Bau­ge­nos­sen­schaft in­ves­tiert 3,5 Mil­lio­nen Eu­ro im Emsland Groß­teil für Pa­pen­bur­ger Stadt­vil­len

Meppener Tagespost - - Nachbarsch­aft - Von Micha Lem­me

ASCHEN­DORF Die Bau­ge­nos­sen­schaft Aschen­dor­fHümm­ling hat für das Ge­schäfts­jahr 2018 ei­nen Ge­winn in sechs­stel­li­ger Hö­he prä­sen­tiert und plant für 2019 mit In­ves­ti­tio­nen von rund 3,5 Mil­lio­nen Eu­ro. Auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung im Aschen­dor­fer Gast­hof Te­pe konn­te zu­dem ein 25jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um ge­fei­ert wer­den.

Mit In­ves­ti­tio­nen in Hö­he von fast 3 Mil­lio­nen Eu­ro und ei­nem Bi­lanz­ge­winn von 111 000 Eu­ro hat die Bau­ge­nos­sen­schaft ein laut Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­dem Karl­Heinz We­ber „er­folg­rei­ches Jahr“2018 hin­ter sich.

Ins­ge­samt steht ein Jah­res­über­schuss von 726 500 Eu­ro zu Bu­che, der zu ei­nem Groß­teil in Er­geb­nis­rück­la­gen ein­ge­stellt wird. Auch rund 50 Pro­zent des Bi­lanz­ge­winns flie­ßen in Rück­la­gen, 54 000 Eu­ro wer­den als Di­vi­den­de (5 Pro­zent) aus­ge­schüt­tet. Die Bau­ge­nos­sen­schaft ver­wal­tet nach ei­ge­nen An­ga­ben ak­tu­ell fast 700 Woh­nun­gen in rund 240 Häu­sern im ge­sam­ten nörd­li­chen Emsland, Mep­pen, Herz­la­ke und Scha­pen.

99,6 Pro­zent des Woh­nungs­be­stan­des sei­en im Jah­res­durch­schnitt 2018 ver­mie­tet ge­we­sen, stellte Mo­ni­ka Sout­schek, haupt­amt­li­cher Vor­stand der Bau­ge­nos­sen­schaft, dar. „Ins­ge­samt be­trach­tet ist das Ver­mie­tungs­ge­schäft sehr po­si­tiv

ver­lau­fen“, be­ton­te sie.

„Un­se­re Ge­nos­sen­schaft ist für die Zu­kunft gut ge­rüs­tet.“

Groß­pro­jekt

Das In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men für 2019 liegt bei 3,5 Mil­lio­nen Eu­ro. Neue Pro­jek­te sind je­doch nicht ge­plant – denn der größ­te Teil der Auf­wen­dun­gen ist für das seit 2018 lau­fen­de Groß­pro­jekt an der Pa­pen­bur­ger Gar­ten­stra­ße vor­ge­se­hen (2,8 Mil­lio­nen). Hier ent­ste­hen zwei Stadt­vil­len mit je­weils elf Woh­nun­gen, die bis No­vem­ber 2019 fer­tig­ge­stellt sein sol­len (wir be­rich­te­ten). „12 der 22 Woh­nun­gen sind be­reits fest re­ser­viert“, sag­te Sout­schek.

Die nächs­ten grö­ße­ren Bau­pro­jek­te für 2020 und dar­über hin­aus sind eben­falls in der Fehn­stadt ge­plant: In der Gar­ten­stra­ße ste­he das nächs­te Bau­vor­ha­ben mit ei­nem Vo­lu­men von

et­wa 1,1 Mil­lio­nen Eu­ro be­reits in den Start­lö­chern, sag­te Sout­schek. Und auch in der Her­mann-Lan­ge-Stra­ße plant die Bau­ge­nos­sen­schaft, al­te Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser durch Neu­bau­ten zu er­set­zen.

Für be­zahl­ba­res Woh­nen

Im Rück­blick auf das Jahr 2018 be­rich­te­te Sout­schek, dass der Er­satz­neu­bau ei­nes Acht­fa­mi­li­en­haus an der Werl­ter Goe­the­s­tra­ße im Au­gust ab­ge­schlos­sen wor­den sei, und merk­te an: „Hier­bei wur­den die Bau­kos­ten er­freu­li­cher­wei­se um 65000 Eu­ro un­ter­schrit­ten.“

Fer­tig­ge­stellt wur­den zum Jah­res­en­de zwei Dop­pel­häu­ser im Sö­ge­ler Wohn­ge­biet Im Ei­ckel so­wie ein Dop­pel­haus an der Aschen­dor­fer Wind­t­horst­stra­ße. Mit ge­rin­gen Miet­kos­ten leis­te die Bau­ge­nos­sen­schaft hier ei­nen Bei­trag zum be­zahl­ba­ren

Woh­nen, be­ton­te Sout­schek.

Nach vie­len Da­ten und Fak­ten bil­de­te ein et­was emo­tio­na­le­rer Mo­ment den Ab­schluss der Ver­samm­lung: Auf­sichts­rats­chef We­ber wur­de für sei­ne 25-jäh­ri­ge Tä­tig­keit im Gre­mi­um ge­ehrt, seit 2007 hat er den Vor­sitz in­ne. „In den 25 Jah­ren hast du dei­ne Er­fah­run­gen und gu­ten Ver­bin­dun­gen in un­se­re Bau­ge­nos­sen­schaft ein­ge­bracht. Auch durch dein Mit­wir­ken wur­den in die­ser Zeit 210 Woh­nun­gen ge­schaf­fen“, hob We­bers Stell­ver­tre­ter Bern­hard Rött­gers her­vor.

We­ber wirk­te sicht­lich be­rührt: „Mir feh­len sel­ten die Wor­te, aber jetzt bin ich völ­lig über­rascht da­von.“Er dank­te sei­nen Kol­le­gen für die Ar­beit, die im­mer viel Spaß ge­macht ha­be. „Und ich freue mich, die­se Ar­beit über mei­nen Ru­he­stand hin­aus wei­ter ma­chen zu kön­nen.“

Fo­to: Micha Lem­me

Zur 25-jäh­ri­gen Auf­sichts­rat­s­tä­tig­keit von Karl-Heinz We­ber (Drit­ter von links) gra­tu­lier­ten (von links) Wer­ner Ger­des, Mo­ni­ka Sout­schek, Bern­hard Rött­gers, Heiner Schäper­mei­er, An­to­ni­us Rob­ben, Lui­se Re­deni­us-He­ber und Hans Han­sen.

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