Trit­tin lehnt En­de der Russ­land-Sank­tio­nen ab „Rich­ti­ge Re­ak­ti­on auf Anne­xi­on der Krim“/ Grü­nen-Au­ßen­po­li­ti­ker: Moskau setzt Mins­ker Plan nicht um

Meppener Tagespost - - Politik - Von Bea­te Ten­fel­de

BERLIN Der Grü­nen-Au­ßen­ex­per­te Jür­gen Trit­tin hat ein En­de der Russ­land-Sank­tio­nen ab­ge­lehnt. „Die­se Han­dels­be­schrän­kun­gen sind die rich­ti­ge Re­ak­ti­on auf die völ­ker­rechts­wid­ri­ge Anne­xi­on der Krim und die mi­li­tä­ri­schen Ope­ra­tio­nen in der Ost­ukrai­ne“, sag­te Trit­tin un­se­rer Re­dak­ti­on. Zur For­de­rung von Sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Micha­el Kret­sch­mer (CDU), die Sank­tio­nen nicht noch ein­mal zu ver­län­gern, mein­te der Ex-Mi­nis­ter: „Kret­sch­mer hat die Fra­ge nach der Hen­ne und dem Ei ver­dreht. Die Russ­land-Sank­tio­nen, die er ab­schaf­fen will, sind ja nicht aus der Luft ge­grif­fen.“

Laut Trit­tin gibt es „ei­nen ein­fa­chen Weg“, die meis­ten Sank­tio­nen zu be­en­den. „Russ­land muss das um­set­zen, was es im Mins­ker Ab­kom­men zu­ge­sagt hat“, for­der­te der Grü­nen-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te. So­lan­ge der Kreml die in Minsk ver­ein­bar­ten Maß­nah­men zur Frie­dens­si­che­rung aber nicht um­set­ze, müss­ten die Sank­tio­nen be­ste­hen blei­ben. Zugleich plä­dier­te Trit­tin da­für, ge­ra­de in an­ge­spann­ter La­ge ei­nen Um­gang mit Russ­land zu fin­den. Das sei aber nur ge­mein­sam mit den eu­ro­päi­schen Part­nern und nur auf dem Bo­den des Völ­ker­rechts mög­lich.

Die Ost­ukrai­ne ist seit 2014 um­kämpft zwi­schen pro­rus­si­schen, von Moskau un­ter­stütz­ten Se­pa­ra­tis­ten und Re­gie­rungs­trup­pen. Dar­an hat auch ein in der weiß­rus­si­schen Haupt­stadt Minsk aus­ge­han­del­tes Frie­dens­ab­kom­men nichts ge­än­dert. Die Sank­tio­nen um­fas­sen heu­te un­ter an­de­rem ein Waf­fen­em­bar­go, Ein­rei­se­ver­bo­te ge­gen weit über 100 Per­so­nen und Han­dels­be­schrän­kun­gen.

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