Ost­be­auf­trag­ter: Spahns Hartz-IV-Hin­weis „nicht völ­lig falsch“

Meppener Tagespost - - POLITIK -

dpa BERLIN. Nach der Wel­le der Kri­tik an den Hartz-IVÄu­ße­run­gen des de­si­gnier­ten Ge­sund­heits­mi­nis­ters Jens Spahn (CDU) wird der Ruf nach ei­ner Re­form für Lang­zeit­ar­beits­lo­se lau­ter. Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter St­ein­mei­er mahn­te: „Un­ser Ziel muss hö­her ge­steckt sein, als dass die Men­schen von Hartz IV oder an­de­ren Trans­fer­leis­tun­gen le­ben.“

In der De­bat­te um die Ar­beit der Ta­feln hat­te Spahn für Em­pö­rung ge­sorgt mit der Aus­sa­ge, mit Hartz IV ha­be je­der, was er zum Le­ben brau­che. Der Ost­be­auf­trag­te der neu­en Bun­des­re­gie­rung, Chris­ti­an Hir­te, zeig­te Ver­ständ­nis für Spahns Äu­ße­run­gen. Spahns Hin­weis sei „nicht völ­lig falsch ge­we­sen“. „Na­tür­lich ist es so, dass, for­mal ge­se­hen, ein Hartz-IVEmp­fän­ger arm ist. Aber der Jens Spahn hat auch recht, dass wir ver­su­chen, mit Hartz IV eben da­für zu sor­gen, dass kei­ner völ­lig durchs Ras­ter fällt.“Uni­ons­frak­ti­ons­chef Vol­ker Kau­der hin­ge­gen kri­ti­sier­te in­di­rekt die Spahn-Äu­ße­run­gen. Er ver­wies auf CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er. Die­se ha­be ei­nen sehr rich­ti­gen Satz ge­sagt: „Wer in Grö­ßen­ord­nun­gen ver­dient wie wir, soll­te sehr vor­sich­tig um­ge­hen, wenn er über an­de­re Leu­te Ar­mut spricht.“

SPD-Frak­ti­ons­che­fin Andrea Nah­les hat­te vor ei­nem hal­ben Jahr ge­sagt, das Sys­tem der Grund­si­che­rung sei leis­tungs­stark und su­che sei­nes­glei­chen in Eu­ro­pa und der Welt.

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