent­wi­ckel­te sich ein mun­te­rer Schlag­ab­tausch, in dem sich der VfL ein Über­ge­wicht er­spiel­te.

Und mit der ers­ten gu­ten Ge­le­gen­heit ging der VWClub in Füh­rung. Nach ei­ner Her­ein­ga­be von Mal­li schei­ter­te Re­na­to Stef­fen zu­nächst noch an Kiels Tor­wart

Ken­neth Kron­holm, doch dann drück­te Ori­gi den Ball aus kur­zer Ent­fer­nung über die Li­nie. Je­ner Ori­gi, der im Vor­feld noch mit sei­nem Nicht­wis­sen über den Geg­ner un­an­ge­nehm auf­ge­fal­len war, aber im Re­le­ga­ti­ons­Hin­spiel mit sei­ner kör­per­li­chen Prä­senz über­zeug­te.

Die Kie­ler wirk­ten zu­nächst sicht­lich be­ein­druckt vom schwung­vol­len und spiel­freu­di­gen Auf­tritt des VfL. In der ers­ten hal­ben St­un­de ka­men die Gäs­te, die mit 71 Tref­fern im­mer­hin über die bes­te Of­fen­si­ve der Zwei­ten Li­ga ver­füg­ten, zu kei­ner nen­nens­wer­ten Ge­le­gen­heit. Ziem­lich über­ra­schend ge­lang Hol­stein da­her in der 33. Mi­nu­te der Aus­gleich. Nach über­ra­gen­der Vor­ar­beit von Do­mi­nick Dr­ex­ler über den lin­ken Flü­gel schoss Schind­ler aus kur­zer Ent­fer­nung ein.

Doch der VfL schlug noch vor der Pau­se zu­rück. Kiels Ab­wehr­spie­ler Do­mi­nik Schmidt köpf­te den Ball nach ei­nem lan­gen Wolfs­bur­ger Ball di­rekt vor die Fü­ße von Bre­ka­lo, der Kron­holm mit ei­nem wuch­ti­gen Schuss aus 16 Me­ter kei­ne Chan­ce ließ

Nach dem Sei­ten­wech­sel setz­te der VfL wei­ter auf Of­fen­si­ve und wur­de be­lohnt. Mal­li um­kurv­te nach star­ker Ori­gi-Vor­ar­beit Kron­holm und sorg­te für das 3:1.

Die kon­di­tio­nell fit­ten Kie­ler ver­such­ten da­nach noch ein­mal al­les und ka­men am En­de durch Alex­an­der Müh­ling und Top­tor­jä­ger Mar­vin Ducksch noch zu ei­ni­gen sehr gu­ten Chan­cen. Zum zwei­ten Tref­fer reich­te es aber nicht mehr.

Fo­to: Wit­ters

Ein at­trak­ti­ves Kampf­spiel wie hier im Zwei­kampf zwi­schen Kiels Patrick Herr­mann und Wolfs­burgs jo­sip Brecka­lo (links) sa­hen die Fans im Re­le­ga­ti­ons-Hin­spiel.

Hoff­nungs­schim­mer 1:1: Kings­ley Schind­ler (rechts) schiebt nach star­ker Dr­ex­ler-Vor­ar­beit (links, Num­mer 24) ein.Fo­to: dpa

Fo­to: ima­go/Re­vier­fo­to

Nicht zu hal­ten für die Kie­ler um Do­mi­nic Peitz (links): Di­vock Ori­gi.

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