Wie­der freie Fahrt durch We­su­we

Sa­nie­rung der Orts­durch­fahrt ab­ge­schlos­sen / Stadt und Kom­mu­ne ar­bei­te­ten zu­sam­men

Meppener Tagespost - - MEPPEN / HAREN - Von Gerd Meck­len­borg

„Ist es end­lich ge­schafft?“, brach­te es ei­ne Pas­san­tin auf den Punkt. Dann nut­ze sie die neu ge­pflas­ter­ten Geh- und Rad­we­ge, um ih­re voll ge­pack­te Ein­kaufs­ta­sche mit dem Fahr­rad nach Hau­se zu trans­por­tie­ren. Die Bau­stel­len­am­peln in We­su­we sind ver­schwun­den, denn die Orts­mit­te von We­su­we ist fer­tig sa­niert.

Das Land Nie­der­sach­sen und die Stadt Haren ha­ben an ei­nem Strang ge­zo­gen. Rund ei­ne Mil­li­on Eu­ro flos­sen so in die Neu­an­la­gen von Sei­ten­räu­men und Fahr­bahn­de­cke ent­lang der Orts­durch­fahrt.

Si­cher­heit für Schü­ler

Geh­we­ge und Park­buch­ten wur­den neu an­ge­legt, ei­ne neue Am­pel­an­la­ge in­stal­liert, und bar­rie­re­freie Über­gän­ge wur­den ge­schaf­fen. Die neue Am­pel­an­la­ge ge­währ­leis­tet ei­nen si­che­ren Weg über die Haupt­stra­ße. „Und das be­son­ders für un­se­re Schul­kin­der“, hieß es bei der Be­sich­ti­gung. Nach der Ein­wei­hung des neu ge­stal­te­ten We­su­weer Markt­plat­zes im März konn­te jetzt auch das zwei­te Le­a­der-Pro­jekt „Ent­wick­lung des In­nen­be­rei­ches

der Ort­schaft We­su­we“er­folg­reich ab­ge­schlos­sen wer­den.

Par­al­lel da­zu ist auch die Kom­mu­ne tä­tig ge­wor­den, und hat in Ei­gen­re­gie die Sei­ten­räu­me von der Stra­ße „Am Sport­platz“bis zum nörd­li­chen Orts­ein­gang in die Sa­nie­rung mit ein­be­zo­gen.

Beim Kaf­fee­trin­ken nach der Orts­be­ge­hung stell­te Ha­rens Stadt­bau­rat Hen­rik Brin­ker zu­frie­den fest: „Wir ha­ben da­mit ei­ne ein­heit­li­che Op­tik er­zielt, die den dörf­li­chen Cha­rak­ter von

We­su­we be­wusst un­ter­streicht.“Und in der Run­de war man sich zu­dem ei­nig, „dass es ein Glücks­fall war, dass auch das Land Nie­der­sach­sen be­ab­sich­tig­te, ei­ne Sa­nie­rung der Fahr­bahn­de­cke und die Er­neue­run­gen der Ent­wäs­se­rungs­rin­ne der

L 48 als Trä­ger der Stra­ßen­bau­last durch­zu­füh­ren“.

Da­zu be­merk­te Klaus Ha­ber­land, Ge­schäfts­füh­rer der Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­hör­de für Stra­ßen­bau und Ver­kehr in Mep­pen, schmun­zelnd: „Al­ler­dings hat­ten wir ei­nen an­de­ren Zeit­plan und hät­ten erst spä­ter be­gon­nen“, den We­su­weern und den Durch­fah­ren­den sei so­mit ei­ne wei­te­re Pha­se mit Bau­stel­len­am­pel er­spart ge­blie­ben. „Dass ei­ne zeit­lich und bau­tech­nisch ge­mein­sa­me Aus­füh­rung von Vor­teil ist, war uns klar“sag­te Ha­rens Bür­ger­meis­ter Mar­kus Hon­nig­fort, des­halb ha­be man früh­zei­tig ver­ein­bart, „dass die Stadt die Ar­bei­ten mit aus­schreibt und die Fe­der­füh­rung über das Ge­samt­pro­jekt über­nimmt“, so Hon­nig­fort. „Das Gan­ze nennt man dann wohl Lö­sung aus ei­nem Guss“, re­sü­mier­ten Hon­nig­fort und Ha­ber­land zu­frie­den.

Bei­de be­dank­ten sich bei der lo­ka­len Ar­beits­grup­pe „Moor oh­ne Gren­zen“, dem Amt für re­gio­na­le Lan­des­ent­wick­lung und dem Land­kreis Ems­land, „die die­se Ko­ope­ra­ti­on sehr un­ter­stützt ha­ben“. Ins­ge­samt wur­den in We­su­we in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten 1,3 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tiert. Da­rin ent­hal­ten sind rund 250000 Eu­ro För­der­mit­tel aus dem Le­a­der-Pro­gramm „Moor oh­ne Gren­zen“.

Fo­to: Gerd Meck­len­borg

Mit ei­nem sym­bo­li­schen Sche­ren­schnitt wur­de die Orts­durch­fahrt von We­su­we wie­der frei­ge­ge­ben. Wei­te­re Be­rich­te aus Haren fin­den Sie auf noz.de.

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