In­klu­si­on soll hö­he­re Rol­le spie­len Stamm­tisch des Wirt­schafts­ver­ban­des in­for­miert sich beim Vi­tus-Werk

Meppener Tagespost - - Meppen -

MEP­PEN Über Mög­lich­kei­ten ei­ner en­ge­ren Zu­sam­men­ar­beit in­for­mier­te sich der Stamm­tisch Mep­pen-Haren des Wirt­schafts­ver­ban­des Emsland bei ei­nem Be­such des Vi­tus-Wer­kes. Nach ei­ner Be­sich­ti­gung ver­schie­de­ner Werk­stät­ten in­for­mier­te Vi­tus-Werk-Ge­schäfts­füh­rer Micha­el Kor­den über das Haus und die un­ter­schied­lichs­ten For­men der In­klu­si­on.

„In­klu­si­on ist nicht nur, wenn al­le zu­sam­men sind, son­dern wenn je­der das be­kommt, war er braucht“, be­schreibt Kor­den das Vi­tusVer­ständ­nis von In­klu­si­on. Den über 700 Mit­ar­bei­ten­den und den über 1400 be­treu­ten Men­schen soll ei­ne Teil­ha­be am ge­sell­schaft­li­chen Le­ben und am Ar­beits­le­ben er­mög­licht wer­den. „ Je­der Mensch hat be­son­de­re Fä­hig­kei­ten, und die­se ste­hen im Mit­tel­punkt der Ar­beit des Vi­tus-Wer­kes“, so Kor­den.

Da­mit ei­ne Teil­ha­be am Ar­beits­le­ben funk­tio­nie­re, be­darf es ei­ner Un­ter­stüt

zung der re­gio­na­len Wirt­schaft. So wür­den im Auf­trag von Fir­men Kon­fek­tio­nie­rungs­ar­bei­ten im Vi­tus-Werk oder bei den Un­ter­neh­men selbst ver­rich­tet. „Lei­der wer­den die­se Auf­trä­ge durch den im­mer hö­her wer­den­den Au­to­ma­ti­sie­rungs­grad in den Un­ter­neh­men sel­te­ner“, sagt Kor­den.

Ei­ne Al­ter­na­ti­ve zur Auf­trags­ab­wick­lung stellte Da­ni­el Rol­fes, Be­triebs­lei­ter der Vi­tus GDA Gm­bH, vor. Der In­klu­si­ons­be­trieb aus Haren, bei dem rund 40 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten ei­ne Be­ein­träch­ti­gung ha­ben, bie­tet Di­enst­leis­tun­gen im Gar­ten­und Land­schafts­bau, bei der Haus- und Elek­tro­tech­nik, im Raum- und Farb­de­sign so­wie im tech­ni­schen Ge­bäu­de­ser­vice an. Der zer­ti­fi­zier­te Fach­be­trieb steht al­len Pri­vat­und Ge­schäfts­kun­den zur Ver­fü­gung. In Gees­te hat das Vi­tus-Werk mit dem Un­ter­neh­men Gar­ten & Ide­en ein Gar­ten- und Land­schafts­bau­be­trieb über­nom­men, bei dem eben­falls Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gung ar­bei­ten. Kon­takt auf­neh­men

„Das Bes­te ist, wenn der Kun­de gar nicht merkt, dass Men­schen mit Be­hin­de­run­gen an den Ge­wer­ken mit­ge­wirkt ha­ben“, sagt Rol­fes. So wis­se man, dass die In­klu­si­on funk­tio­niert hat. Kor­den lud die Un­ter­neh­mer ein, bei Be­darf Kon­takt mit dem Vi­tusWerk auf­zu­neh­men und so­mit auch ein Stück weit un­ter­neh­me­ri­sche Ge­sell­schafts­ver­ant­wor­tung wahr­zu­neh­men. Stamm­tisch­spre­cher Will­helm Kui­pers ver­sprach, das The­ma In­klu­si­on stär­ker in die Agen­da des Wirt­schafts­ver­ban­des auf­zu­neh­men.

Zu­dem wünscht sich das Vor­stands­mit­glied des Wirt­schafts­ver­ban­des, dass Un­ter­neh­men und Po­li­tik eng zu­sam­men­ar­bei­ten. „Nur so kön­nen wir im Sin­ne der Men­schen hier un­se­re Re­gi­on vor­an­brin­gen“, ist Kui­pers über­zeugt.

Fo­to: Wirt­schafts­ver­band

Der Stamm­tisch des Wirt­schafts­ver­ban­des lern­te die ver­schie­de­nen Ar­beits­be­rei­che des Vi­tus-Wer­kes ken­nen.

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