Kei­ne rol­len­de Spiel­kis­te in Gees­te

Streit um SPD-An­trag

Meppener Tagespost - - Geeste / Twist - Von Man­fred Fi­ckers

GEES­TE Die SPD Gees­te will, dass die Ge­mein­de ei­ne rol­len­de Spiel­kis­te an­schafft, da­mit Kin­der bei Ver­an­stal­tun­gen Be­we­gungs­an­ge­bo­te be­kom­men. Der An­trag sorgt jetzt für Streit im Ju­gend­aus­schuss.

Im Sport-, Ju­gend-, Se­nio­ren­und So­zi­al­aus­schuss nann­te Lothar Achen­bach (SPD) Grün­de, die für die An­schaf­fung ei­nes sol­chen Fahr­zeugs mit Spiel­ge­rät und des­sen kos­ten­lo­sen Ver­leih spre­chen. Dies sind die För­de­rung des Eh­ren­am­tes durch ei­ne Un­ter­stüt­zung der Ver­ei­ne und Ju­gend­or­ga­ni­sa­tio­nen bei Ver­an­stal­tun­gen. Zu den An­schaf­fungs­kos­ten, die von der Ge­mein­de auf cir­ca 30 000 Eu­ro be­zif­fert wer­den, meint er, dass sich die Ge­mein­de dies leis­ten kann.

Kein Be­darf ?

Die Ver­wal­tung weist dar­auf hin, dass die KjG Dalum für den För­der­ver­ein des KjG Diö­ze­san­ver­ban­des ei­nen Spie­le­an­hän­ger ver­wal­tet. In ihm be­fin­den sich cir­ca 40 Spie­le für den In­nen- und Au­ßen­be­reich und ei­ne Hüpf­burg. Der An­hän­ger wer­de pro Jahr zehn- bis 15-mal ver­lie­hen. Der Ver­leih sei an kei­ne Be­din­gun­gen ge­knüpft, es wer­de ei­ne Ge­bühr von 100 Eu­ro pro ers­tem Tag er­ho­ben, je­der wei­te­re Tag kos­te 50 Eu­ro. Das TPZ Lin­gen bie­tet eben­falls ei­ne rol­len­de Spiel­kis­te mit ähn­li­cher Be­la­dung an. Zu­sätz­lich gibt es ein Zir­kus­mo­bil nebst Zir­kus­zelt. Die Kos­ten be­rech­nen sich nach der Miet­dau­er und ob ei­ne päd­ago­gi­scher Be­glei­tung ge­wünscht ist. Der SV Uni­on Mep­pen

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un­ter­hält ein Spiel­mo­bil, das für 50 Eu­ro pro Tag aus­ge­lie­hen wer­den kann. Der Kol­ping­be­zirks­ver­band Hümm­ling hält eben­falls ein Spiel­mo­bil mit ver­schie­de­nen Spie­len vor. Die Kos­ten be­tra­gen pro Tag 60 Eu­ro. Für ein Wo­che­n­en­de wer­den 80 Eu­ro fäl­lig. Die Aus­leih­ge­büh­ren sol­len den Un­ter­halt des Fahr­zeugs und der we­gen Ab­nut­zung not­wen­di­gen Er­neue­rung des Spiel­ma­te­ri­als er­ho­ben. We­gen des vor­han­de­nen An­ge­bots sieht Ver­wal­tung der­zeit kei­nen Be­darf.

Man­fred Ket­ter (SPD) und Achen­bach be­zeich­ne­ten dies als kein ver­läss­li­ches An­ge­bot. An Wo­che­n­en­den mit vie­len Ver­an­stal­tun­gen kön­nen man nicht auf An­bie­ter zu­rück­grei­fen, die der Ge­mein­de nicht ver­bun­den sind.

An­ders sieht dies Kath­rin Lam­mers (CDU). Sie wies dar­auf hin, dass die Ge­mein­de bei Ver­an­stal­tun­gen im­mer wie­der von den ge­nann­ten An­ge­bo­ten Ge­brauch ge­macht hat. Aus ih­rer Sicht sind die Mög­lich­kei­ten für ei­ne Aus­lei­he aus­rei­chend, zu­mal es auch ge­werb­li­che An­bie­ter von sol­chen rol­len­den Spiel­kis­ten gibt. Gün­ter Abel zeig­te sich skep­tisch, weil die Aus­lei­he der Ver­wal­tung Mehr­ar­beit bringt, zu­dem bei ei­ner kos­ten­lo­sen Aus­lei­he ein pfleg­li­cher Um­gang mit den Ma­te­ria­li­en nicht so leicht ein­zu­for­dern ist. Am En­de wur­de bei zwei Ja und fünf NeinS­tim­men dem Ge­mein­de­rat ei­ne Ab­leh­nung des An­trags emp­foh­len.

Der Spie­le­an­hän­ger des KJG-Diö­ze­san­ver­bands Os­na­brück vor dem Rat­haus der Ge­mein­de Gees­te. Fo­to: Man­fred Fi­ckers

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