235 000 Sy­rer nach An­grif­fen auf der Flucht

Meppener Tagespost - - POLITIK -

Durch die mas­si­ven Luft­an­grif­fe im Nord­wes­ten Sy­ri­ens sind nach UN-An­ga­ben mehr als 235 000 Men­schen zur Flucht ge­zwun­gen wor­den. Vie­le Ver­trie­be­ne be­nö­tig­ten auf­grund des Win­ters drin­gend hu­ma­ni­tä­re Hil­fe und Un­ter­künf­te, teil­te das UN-Not­hil­fe­bü­ro Ocha ges­tern per Twit­ter mit. Vie­le Hilfsorgan­isationen hät­ten ih­re Ar­beit in Tei­len der Pro­vinz Id­lib je­doch auf­grund der An­grif­fe ein­stel­len müs­sen.

Die Men­schen sei­en vor al­lem süd­lich der Stadt Id­lib ver­trie­ben wor­den, hieß es in ei­nem UN-Be­richt. Dem­nach flie­hen die Men­schen vor al­lem Rich­tung Nor­den und in Rich­tung tür­ki­sche Gren­ze. Mo­sche­en, Ga­ra­gen, Hoch­zeits­hal­len und Schu­len wür­den als Be­helfs­un­ter­künf­te ge­nutzt.

Grü­ne for­dern Re­so­lu­ti­on

Seit An­fang De­zem­ber ha­ben Sy­ri­en und Russ­land ih­re Luft­an­grif­fe auf die Re­bel­len­ge­bie­te in Id­lib mas­siv ver­stärkt. Der tür­ki­sche Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan hat­te an­ge­sichts der schwe­ren An­grif­fe vor ei­ner neu­en Mi­gra­ti­ons­wel­le in Rich­tung Eu­ro­pa ge­warnt.

Die Grü­nen for­dern der­weil ei­nen Neu­an­lauf für ei­ne UNRe­so­lu­ti­on zu Hilfs­lie­fe­run­gen in Sy­ri­en. Im Si­cher­heits­rat der Ver­ein­ten Na­tio­nen hat­ten Russ­land und Chi­na vor Weih­nach­ten ei­ne auch von Deutsch­land aus­ge­ar­bei­te­te Re­so­lu­ti­on zur Fort­füh­rung der hu­ma­ni­tä­ren Hil­fe der UN in dem Bür­ger­kriegs­land ab­ge­lehnt. Nun sol­le die Bun­des­re­gie­rung es in der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ver­su­chen, sag­te Grü­nen-Au­ßen­po­li­ti­ke­rin Fran­zis­ka Brant­ner.

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