Güns­ti­ge Ti­ckets, mehr Zü­ge

Was sich für Bahn­kun­den mit dem Fahr­plan­wech­sel än­dert

Meppener Tagespost - - WIRTSCHAFT -

Zum Fahr­plan­wech­sel an die­sem Sonn­tag fällt für Bahn­kun­den im Fern­ver­kehr die üb­li­che Fahr­preis­er­hö­hung in die­sem Jahr aus. Schon zum Neu­jahrs­tag könn­ten Fahr­kar­ten so­gar zehn Pro­zent bil­li­ger wer­den – so­fern Bun­des­tag und Bun­des­rat vor Weih­nach­ten die Mehr­wert­steu­er sen­ken. „Wir hal­ten Wort“, si­cher­te zu­min­dest ein Bahn­spre­cher zu. Im Nah­ver­kehr je­doch stei­gen die Fahr­prei­se an die­sem Sonn­tag durch­schnitt­lich um 1,7 Pro­zent, Ver­bund­ta­ri­fe er­hö­hen sich teils noch stär­ker.

In­ter­ci­ty­stre­cke Ros­tock–Dres­den: Die Bahn fährt die neue Fern­ver­kehrs­stre­cke über Ber­lin stu­fen­wei­se hoch, erst mit 10 Fahr­ten täg­lich, ab März mit 16. Dann fah­ren auch Dop­pel­stock-Zü­ge als In­ter­ci­ty, die die Bahn von der ös­ter­rei­chi­schen West­bahn ge­kauft und um­la­ckiert hat. So will sie schnel­ler mehr Städ­te an den Fern­ver­kehr an­schlie­ßen.

Mehr ICE-Zü­ge: Mehr Zü­ge sor­gen für ei­nen St­un­den­takt auf den ICE-Stre­cken Ber­lin–Er­furt–Mün­chen und Ber­lin–Braun­schweig– Frank­furt/Main. Auch auf den Ver­bin­dun­gen von Ham­burg ins Ruhr­ge­biet und an den Rhein so­wie nach Mün­chen wer­de das An­ge­bot er­höht, teil­te die Bahn mit.

Der ein­zi­ge Bahn­Kon­kur­rent im Fern­ver­kehr will von Sonn­tag an auch Fahr­gäs­te in Aachen, Leip­zig, Hal­le (Saa­le), Er­furt, Go­tha, Ei­se­nach und Lu­ther­stadt Wit­ten­berg ein­sam­meln. Zwi­schen Ham­burg und Köln will das Un­ter­neh­men Fahr­gäs­te mit ei­ner Ex­press­ver­bin­dung in drei­ein­halb St­un­den be­för­dern. Im Früh­jahr sol­len die grü­nen Zü­ge dann auch auf der neu­en Stre­cke Ham­burg–Stutt­gart fah­ren.

Mann­heim-Stutt­gart: Die ICE-Stre­cke wird vom 10. April bis 31. Ok­to­ber ge­sperrt und ge­ne­ral­über­holt. Glei­se und Wei­chen müs­sen nach rund 30 Jah­ren aus­ge­tauscht wer­den. Das hat gra­vie­ren­de Fol­gen, denn über den Ab­schnitt fährt je­der sechs­te Kun­de im Fern­ver­kehr – üb­li­cher­wei­se in et­wa 40 Mi­nu­ten. Nun wer­den die Zü­ge um­ge­lei­tet. 35 bis 60 Mi­nu­ten zu­sätz­lich sind fahr­plan­mä­ßig zu er­war­ten. Au­ßer­dem fal­len

Fahr­ten aus, auch zwi­schen Karls­ru­he und Stutt­gart.

Vo­gel­flug­li­nie: Der In­ter­ci­ty der so­ge­nann­ten Vo­gel­flug­li­nie über Feh­marn und die Fäh­re ab Putt­gar­den wird für meh­re­re Jah­re um­ge­lei­tet, weil in Dä­ne­mark am Schie­nen­netz ge­baut wird; das hängt mit dem ge­plan­ten Ost­see­tun­nel zwi­schen Dä­ne­mark und Deutsch­land zu­sam­men. Der In­ter­ci­ty fährt über das dä­ni­sche Fest­land und soll et­wa ge­nau­so lan­ge brau­chen. Es fah­ren nur noch halb so vie­le Zü­ge – die­se da­für mit dop­pel­ter Ka­pa­zi­tät.

Nacht­zü­ge: Die Deut­sche Bahn lässt nachts ei­ni­ge ICE und In­ter­ci­ty fah­ren, aus dem Ge­schäft mit rol­len­den Schlaf­ge­le­gen­hei­ten ist sie 2016 aus­ge­stie­gen. Die Ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen las­sen seit­her Nacht­zü­ge auch durch Deutsch­land rol­len. Neu ist vom 19. Ja­nu­ar an die Ver­bin­dung Wi­en–Brüs­sel über Frank­furt.

Fo­to: dpa

Flix­train: Ham­burg, Mün­chen, Er­furt, Frank­furt: Mehr ICE-Zü­ge sor­gen für ei­nen St­un­den­takt auf wich­ti­gen Stre­cken.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.