Mer­kel „nicht zu­frie­den“mit Wind­kraft-Aus­bau

Meppener Tagespost - - POLITIK - Von Henning Bae­th­ge

Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel hat sich kri­tisch über den Aus­bau­stand der Wind­ener­gie in Deutsch­land ge­äu­ßert. „Man kann im Au­gen­blick nicht zu­frie­den sein mit der Si­tua­ti­on“, räum­te sie ges­tern in der Re­gie­rungs­be­fra­gung des Bun­des­tags

auf ei­ne Fra­ge der schles­wig-hol­stei­ni­schen SPD-Ab­ge­ord­ne­ten Nina Scheer ein. Mer­kel kün­dig­te an, bis März mit den nord­deut­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten of­fe­ne Fra­gen zur Wind­kraft zu dis­ku­tie­ren wie „Ge­neh­mi­gun­gen, fest­ge­stell­te Ge­bie­te, Ab­stands­re­ge­lun­gen und Aus­schrei­bungs­mo­da­li­tä­ten“.

So wol­le sie ei­nen Weg fin­den, „schnel­ler wie­der Ge­neh­mi­gun­gen zu be­kom­men und da­mit auch die Aus­schrei­bun­gen zu ver­bes­sern“.

Die Re­gie­rungs­chefs der fünf nord­deut­schen Küs­ten­län­der hat­ten En­de No­vem­ber ei­nen Brand­brief an Mer­kel ge­schrie­ben, in dem sie die La­ge der Wind­ener­gie in Deutsch­land als „dra­ma­tisch“ge­schil­dert hat­ten und ei­nen deut­lich stär­ke­ren Aus­bau for­der­ten. Die Kanz­le­rin sag­te ges­tern, man sei sich in der Ko­ali­ti­on und mit den Mi­nis­ter­prä­si­den­ten ei­nig, „dass wir die Wind­ener­gie aus­bau­en wol­len“. Al­ler­dings stell­te Mer­kel auch klar, dass es bei dem von der gro­ßen Ko­ali­ti­on be­schlos­se­nen Min­dest­ab­stand von 1000 Me­tern von Wind­rä­dern zu Wohn­be­bau­ung blei­ben wer­de. Of­fen sei noch, ob der Min­dest­ab­stand schon für Split­ter­sied­lun­gen ab sechs Häu­sern gel­ten soll, wie es die Ko­ali­ti­ons­plä­ne zu­nächst vor­sa­hen.

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