Al­t­hus­mann setzt auf „grü­nen Stahl“aus Nie­der­sach­sen Pi­lot­pro­jekt mit emis­si­ons­ar­men Pro­duk­ten in Salz­git­ter ge­plant

Meppener Tagespost - - Wirtschaft - Von Klaus Wie­sche­mey­er

HANNOVER Nie­der­sach­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter Bernd Al­t­hus­mann (CDU) hofft auf ei­ne mas­si­ve För­de­rung der EU für „grü­nen Stahl“. Für den Au­to­mo­bil­stand­ort Nie­der­sach­sen sei der fast oh­ne CO2-Emis­sio­nen pro­du­zier­te Stahl von gro­ßem In­ter­es­se, sag­te der Mi­nis­ter ges­tern. Volks­wa­gen-Chef Her­bert Diess will die Öko­bi­lanz in der Au­to­pro­duk­ti­on des Kon­zerns in den nächs­ten Jahr­zehn­ten nach­hal­tig ver­bes­sern – ei­ne kli­ma­scho­nen­de Stahl­her­stel­lung wür­de den VW-Obe­ren da sehr ent­ge­gen­kom­men. In der ver­gan­ge­nen Wo­che hat­te Al­t­hus­mann Ge­sprä­che zu ei­ner mög­li­chen För­de­rung bei der EU-Kom­mis­si­on in Brüssel. Da­bei ging es um die Salz­git­ter AG. Bei den Tref­fen ha­be es ein „spür­ba­res In­ter­es­se“der EU an dem Pro­jekt „Sal­cos“ge­ge­ben.

Salz­git­ter möch­te mit Sal­cos die Stahl­her­stel­lung von Koks zu­erst auf Erd­gas und spä­ter auf Was­ser­stoff um­stel­len. Da­mit soll auf Dau­er ein Groß­teil der ak­tu­ell jähr­lich an­fal­len­den et­wa acht Mil­lio­nen Ton­nen CO2 ein­ge­spart wer­den. Al­ler­dings hält Salz­git­ter das Dekar­bo­ni­sie­rungs­pro­jekt der­zeit für tech­nisch noch nicht aus­ge­reift und öf­fent­li­che För­de­run­gen im drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich für nö­tig. Erst kürz­lich for­der­te Bun­des­for­schungs­mi­nis­te­rin An­ja Kar­lic­zek (CDU) die Bran­che auf, „grü­ner“zu wer­den.

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