Ra­ke­ten­start in Kourou schlägt fehl

Meppener Tagespost - - GUT ZU WISSEN -

Der Start der „Che­ops“-Mis­si­on zur Er­kun­dung von Exo­pla­ne­ten ist ver­scho­ben wor­den. Die So­jus-Fre­gat-Ra­ke­te star­te­te ges­tern Mor­gen nicht wie vor­ge­se­hen 9.54 (MEZ) vom eu­ro­päi­schen Welt­raum­bahn­hof Kourou in Fran­zö­si­schGu­ya­na in Süd­ame­ri­ka, wie der Be­trei­ber Aria­nes­pace mit­teil­te. Der Count­down wur­de dem­nach ei­ne St­un­de und 25 Mi­nu­ten vor dem Start ge­stoppt. Die Ur­sa­che war ers­ten Er­kennt­nis­sen zu­fol­ge ein Feh­ler in der au­to­ma­ti­schen Start­se­quenz.

Der „Che­ops“-Sa­tel­lit, die wei­te­ren Sa­tel­li­ten und die Ra­ke­te sei­en in Si­cher­heit, so der Be­trei­ber. Ein Start sei das Er­geb­nis ei­ner Viel­zahl von Ope­ra­tio­nen, er­klär­te Aria­nes­pace-Chef Sté­pha­ne Is­raël nach dem Start­ab­bruch. „Was wich­tig ist, ist, dass al­les in Ord­nung ist, wenn wir ei­ne Ent­schei­dung tref­fen zu star­ten.“Das Sys­tem ha­be „Rot“ge­mel­det, so Aria­nes­pace. Nun wer­de un­ter­sucht, wo der Feh­ler lag.

700 Ki­lo­me­ter Hö­he

Die „Che­ops“-Mis­si­on (Cha­rac­te­ri­sing Exo­pla­net Sa­tel­li­te) soll sich auf die Ana­ly­se von Exo­pla­ne­ten kon­zen­trie­ren. Exo­pla­ne­ten sind Pla­ne­ten au­ßer­halb un­se­res Son­nen­sys­tems, die an­de­re Ster­ne um­krei­sen. „Che­ops“soll hel­le Ster­ne be­ob­ach­ten, von de­nen be­kannt ist, dass sie von Pla­ne­ten um­kreist wer­den. Da­bei soll das Welt­raum­te­le­skop zum Bei­spiel die klei­nen Hel­lig­keits­än­de­run­gen, die durch den Tran­sit ei­nes Pla­ne­ten über die Stern­schei­be ver­ur­sacht wer­den, auf­zeich­nen, um die Grö­ße des Pla­ne­ten zu be­stim­men.

Der „Che­ops“-Sa­tel­lit soll meh­re­re Hun­dert Exo­pla­ne­ten un­ter­su­chen, die grö­ßer als die Er­de und klei­ner als der Nep­tun sind. Der Sa­tel­lit wird in et­wa 700 Ki­lo­me­ter Hö­he flie­gen und von Spa­ni­en aus ge­steu­ert. Das wis­sen­schaft­li­che Be­triebs­zen­trum liegt in der Schweiz. Es han­delt sich um ei­ne ge­mein­sa­me Mis­si­on der eu­ro­päi­schen Raum­fahrt­agen­tur Esa und der Schweiz.

Bis­her sind mehr als 4000 Exo­pla­ne­ten be­kannt.

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