Die sie­ben Mep­pe­ner Groß­pro­jek­te in 2020

8,5 Mil­lio­nen Eu­ro kos­tet al­lein der Neu­bau des neu­en Stadt­hau­ses

Meppener Tagespost - - MEPPEN - Von Her­mann-Jsef Mam­mes

Die Stadt Mep­pen will im kom­men­den Jahr 18,9 Mil­lio­nen Eu­ro für In­ves­ti­tio­nen aus­ge­ben. Dar­un­ter be­fin­den sich über 50 Pro­jek­te, die mehr als 50 000 Eu­ro kos­ten. Hier die sie­ben wich­tigs­ten Groß­vor­ha­ben.

Neu­bau Stadt­ge­bäu­de: Das po­li­tisch um­strit­tens­te und mit Ab­stand größ­te Vor­ha­ben ist der Neu­bau des Stadt­ge­bäu­des. Wie Bür­ger­meis­ter Hel­mut Knur­bein in der Stadt­rats­sit­zung sag­te, ist „das fast 60 Jah­re al­te Ge­bäu­de in sehr schlech­tem Zu­stand“. Da zu­dem der Raum­be­darf der Stadt­ver­wal­tung steigt, wird bis 2021 ein Neu­bau er­rich­tet. Die Ge­samt­in­ves­ti­ti­on be­zif­fer­te der par­tei­lo­se Bür­ger­meis­ter auf 8,5 Mil­lio­nen Eu­ro. Auf die an­fangs ge­plan­te zwei Mil­lio­nen Eu­ro teu­re Tief­ga­ra­ge wird ver­zich­tet. In den Kos­ten sind die Miet­kos­ten für die Un­ter­brin­gung der Mit­ar­bei­ter wäh­rend der Ab­riss- und Bau­pha­se in an­ge­mie­te­ten Rä­um­lich­kei­ten ent­hal­ten.

Über­da­chung Frei­licht­büh­ne: Für die lang er­sehn­te Über­da­chung der Frei­licht­büh­ne Mep­pen bleibt nur ein klei­nes Zeit­fens­ter. Die Bau­ar­bei­ten

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu den je­wei­li­gen Vor­ha­ben auf www. noz.de

wer­den pünkt­lich fer­tig sein“, ver­spricht Bür­ger­meis­ter Knur­bein. So fin­det am 31. Mai 2020 die Pre­mie­re des Mu­si­cals „Sh­rek“statt. Bis da­hin soll die fu­tu­ris­tisch an­mu­ten­de Über­da­chung ste­hen. Knur­bein be­zeich­net die Kon­struk­ti­on als „neu­es funk­tio­nel­les High­light“, das in der Re­gi­on ein­ma­lig sei. Die Bau­kos­ten sum­mie­ren sich auf 2,8 Mil­lio­nen Eu­ro und lie­gen da­mit so­gar 300000 Eu­ro un­ter dem Kos­ten­vor­an­schlag.

Neue Ki­ta und Grund­schu­le: Im Spät­som­mer konn­te die Stadt die neue Sport­an­la­ge von Uni­on Mep­pen an der Ver­sener Stra­ße ein­wei­hen. Jetzt soll ein wei­te­res Wald­stück im kom­men­den Jahr ge­fällt wer­den, da­mit auf ei­nem 10000 Qua­drat­me­ter gro­ßen be­nach­bar­ten Are­al ei­ne Ki­ta und ei­ne Grund­schu­le er­rich­tet wer­den kön­nen. Da­zu Bür­ger­meis­ter Knur­bein: „In den nächs­ten drei Jah­ren wol­len wir hier für 2,5 Mil­lio­nen ei­ne Ki­ta für fünf Grup­pen so­wie ei­ne zwei­zü­gi­ge Grund­schu­le für 6,5 Mil­lio­nen Eu­ro er­rich­ten.“Die Stadt will Ar­chi­tek­ten­bü­ros über ei­nen Rea­li­sie­rungs­wett­be­werb Plan­ent­wür­fe er­stel­len las­sen. Die Bau­ar­bei­ten sol­len En­de 2020 star­ten

Neue Brü­cke Rie­de­mann­stra­ße: 3,2 Mil­lio­nen Eu­ro flie­ßen im kom­men­den Jahr in das Stadt­um­bau­ge­biet „Rechts der Ems“. Zu­sätz­lich zu Er­schlie­ßungs­maß­nah­men und Grund­stücks­käu­fen zum Bei­spiel im Be­reich Schüt­zen­stra­ße plant die Stadt ei­ne 65 Me­ter lan­ge Fuß­gän­ger- und Rad­fah­rer­brü­cke. Das neue Brü­cken­bau­werk (Kos­ten: 1,3 Mil­lio­nen Eu­ro) über die Ha­se ver­bin­det die Rie­de­mann­stra­ße mit dem Hel­ter Damm. Ein Brü­cken­neu­bau ist mit­tel­fris­tig auch für die Hase­brink­stra­ße not­wen­dig. Hier­für setzt die Stadt in 2020 Pla­nungs­kos­ten von 700 000 Eu­ro ein.

His­to­ri­scher Stadt­wall: Bis 2022 in­ves­tiert die Stadt in die Sa­nie­rung und Er­neue­rung des his­to­ri­schen Stadt­walls stol­ze 4,4 Mil­lio­nen Eu­ro. Der Fo­kus im kom­men­den Jahr liegt im Be­reich Pünt­kers Patt, wo zeit­gleich ein Viers­ter­ne-Ho­tel er­rich­tet wird. Bür­ger­meis­ter Hel­mut Knur­bein spricht be­reits vom „neu­en Mep­pe­ner Pro­me­na­den­weg“.

Neu­er Cam­ping­platz: Der frü­he­re Cam­ping­platz an der Ems galt vie­le Jah­re als Schand­fleck. Dies wird sich ra­di­kal än­dern. Fast zwei Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tiert die Stadt in das neue Sa­ni­tär­ge­bäu­de so­wie die 130 Stell­plät­ze. Der Vier-Ster­ne-Cam­ping­platz der Fir­ma „Kn­aus Cam­ping­parks“soll im April 2020 zur neu­en Sai­son er­öff­nen.

Neu­es Stadt­mu­se­um: Das Stadt­mu­se­um er­hält ei­ne neu­es Do­mi­zil. In der al­ten Ren­tei war es sehr be­engt un­ter­ge­bracht, Zu­dem sind die Räu­me nicht bar­rie­re­frei. An der Kop­pel­schleu­se ent­steht in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Land­kreis für 2,9 Mil­lio­nen Eu­ro ein Spie­gel­bau, der di­rekt an das dor­ti­ge Archäo­lo­gie­mu­se­um an­dockt.

So soll das neue Mep­pe­ner Stadt­haus in der Kirch­stra­ße in zwei Jah­ren aus­se­hen. Gra­fik: Stadt Mep­pen

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.