Bach­fest geht neue We­ge

Meppener Tagespost - - Kultur -

Der In­ten­dant des Leip­zi­ger Bach­fes­tes, Micha­el Maul, zeigt sich auch beim zwei­ten Fes­ti­val un­ter sei­ner Lei­tung ex­pe­ri­men­tier­freu­dig. Nach dem Groß­pro­jekt „Leip­zi­ger Kan­tan­ten-Ring“im ver­gan­ge­nen Jahr geht er beim dies­jäh­ri­gen Bach­fest ei­ni­ge We­ge ab­seits der klas­si­schen Bach-Or­te wie Tho­mas­kir­che und Ni­ko­lai­kir­che.

Zum Bei­spiel ge­hört ein ba­ro­ckes Din­ner zum Pro­gramm, bei dem die Gäs­te schlem­men und Mu­sik zugleich hö­ren kön­nen. „Un­ter­hal­tungs­mu­sik des Ba­rock in­klu­si­ve Bach – das ist et­was für je­man­den, der nicht der Hard­core-Bach­fan ist“, sag­te Maul. Bach sei na­tür­lich als Tho­mas­kan­tor be­kannt – aber er ha­be ab 1730 auch zwei­mal pro Wo­che in ei­nem Leip­zi­ger Kaf­fee­haus mu­si­ziert. „Es gibt ei­ni­ge Ohr­wür­mer von Bach, die ge­hö­ren ei­gent­lich nicht in die Kir­che“, sag­te Maul. „Da müs­sen wir wie­der hin – oh­ne das an­de­re ab­zu­schaf­fen.“

160 Ver­an­stal­tun­gen ste­hen in die­sem Jahr auf dem Pro­gramm. Viel­falt zeich­ne das Bach­fest aus, sag­te der In­ten­dant. Das er­ge­be sich schon aus dem Mot­to „HofCom­po­si­teur Bach“. Be­vor Jo­hann Sebastian Bach (1685–1750) Tho­mas­kan­tor in Leip­zig wur­de, war er fast 20 Jah­ren an Hö­fen an­ge­stellt.

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