Ha­se­lün­ne zur Kli­ma­schutz-Leit­stadt 2020 ma­chen

SPD wünscht sich ein ge­mein­sa­mes Kon­zept / CDU: Nicht an qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal spa­ren

Meppener Tagespost - - HASELÜNNE / SAMTGEMEIN­DE HERZLAKE - Von Ca­ro­la Al­ge

Der ein­stim­mig vom Rat ver­ab­schie­de­te Etat 2020 wur­de ge­plant, oh­ne an der Steu­er­schrau­be zu dre­hen. „Wir blei­ben bei al­len drei Steu­er­ar­ten bei un­se­rem He­be­satz von 330 Punk­ten und er­rei­chen doch ein gleich­blei­bend ho­hes Ni­veau“, be­grüß­te CDUFrak­ti­ons­vor­sit­zen­der Bert­hold Mar­kus die An­sät­ze.

Be­dau­er­lich sei, dass der Über­schuss von 600000

Eu­ro in 2019 vor­aus­sicht­lich um 200 000 Eu­ro sin­ke. Die­se 400 000 Eu­ro sei­en ge­ra­de mal 1,73 Pro­zent des Ge­samt­vo­lu­mens. „Aber im­mer­hin“, so Mar­kus, der un­ter an­de­rem auf wei­ter stei­gen­de Per­so­nal­kos­ten von vor­aus­sicht­lich 7,5 Mil­lio­nen Eu­ro (plus 4,65 Pro­zent) ver­wies. An die­ser Stel­le dür­fe vor dem Hin­ter­grund im­mer schwe­rer zu be­kom­men­den qua­li­fi­zier­ten Per­so­nals nicht ge­spart wer­den.

Die In­ves­ti­tio­nen ins­be­son­de­re in Schul- und Ki­taMaß­nah­men, den Be­reich Sport und Feu­er­wehr be­grüß­te der CDU-Spre­cher aus­drück­lich. Stichwort In­ves­ti­tio­nen. Der Sal­do aus der Ver­wal­tungs­tä­tig­keit be­tra­ge zwar im­mer noch fast zwei Mil­lio­nen Eu­ro, aber er ge­he im Ver­gleich zum Vor­jahr um 200 000 Eu­ro zu­rück – und da­mit auch der Spiel­raum für In­ves­ti­tio­nen. Al­ler­dings sei­en hier fast 2,8 Mil­lio­nen Eu­ro mehr als in 2019 ver­an­schlagt. Der zum En­de des Jah­res 2020 er­war­te­te Schul­den­stand von et­wa zehn Mil­lio­nen Eu­ro kön­ne ei­nen schon zu­sam­men­zu­cken las­sen. Aber: Es wer­de er­heb­lich in die Zu­kunft in­ves­tiert.

Un­ter dem Aspekt der Nach­hal­tig­keit be­leuch­te­te SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Rolf Hops­ter das Zah­len­werk. Öko­no­misch ge­se­hen, kön­ne man trotz mög­li­cher Zwei-Mil­lio­nen-Neu­ver­schul­dung op­ti­mis­tisch in die Zu­kunft se­hen. „Wir sind im­mer noch in der Auf­wärts­be­we­gung“. Das auch durch die Schaf­fung von Ge­gen­wer­ten wie Ge­bäu­den, Stra­ßen und Bau­land.

Die so­zia­le Nach­hal­tig­keit sei eben­falls ge­ge­ben. „Wir ha­ben, an­ders als oft in der Öf­fent­lich­keit dis­ku­tiert, kein Un­gleich­ge­wicht zwi­schen Jung und Alt, in­ves­tie­ren als Stadt nicht mehr in Se­nio­ren als in die Ju­gend“. Im Ge­gen­teil. Ein­zi­ger Etat­an­satz für äl­te­re Men­schen sei die För­de­rung der Al­ten­nach­mit­ta­ge

mit et­was mehr als 2000 Eu­ro. „Die Se­nio­ren­ein­rich­tun­gen wer­den von In­ves­to­ren ge­baut, und dar­über sind wir froh.“

Luft nach oben sieht Hops­ter bei der öko­lo­gi­schen Nach­hal­tig­keit ge­ra­de mit Blick auf die Ent­schleu­ni­gung des Kli­ma­wan­dels. Er wünsch­te sich, dass Ha­se­lün­ne 2020 „Kli­ma­schutz-Leit­stadt“wird. „Wir soll­ten uns al­le zu­sam­men­set­zen und ein Kli­ma­schutz­kon­zept ent­wi­ckeln.“

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