Land er­hält we­ni­ger För­der­mit­tel

Meppener Tagespost - - NORDWEST -

Nie­der­sach­sen er­hält künf­tig deut­lich we­ni­ger Re­gio­nal­för­der­mit­tel von der Eu­ro­päi­schen Uni­on. Wäh­rend das Land von 2014 bis 2020 rund 2,1 Mil­li­ar­den Eu­ro von der EU be­kam, wer­de sich die Sum­me für die För­der­pe­ri­ode von 2021 bis 2027 um vor­aus­sicht­lich knapp 30 Pro­zent auf et­wa 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro re­du­zie­ren, teil­te Eu­ro­pa­mi­nis­te­rin Bir­git Ho­né ges­tern in Hannover mit.

Ei­ne Fol­ge der re­du­zier­ten Mit­tel: Statt sie mit der Gieß­kan­ne auf Pro­jek­te zu ver­tei­len, soll die För­de­rung künf­tig ziel­ge­rich­te­ter für Bil­dung und For­schung, Um­welt und Kli­ma­schutz und die Zu­kunfts­fä­hig­keit der ver­schie­de­nen Re­gio­nen ein­ge­setzt wer­den. Auf der Grund­la­ge die­ser neu­en stra­te­gi­schen Aus­rich­tung will das Land nun kon­kre­te För­der­pro­gram­me aus­ar­bei­ten.

EU schich­tet Aus­ga­ben um

Grün­de für den Rück­gang der För­der­mit­tel sind un­ter an­de­rem der Weg­fall der bri­ti­schen EU-Bei­trä­ge in­fol­ge des ge­plan­ten Br­ex­its, ein ge­plan­ter Fonds für Koh­le­re­gio­nen so­wie neue Auf­ga­ben wie die Grenz­si­che­rung und die Mi­gra­ti­ons­po­li­tik, wo­für die EU Geld be­reit­stellt. An­de­rer­seits gibt es noch kei­ne Ei­ni­gung auf ei­ne An­he­bung der EU-Mit­glieds­bei­trä­ge.

Bei der Mil­li­ar­den­sum­me aus Brüs­sel, über de­ren Ver­tei­lung das Land sel­ber ent­schei­den kann, han­delt es sich nur um ei­nen klei­ne­ren Teil der EU-För­de­rung, von der Nie­der­sach­sen ins­ge­samt pro­fi­tiert. Da­zu kom­men Zu­schüs­se, die die EU di­rekt zu­teilt, bei­spiels­wei­se die Di­rekt­zah­lun­gen an die Land­wirt­schaft oder auch die For­schungs­för­de­rung. We­gen der Viel­zahl an För­der­töp­fen gibt es kei­ne Ge­samt­be­rech­nung, wie viel EU-Geld zu­sam­men­ge­rech­net nach Nie­der­sach­sen fließt.

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