Nicht im­mer haf­tet der Pkw-Fah­rer mit

Meppener Tagespost - - KFZWELT -

Au­to­fah­rer müs­sen im Stra­ßen­ver­kehr stets Rück­sicht auf Fahr­rad­fah­rer neh­men. Auf­grund der ein­fa­chen Be­triebs­ge­fahr des Pkw tra­gen sie nach ei­nem Un­fall mit die­sem häu­fig zu­min­dest ei­ne Mit­schuld. Ver­ur­sacht al­ler­dings ein Velo­fah­rer al­lein ei­nen Ver­kehrs­un­fall, et­wa weil er das Vor­fahrts­recht ei­nes Pkw-Fah­rers miss­ach­tet, kommt die­ses Prin­zip nicht zur An­wen­dung. Auf die­se Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts Hamm weist das Deut­sche An­walts­re­gis­ter hin. Im vor­lie­gen­den Fall hat­te ei­ne sich von links nä­hern­de Fahr­rad­fah­re­rin ei­ner Au­to­fah­re­rin an ei­ner Kreu­zung die Vor­fahrt ge­nom­men. Am Pkw ent­stand ein Sach­scha­den, da­her klag­te die Ei­gen­tü­me­rin auf Scha­dens­er­satz. Schon in ers­ter In­stanz hat­ten die Rich­ter am Land­ge­richt Müns­ter der Klä­ge­rin recht ge­ge­ben und be­fun­den, dass die ein­fa­che Be­triebs­ge­fahr des Pkw hier hin­ter dem gra­vie­ren­den Ver­schul­den der Rad­fah­re­rin zu­rück­tre­te. Das Ober­land­ge­richt in Hamm be­stä­tig­te nun die­se An­sicht. (Be­schluss vom 02.01.2018, 7 U 44/17)

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