Auf­re­gung steigt auf der Alm

Pre­mie­re von „Hei­di“auf der Wald­büh­ne Ahm­sen am Sonn­tag / Al­tes Stück in neu­em Ge­wand

Meppener Tagespost - - Haselünne / Samtgemein­de Herzlake - Von Reinhard Fans­lau

LÄHDEN Ehe am Sonn­tag, 16. Ju­ni, um 15.30 Uhr das „Hei­di“-Mu­si­cal auf der Wald­büh­ne Ahm­sen Pre­mie­re fei­ert, probt Ju­dith Rö­ser täg­lich mit ih­ren Schau­spie­lern. Die Auf­re­gung steigt bei der Re­gis­seu­rin und ih­rem En­sem­ble, je nä­her der Ter­min rückt, wie ein Be­such bei den Pro­ben zeigt.

Ei­nen Grund, po­si­tiv an­ge­spannt zu sein, ha­ben al­le. Die 71 Mit­wir­ken­den, weil sie in ei­nem der be­rühm­tes­ten Stü­cke der Kin­der­buch­ge­schich­te mit­spie­len. Die Spiel­lei­te­rin, weil sie nach der Ära Wal­ter Edel­mann das ers­te Mal ein Stück in Ahm­sen in­sze­niert.

„Die Pro­ben sind bis­her sehr gut ge­lau­fen. Die Kin­der und die Er­wach­se­nen sind für al­les of­fen und mit gro­ßer Freu­de und viel Spaß an ih­re Auf­ga­ben her­an­ge­gan­gen. Und das, ob­wohl vie­les für sie neu ist, da ich ei­ni­ges an­ders ma­che als mein Vor­gän­ger“, sagt Rö­ser.

Neue Ele­men­te

So hat die in Os­na­brück le­ben­de Re­gis­seu­rin, Schau­spie­le­rin und Thea­ter­päd­ago­gin zum Bei­spiel ver­sucht, ei­ni­ge neue Ele­men­te in den über 100 Jah­re al­ten Grund­stoff ein­zu­bau­en. „Mei­ne Hei­di-Ge­schich­te ist ei­ne et­was mo­der­ne­re Ver­si­on. Ich ha­be ver­sucht, ei­ni­ge mo­der­ne Ak­zen­te zu set­zen, was Spra­che und Ko­s­tü­me be­trifft. Das er­zeugt ei­nen ge­wis­sen Bruch, der für die Zu­schau­er sehr span­nend sein kann“, ist die Re­gis­seu­rin über­zeugt.

Ih­re Ver­si­on will sie auch nicht mit zu viel Alm-Idyll über­frach­ten. Der Schwer­punkt ist dem­ent­spre­chend ge­wich­tet: „We­nig Dörf­li, mehr Groß­stadt. We­nig Alm,

mehr Frankfurt.“Nicht im Stück kommt das be­rühm­te „Hei­di“-Lied vor, das in der Ver­si­on von Git­ti & Eri­ca seit 1977 ein Gas­sen­hau­er ist. „Das Lied hat über­haupt nichts mit dem Stück zu tun, es kommt dar­in nicht vor. Es wür­de sti­lis­tisch auch gar nicht pas­sen“, gibt die Spiel­lei­te­rin zu be­den­ken.

Die rich­ti­ge Hei­di

Ju­dith Rö­ser ist über­zeugt, dass sie mit Han­na Heid­kamp genau die rich­ti­ge Be­set­zung für die Haupt­rol­le ge­fun­den hat. Die 13-Jäh­ri­ge hat­te sich zwar für die Rol­le der „Kla­ra“be­wor­ben. Doch spä­tes­tens nach dem zwei­ten Cas­ting sieht die Re­gis­seu­rin die idea­le „Hei­di“in ihr. „Sie

hat so toll in die­se Fi­gur hin­ein­ge­fun­den, und da­bei ist es ih­re ers­te grö­ße­re Rol­le“, lobt die Re­gis­seu­rin ih­re wich­tigs­te Darstel­le­rin. Die

im Roll­stuhl sit­zen­de „Kla­ra“wird nun von Eli­sa Sie­mer ver­kör­pert. In den wei­te­ren Haupt­rol­len kom­men Lea Nee (Pe­ter), Chris­toph De­ters

(Alm-Öhi), Han­nah-So­phia Taub­ken (Fräu­lein Rot­ten­mei­er), An­na-Le­na Lod­de­ke (Tan­te De­te) und Lea Zie­bell und Jo­han­nes Wig­bers (Frau und Herr Se­se­mann) zum Zu­ge.

Das Buch „Hei­di“, auf dem das Ahm­se­ner Mu­si­cal be­ruht, schrieb die Au­to­rin Jo­han­na Spy­ri 1881. Ob­wohl es schon über 135 Jah­re alt ist, ken­nen al­le Kin­der von heu­te die Ge­schich­te: „Es geht um die Fra­ge ,Wo ist mei­ne Hei­mat?‘ Das The­ma ist im­mer wie­der ak­tu­ell, ge­ra­de in die­sen Ta­gen“, sagt Ju­dith Rö­ser ab­schlie­ßend.

von der Wald­büh­ne Ahm­sen auf noz.de/herz­la­ke

Auf der Alm: Hei­di (Han­na Heid­kamp, 3. von links), um­ringt von Kla­ra (Eli­sa Sie­mer, im Roll­stuhl), Pe­ter (Lea Nee) und den drei Kat­zen Ja­kob und Jo­nas Seeger und Lui­sa Abeln. Fo­tos: Reinhard Fans­lau

Han­na Heid­kamp spielt ab dem 16. Ju­ni die Hei­di auf der Ahm­se­ner Wald­büh­ne.

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