Deut­lich mehr For­st­ar­bei­ter in deut­schen Wäl­dern ge­tö­tet

Ver­band warnt vor fa­ta­len Fol­gen von Dür­re und Schäd­lin­gen

Meppener Tagespost - - POLITIK - Von Dirk Fis­ser

Es steht schlecht um Deutsch­lands Wäl­der: Dür­re und Bor­ken­kä­fer ha­ben vie­le Bäu­me so stark ge­schä­digt, dass sie ab­ster­ben. Das hat in­zwi­schen teils fa­ta­le Fol­gen für Men­schen, die im Wald ar­bei­ten: In Deutsch­lands Wäl­dern sind in die­sem Jahr 32 For­st­ar­bei­ter bei Ar­beits­un­fäl­len ums Le­ben ge­kom­men. Das hat die So­zi­al­ver­si­che­rung für Land­wirt­schaft, Fors­ten und Gar­ten­bau (SVLFG) auf An­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on mit­ge­teilt. 2018 star­ben nur 21 Men­schen – ein An­stieg um 52 Pro­zent.

Ge­org Schirm­beck, Prä­si­dent des Deut­schen Forst­wirt­schafts­ra­tes, ver­wies auf An­fra­ge auf die gro­ßen Schä­den, die hef­ti­ge Stür­me, die gro­ße Tro­cken­heit der jüngs­ten Som­mer und zu­letzt Schäd­lin­ge wie der Bor­ken­kä­fer in den Wäl­dern an­ge­rich­tet ha­ben. 105 Mil­lio­nen Ku­bik­me­ter Schad­holz sei­en in den ver­gan­ge­nen Jah­ren „durch die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels“an­ge­fal­len, sag­te Schirm­beck. Er warn­te zu­gleich: „Klein­pri­vat­wald­be­sit­zer über­for­dert die­se Si­tua­ti­on. Die Au­f­ar­bei­tung von Schad­holz ist schwie­rig, und oft wer­den die Ge­fah­ren un­ter­schätzt.“

Der Prä­si­dent er­klär­te, re­gel­mä­ßi­ge Schu­lun­gen sei­en wich­tig. „Des­halb setzt sich der Deut­sche Forst­wirt­schafts­rat, zu­letzt im Rah­men des Na­tio­na­len Wald­gip­fels, für ei­ne Aus­bil­dungs­und Fort­bil­dungs­of­fen­si­ve für Forst­per­so­nal ein.“

Fo­to: dpa

Ge­fähr­li­cher Ar­beits­platz: Der deut­sche Wald lei­det un­ter dem Kli­ma­wan­del.

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