Russ­land-Kon­flikt: Kiew will deut­sche Mi­li­tär­hil­fe

Meppener Tagespost - - POLITIK -

Der ukrai­ni­sche Au­ßen­mi­nis­ter Wa­dim Prys­ta­iko hat im Kon­flikt mit Russ­land von Deutsch­land mi­li­tä­ri­sche Hil­fe ge­for­dert. „Un­se­re Bit­te um mi­li­tä­ri­sche Hil­fe wur­de lei­der ab­ge­lehnt“, sag­te Prys­ta­iko dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land. „Ich hof­fe, dass Ber­lin die­se zu­rück­hal­ten­de Po­si­ti­on über­denkt und sich doch ent­schlie­ßen wird, die Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit der Ukrai­ne zu stär­ken“, sag­te er wei­ter.

Deutsch­land und die EU hät­ten sehr viel für die Ukrai­ne ge­tan, sag­te Prys­ta­iko wei­ter. „Aber eben nicht ge­nug, um das Ster­ben von Men­schen zu be­en­den. Wir be­kla­gen 13 000 To­te, und es wer­den täg­lich lei­der mehr.“Man wis­se den Bei­trag von Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel, „die rus­si­sche Ag­gres­si­on zu be­en­den, hoch zu schät­zen.“Man wün­sche sich aber viel mehr Un­ter­stüt­zung. „Denn es geht um un­ser Über­le­ben als Na­ti­on.“

In den ost­ukrai­ni­schen Re­gio­nen Do­nezk und Lu­hansk ste­hen sich ukrai­ni­sche Re­gie­rungs­trup­pen und pro­rus­si­sche Se­pa­ra­tis­ten ge­gen­über. Trotz ei­ner Waf­fen­ru­he gibt es im­mer noch Schar­müt­zel mit To­ten und Ver­letz­ten. Rund 13 000 Men­schen sind nach UN-Schät­zung seit 2014 ums Le­ben ge­kom­men.

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