16 Ems­län­der kön­nen ih­re Häu­ser mit der „Grü­nen Haus­num­mer“schmü­cken

Spe­zi­el­le Aus­zeich­nung in Werlte für en­er­gie­ef­fi­zi­en­tes Bau­en und Sa­nie­ren

Meppener Tagespost - - KREIS EMSLAND - Von Jo­han­na Fl­int

Die Kli­ma­schut­zund Ener­gie­agen­tur Nie­der­sach­sen (KEAN) hat im Werl­ter Kli­ma­cen­ter 16 Haus­ei­gen­tü­mer aus dem Ems­land mit „Grü­nen Haus­num­mern“aus­ge­zeich­net.

Die „Grü­ne Haus­num­mer“ist nach An­ga­ben von KEANMit­ar­bei­te­rin Isa­bell Kie­pe ei­ne Initia­ti­ve, bei der Haus­ei­gen­tü­mer aus Nie­der­sach­sen für be­son­ders en­er­gie­ef­fi­zi­en­tes Bau­en und Sa­nie­ren aus­ge­zeich­net wer­den.

Die Häu­ser müs­sen da­für min­des­tens den Ef­fi­zi­enz­haus­stan­dard der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) von 55 auf­wei­sen. Häu­ser, die die­sem Stan­dard ent­spre­chen, ha­ben ei­nen ge­rin­gen Ener­gie­be­darf, bei­spiels­wei­se durch spe­zi­el­le Däm­mung, Lüf­tungs­an­la­gen und Hei­zun­gen. Das Ems­land ist laut Kie­pe mit 120 Aus­zeich­nun­gen seit 2015 die Re­gi­on mit den zweit­meis­ten „Grü­nen Haus­num­mern“in Nie­der­sach­sen. Auf dem ers­ten Platz lie­ge Hannover mit 135 Haus­num­mern.

Dirk Kop­mey­er, De­zer­nent für Bau­en und Um­welt beim

Land­kreis Ems­land, be­dank­te sich bei den Preis­trä­gern für die Teil­nah­me an der Ak­ti­on und gab ei­nen Ap­pell: „Die ,Grü­ne Haus­num­mer‘ ist ein Aus­hän­ge­schild, das auch in der Nach­bar­schaft stark wirkt. Es ist wich­tig, dass Sie ei­ne Dis­kus­si­on an­sto­ßen, und dass Sie Ihr En­ga­ge­ment zei­gen.“Beim Land­kreis wer­de zur­zeit viel über Ener­gie und Kli­ma dis­ku­tiert. The­men wie der CO2-Fuß­abruck ems­län­di­scher Un­ter­neh­men und Ener­gie­ef­fi­zi­enz sei­en im­mer im Ge­spräch, sag­te Kop­mey­er.

Ul­rich Ger­des, ei­ner der 16 Preis­trä­ger, stell­te den Gäs­ten die Sa­nie­rung sei­nes Alt­bau-Hau­ses vor. Vor zwei Jah­ren ha­be er sich die Fra­ge ge­stellt, ob sich ei­ne Sa­nie­rung loh­nen wür­de oder ob das Haus ab­ge­ris­sen wer­den müs­se.

Nach­dem er sich für ei­ne Sa­nie­rung ent­schie­den ha­be, wur­de das Haus bis auf den Roh­bau ab­ge­baut und en­er­gie­ef­fi­zi­ent wie­der auf­ge­baut. Die vor­her vor­han­de­ne Wär­me­pum­pe wur­de durch ei­ne Gas­hei­zung ge­tauscht, die Au­ßen­fas­sa­de nach KfW55-Stan­dard ge­dämmt und auf dem Dach ei­ne Fo­to­vol­ta­ik-An­la­ge in­stal­liert.

Durch den So­lar­strom sei das Haus nun aut­ark, so Ger­des. In drei­ein­halb Jah­ren wer­de er mit sei­nem Haus so viel Ener­gie ge­spart ha­ben, dass er die Kos­ten für die Sa­nie­rung wie­der raus­ge­holt ha­be und auf den „Plus-Weg“zu­ge­he.

Auch die an­de­ren Preis­trä­ger stat­te­ten ih­re Häu­ser mit Fo­to­vol­ta­ik, Erd­wär­me-Pum­pen, bio­gas­be­trie­be­nen Block­heiz­kraft­wer­ken und Ähn­li­chem aus, um ei­nen KfW-Stan­dard von 55 oder mehr zu er­rei­chen.

Foto: Jo­han­na Fl­int

16 Haus­ei­gen­tü­mer aus dem Ems­land sind von Isa­bell Kie­pe (5. von links) und Dirk Kop­mey­er (6. von links) mit „Grü­nen Haus­num­mern“aus­ge­zeich­net wor­den.

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