Si­cher­heit muss Vor­rang ha­ben

Meppener Tagespost - - Wirtschaft - Von Ma­nu­el Glas­fort

Wer viel mit der Bahn un­ter­wegs ist, ist Kum­mer ge­wohnt. Ver­pass­te An­schluss­zü­ge, Zu­g­aus­fäl­le und ka­put­te Kli­ma­an­la­gen – die Lis­te der Be­schwer­den ist lang. Im­mer­hin fuh­ren die Zü­ge im Fern­ver­kehr zu­letzt wie­der et­was häu­fi­ger pünkt­lich ab. Kon­zern­chef Richard Lutz hat be­reits ei­nen „Kampf um je­de Mi­nu­te“aus­ge­ru­fen.

Vie­le Pro­ble­me des Staats­kon­zerns sind haus

ge­macht, doch für die Lie­fer­pro­ble­me beim ICE 4 kann die Bahn nun wirk­lich nichts. Für die Kun­den ist die Nach­richt von den feh­ler­haf­ten Schweiß­näh­ten trotz­dem är­ger­lich. Zwar be­tont die Bahn, die Pas­sa­gie­re wür­den von den Pro­ble­men nichts spü­ren. Doch ob es dem Schie­nen­kon­zern wirk­lich ge­lingt, die ein­ge­plan­ten Schnell­zü­ge zu er­set­zen?

Ei­nes ist klar: Die Si­cher­heit muss obers­te Prio­ri­tät ha­ben. Wel­che ka­ta­stro­pha­len Fol­gen Ma­te­ri­al­schwä­che bei Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen ha­ben kann, wis­sen wir spä­tes­tens seit dem ICEUn­glück von Esche­de. Bleibt zu hof­fen, dass Her­stel­ler und Bahn zü­gig ei­ne Lö­sung fin­den – und Bom­bar­dier den Schie­nen­kon­zern ent­schä­digt.

Ei­ne gu­te Nach­richt gab es ges­tern im­mer­hin für Fern­rei­sen­de: Die Bahn geht end­lich die Sa­nie­rung des ICE-Schie­nen­net­zes an. Das be­deu­tet zwar zu­nächst Unan­nehm­lich­kei­ten für die Pas­sa­gie­re – doch die sind ein­plan­bar, be­fris­tet und ma­chen sich hof­fent­lich be­zahlt.

m.glas­[email protected]

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