Ar­ten­schutz hat Gren­zen

Meppener Tagespost - - VORDERSEIT­E - Von Eckard Gehm ak­tu­el­[email protected]

Am An­fang war es ei­ne ro­man­ti­sche Be­zie­hung, die Rück­kehr ei­ner Mär­chen­fi­gur. An Kon­flik­te hat da­mals noch nie­mand ge­dacht. Der Wolf war eher Ge­fähr­de­ter als Ge­fahr. Längst aber ist das Zu­sam­men­le­ben in ei­ner kri­ti­schen Pha­se an­ge­langt. In der Rea­li­tät.

Hier ste­hen sich Wolfs­freun­de und -fein­de teils un­ver­söhn­lich ge­gen­über. Nun hat sich der Bun­des­tag da­für ent­schie­den, den Ab­schuss des ge­schütz­ten Tie­res zu er­leich­tern. Das war ver­nünf­tig. War­um, ist in Re­gio­nen zu be­ob­ach­ten, wo Pro­blem­wöl­fe die Exis­ten­zen vie­ler Schä­fer be­dro­hen. Mit den neu­en Re­geln ha­ben Wei­de­tier­hal­ter wie­der ei­ne Per­spek­ti­ve, müs­sen nicht macht­los zu­se­hen, wie ih­re Her­den de­zi­miert wer­den.

Künf­tig dür­fen in ei­ner Ge­gend so lan­ge Wöl­fe ge­schos­sen wer­den, bis es kei­ne Atta­cken mehr gibt – auch wenn da­für ein gan­zes

Ru­del ge­tö­tet wird. Klingt grau­sig, doch die Rea­li­tät ist, dass es manch­mal kein leid­lich gu­tes Mit­ein­an­der von Mensch und Wild­tier gibt. Des­halb muss der Schutz des Wol­fes Gren­zen ha­ben.

Wel­chen An­klang das bei Be­für­wor­tern des Wol­fes fin­det, bleibt ab­zu­war­ten. Bis­lang hat sich nur die Um­welt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on WWF zu Wort ge­mel­det, die die neu­en Re­ge­lun­gen als zu­frie­den­stel­len­den Kom­pro­miss nach ei­ner auf­ge­heiz­ten De­bat­te be­grüßt.

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