MEP wird zum Do­mi­zil für Fir­men­grün­der

Stadt er­hält für Vor­ha­ben För­der­gel­der vom Land Nie­der­sach­sen

Meppener Tagespost - - MEPPEN - Von Her­mann-Jo­sef Mam­mes

Be­reits ab dem kom­men­den Jahr soll­ten Start-ups und jun­ge Un­ter­neh­men in der MEP ih­rer Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf las­sen dür­fen. Im ers­ten Ober­ge­schoss wer­den ei­gens für Fir­men­grün­der Bü­ro- und Kon­fe­renz­räu­me vor­ge­hal­ten.

Die Stadt will hier­für rund 300000 Eu­ro in die Hand neh­men und wird da­bei im Rah­men ei­nes Pi­lot­pro­jek­tes auch vom Land fi­nan­zi­ell groß­zü­gig un­ter­stützt. Wie Bür­ger­meis­ter Hel­mut Knur­bein sag­te, hat die Stadt­ver­wal­tung vor ei­ni­gen Ta­gen Ge­sprä­che mit dem Ei­gen­tü­mer der Mep­pe­ner Ein­kaufs­pas­sa­ge, der Re­al I.S., Fonds­dienst­leis­ter der Bay­ern LB Im­mo­bi­li­en, ge­führt. Auch wenn die Ver­hand­lun­gen noch nicht kom­plett ab­ge­schlos­sen sei­en, zeich­ne sich ab, dass die Stadt Räu­me in der MEP ent­lang der Bahn­hof­stra­ße an­mie­te. So ge­be es laut Wirt­schafts­för­de­rer Alex­an­der Kass­ner ei­ne gro­ße Nach­fra­ge nach ei­nem sol­chen An­ge­bot. Vie­le Jung­un­ter­neh­mer woll­ten nur für we­ni­ge Mo­na­te et­was an­mie­ten“, sagt Knur­bein.

Die Stadt Meppen plant die Ein­rich­tung ei­nes Cowor­king-Space in der Ein­kaufs­pas­sa­ge MEP. Die­ses Pro­jekt wer­de lan­des­weit als ei­nes von drei mit 189 000 Eu­ro aus dem För­der­pro­gramm „Zu­kunfts­räu­me Nie­der­sach­sen“ge­för­dert. „Das ist ein tol­les Weih­nachts­ge­schenk“, freu­te sich Bür­ger­meis­ter Knur­bein. Mit dem Pro­gramm will das Land die At­trak­ti­vi­tät und Le­bens­qua­li­tät von Kom­mu­nen ab 10000 Ein­woh­nern in Nie­der­sach­sen

för­dern, die zu­gleich in länd­li­chen Räu­men Zen­trums­funk­tio­nen wahr­neh­men. „Mit der Richt­li­nie stär­ken wir die länd­li­chen Räu­me nach­hal­tig. Hier über­neh­men die klei­nen und mitt­le­ren Zen­tren ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Sie sind es, die länd­li­che Räu­me für Un­ter­neh­men at­trak­tiv hal­ten, weil ih­re In­fra­struk­tur und An­ge­bo­te die länd­li­chen Räu­me als Le­bens­räu­me in­ter­es­sant ma­chen. Und nur so be­kom­men wir Fach­kräf­te in die länd­li­chen Räu­me“, sag­te Bir­git Ho­né, Mi­nis­te­rin für Bun­des

und Eu­ro­pa­an­ge­le­gen­hei­ten und Re­gio­na­le Ent­wick­lung, die die För­der­be­schei­de den Mep­penern in Ol­den­burg über­gab.

„Mit dem Co­wor­kin­gS­pace wol­len wir für Frei­be­ruf­ler, Krea­ti­ve, Grün­der und Klein­un­ter­neh­men ei­nen Ort schaf­fen, der kon­zen­trier­tes Ar­bei­ten am ei­ge­nen Pro­jekt, aber auch in Teams und im Aus­tausch mit an­de­ren Grün­dern er­mög­licht“, sagt Wirt­schafts­för­de­rer Alex­an­der Kass­ner. Die Stadt will ver­hin­dern, dass „krea­ti­ve Köp­fe“ab­wan­dern. „Die Pro­jek­te

des Pro­gramms ,Zu­kunfts­räu­me Nie­der­sach­sen‘ be­fas­sen sich mit wich­ti­gen re­gio­na­len Zu­kunfts­fra­gen“, be­ton­te der Lan­des­be­auf­trag­te Franz-Jo­sef Si­ckel­mann.

Ge­för­dert wer­den so­wohl die Aus­stat­tung als auch der Be­trieb des Co­wor­kin­gS­paces. Dar­über hin­aus wer­den im Pro­jekt kul­tu­rel­le und Netz­werk för­dern­de Ver­an­stal­tun­gen an­ge­bo­ten und Coa­ching-Se­mi­na­re so­wie klas­si­sche Matching-Events (Grün­der trifft auf Un­ter­neh­mer) durch­ge­führt. Da­mit wür­den Mehr­wer­te über die ei­gent­li­che Ar­beit hin­aus ge­schaf­fen. Das Land för­dert das Mep­pe­ner Vor­ha­ben mit 189 000 Eu­ro. Der Förd­er­satz be­trägt 60 Pro­zent. Zu­sam­men mit dem Ei­gen­an­teil der Stadt er­gibt sich ei­ne Ge­samt­sum­me von 315000 Eu­ro. So will die Stadt auch Kon­fe­renz­räu­me vor­hal­ten. Als wei­te­rer Mie­ter ist der Wirt­schafts­ver­band Ems­land im Ge­spräch. Da­mit in der Mep­pe­ner Ein­kaufs­pas­sa­ge auch Bü­ro­räu­me ent­ste­hen kön­nen, muss die Stadt noch das Nut­zungs­kon­zept des Be­bau­ungs­pla­nes än­dern.

Fo­to: Her­mann-Jo­sef Mam­mes

Das Ober­ge­schoss der MEP in Rich­tung Bahn­hof­stra­ße be­her­bergt zu­künf­tigt Start-ups.

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