Ver­kehrs­po­li­tik ist ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung

Meppener Tagespost - - Wirtschaft -

Las­sen Sie sich im Be­ruf von Kol­le­gen nicht die But­ter vom Brot neh­men und von Fra­gen nicht gleich aus der Ru­he brin­gen. Die Din­ge ge­hen Ih­nen wirk­lich leicht von der Hand – schla­gen Sie hier­aus Ka­pi­tal. Pas­sen Sie auf, dass man Ih­nen nicht die Wor­te im Mund her­um­dreht. Wäh­len Sie Ih­re Wor­te mit Be­dacht! Es lohnt sich, den in­ne­ren Schwei­ne­hund zu über­win­den: Raffen Sie sich auf und stei­gen Sie aufs Rad. Las­sen Sie in fi­nan­zi­el­len An­ge­le­gen­hei­ten Vor­sicht wal­ten, sonst sieht es auf dem Kon­to bald an­ders aus. Im Job punk­ten Sie durch pro­fes­sio­nel­les Auf­tre­ten und ver­mit­teln Kun­den ei­nen se­riö­sen und kon­zen­trier­ten Ein­druck. Pas­sen Sie auf, dass Sie an­de­ren nicht per­ma­nent über den Mund fah­ren. Manch­mal ist es bes­ser, selbst den Mund zu hal­ten. Mit di­plo­ma­ti­schem Ge­schick und dem Ge­spür für den rich­ti­gen Mo­ment lan­den Sie ei­nen tol­len Coup. Zum Ar­ti­kel „Scheu­er will Rad­fah­ren si­che­rer ma­chen“(Aus­ga­be vom 8. Ju­ni).

„Was will Herr Bun­des­mi­nis­ter Scheu­er mit die­sen Vor­schlä­gen wirk­lich? War­um führt er sich mit die­sen Vor­schlä­gen als Lob­by­ist und Po­pu­list der Rad­fah­rer auf ?

Im § 1 (2) der StVO ist ein­deu­tig dar­ge­legt, dass sich je­der am Ver­kehr Teil­neh­men­de so zu ver­hal­ten hat, ,dass kein an­de­rer ge­schä­digt, ge­fähr­det oder mehr als nach den Um­stän­den un­ver­meid­bar be­hin­dert oder be­läs­tigt wird‘.

Zu­ge­ge­ben, wer hält sich im­mer dar­an? Und Le­ga­li­sie­ren von Un­sit­ten der Ver­kehrs­teil­neh­mer hat noch kei­ne Ver­bes­se­rung im Stra­ßen­ver­kehr ge­treu dem Mot­to ,Al­les wird schlech­ter, nur eins wird bes­ser, die Moral wird schlech­ter‘ ge­bracht.

Es gibt an­de­re Mög­lich­kei­ten, das Rad­fah­ren si­che­rer zu ma­chen. Zum Bei­spiel die Ver­ein­fa­chung der Straf­ver­fol­gung von Rad­fah­rern durch ent­spre­chen­de Kenn­zeich­nung der Fahr­rä­der – auch mit di­gi­ta­len Mit­teln. Gibt es für den Bun­des­mi­nis­ter Scheu­er nicht bes­se­re, grö­ße­re Auf­ga­ben – auch hin­sicht­lich des Kli­ma­schut­zes? Oder über­lässt er die­se Auf­ga­ben lie­ber an­de­ren?

Wie wä­re es mit ei­ner kli­ma­neu­tra­len, um­welt­scho­nen­den Agen­da 2025 oder 2030 für den Ver­kehr? Die CO2-Re­du­zie­rung zum Bei­spiel des jet­zi­gen Ver­kehrs wä­re doch ei­ne wirk­li­che­re Auf­ga­be für den Bun­des­mi­nis­ter Scheu­er.

Kann man sie nicht wie in an­de­ren EU-Län­dern durch Be­gren­zung der Höchst­ge­schwin­dig­keit auf den Au­to­bah­nen för­dern (we­ni­ger Ver­brauch gleich we­ni­ger Ab­ga­se)? Oder kann man durch ein leis­tungs­stär­ke­res Schie­nen­netz nicht den Gü­ter­ver­kehr von der Stra­ße auf die Andreas Scheu­er. Schie­ne brin­gen? Da­durch wür­den die Park­plät­ze an den Au­to­bah­nen ge­ra­de am Wo­che­n­en­de nicht zu Ab­stell­plät­zen von Last­kraft­wa­gen.

Die Nicht­be­frei­ung rein in­ner­deut­scher Flug­ver­bin­dun­gen von der Ke­ro­sin­steu­er wür­de zu mehr Ge­rech­tig­keit im Wett­be­werb der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Ver­kehrs­mit­tel füh­ren. Die so ein­ge­nom­me­nen Steu­er­mit­tel könn­ten für Zu­kunfts­auf­ga­ben in der Ver­kehrs­po­li­tik wie Aus­bau des Schie­nen­net­zes oder Al­ter­na­ti­ven zur EMo­bi­li­tät ver­wen­det wer­den.

Die E-Mo­bi­li­tät in ih­rer bis­he­ri­gen Form ist, ge­mes­sen an den ver­ur­sach­ten Um­welt­schä­den und der Kli­ma­bi­lanz, al­les an­de­re als um­welt­und kli­ma­freund­lich.“

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