L-47-Brü­cken in Mep­pen plötz­lich für Bus­se und Lkw ge­sperrt

Schul­bus­se müs­sen gro­ßen Um­weg fah­ren

Meppener Tagespost - - LOKALES - Von Har­ry de Win­ter

Seit Mitt­woch­nach­mit­tag ist die L 47 zwi­schen Mep­pen und der Kreu­zung Ful­len nur noch für Fahr­zeu­ge bis 16 Ton­nen zu­ge­las­sen. Der Grund: Die Brü­cken in dem Be­reich tra­gen die Ver­kehrs­last nicht mehr. Das sorg­te am Don­ners­tag­mor­gen be­son­ders beim Bus­ver­kehr für Ver­wir­run­gen, und Schü­ler ka­men zu spät zur Schu­le.

Bus­un­ter­neh­mer Rein­hard Bitt­ner ist ver­är­gert. Am Don­ners­tag­mor­gen muss­ten sei­ne Bus­se, die Schü­ler von Groß und Klein He­se­pe so­wie Rüh­le nach Mep­pen be­för­dern, plötz­lich ei­nen gro­ßen Um­weg fah­ren. Bitt­ner gibt vor, im Vor­feld über die­se Maß­nah­me nicht in­for­miert wor­den zu sein. Das hat­te zur Kon­se­quenz, dass die Bus­se mit Schü­lern bis zu 30 Mi­nu­ten spä­ter an ih­ren Ziel­or­ten an­ka­men. Von sei­nen Kol­le­gen, den Bus­un­ter­neh­men Le­ve­link und El­bert, ha­be er er­fah­ren, dass die­se eben­falls nicht um­fas­send über die neue Ge­wichts­be­schrän­kung der Brü­cken in­for­miert wor­den sein sol­len. Man hof­fe, ei­ne Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung zu be­kom­men. Sonst müs­se man die Fahr­plä­ne grund­le­gend über­ar­bei­ten.

Auf Nach­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on bei der Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­hör­de für Stra­ßen­bau und Ver­kehr in Lin­gen teil­te der Be­hör­den­lei­ter Klaus Ha­ber­land mit, dass neu­es­te Be­rech­nun­gen er­ge­ben hät­ten, dass die drei Brü­cken in die­sem Be­reich nicht mehr für die heu­ti­ge Ver­kehrs­last aus­ge­legt sei­en. Schä­den an den Bau­wer­ken aus den 1960er-Jah­ren sei­en aber bis­lang nicht be­kannt ge­wor­den. Durch die­se Maß­nah­me er­hal­te man die Si­cher­heit des Ver­kehrs auf­recht. Ent­ge­gen den Be­haup­tun­gen der Bus­un­ter­neh­mer er­klärt Ha­ber­land, dass die­se be­reits im No­vem­ber über die 16-Ton­nen-Be­schrän­kung in­for­miert wor­den wä­ren.

Pla­nun­gen für ei­nen Neu­bau der drei Brü­cken lie­fen nun an, er­klär­te Ha­ber­land. Ent­schei­dend sei aber, ob an der glei­chen Stel­le neu ge­baut wer­de, was ei­ne Voll­sper­rung wie in Ver­sen zur Fol­ge hät­te, oder ne­ben den al­ten Brü­cken neue er­rich­tet wer­den soll­ten. Letz­te­res sei al­ler­dings mit ei­nem lang­wie­ri­gen Pla­nungs- und Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren ver­bun­den. Fest stün­de aber jetzt schon, dass erst nach Fer­tig­stel­lung der Flut­mul­den­brü­cke in Ver­sen mit den Ar­bei­ten an den Brü­cken an der L47 be­gon­nen wer­den kön­ne. Und das sei nicht vor Mit­te 2021.

Fo­to: M. Schlös­ser

Schil­der wei­sen auf die neue Re­ge­lung hin.

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