„Ich woll­te ein­fach mu­tig sein“

Schau­spie­ler und Au­tor Andre­as Hop­pe wagt sich mit sei­nem neu­en Buch in die auf­ge­heiz­te Wolfs­de­bat­te

Meppener Tagespost - - IM GESPRÄCH - Von Mar­cus Ta­cken­berg

Das The­ma Wolf be­herrsch­te in die­sem Jahr die Me­di­en wie kaum ein an­de­res. Auch des­we­gen, weil es so kon­tro­vers dis­ku­tiert wird und sich Wolfs­geg­ner und Be­für­wor­ter schein­bar un­ver­söhn­lich ge­gen­über­ste­hen. Schau­spie­ler Andre­as Hop­pe, der bis 2018 den „Kop­per“im Lud­wigs­ha­fe­ner Tat­ort spiel­te, ver­sucht nun, mit ei­nem sehr per­sön­li­chen, eher phi­lo­so­phisch, aber auch mit Fak­ten an­ge­rei­cher­ten Buch, die Wo­gen zu glät­ten. Die Mis­si­on des 59-Jäh­ri­gen wirkt al­les an­de­re als auf­ge­setzt.

Herr Hop­pe, ha­ben Sie sich als Kind vor dem Wolf ge­fürch­tet, der Rot­käpp­chens Groß­mut­ter und den Jä­ger frisst?

Ehr­lich ge­sagt nein. Mir war da­mals aber auch gar nicht klar, dass Wöl­fe ei­gent­lich in un­se­re Hei­mat ge­hö­ren. Ich ha­be die­se Tie­re und ent­spre­chend die Mär­chen in fer­nen Län­dern ver­or­tet.

Wa­ren Sie als West­ber­li­ner Stadt­kind über­haupt oft im Wald?

(lacht) Doch, doch. Aber ich bin da­mals ziem­lich gelangweil­t durch den Wald ge­lau­fen, weil mir gar nicht be­wusst war, wie span­nend die Na­tur sein könn­te. Na­tür­lich kann­te ich Mär­chen wie „Rot­käpp­chen“und „Der Wolf und die sie­ben Geiß­lein“. Heu­te weiß ich, dass vor al­lem in Deutsch­land der Wolf in Mär­chen, Le­gen­den und My­then ein sehr ne­ga­ti­ves Image hat. Er wur­de stets als blut­rüns­tig, grau­en­voll und hin­ter­häl­tig dar­ge­stellt.

Ver­sperrt uns die­ses Bild bis heu­te ei­nen nüch­ter­nen Blick auf den Wolf ?

Ich den­ke ja. Be­vor der Mensch sess­haft wur­de, war der Wolf ei­ne Art Jagd­be­glei­ter der no­ma­disch le­ben­den Men­schen. Ge­nau­so wie die Ra­ben­vö­gel, die den Jä­gern das Aas an­ge­zeigt ha­ben. Als die Men­schen sich nie­der­lie­ßen, Fel­der an­leg­ten und Wäl­der ab­holz­ten, kam ih­nen der Wolf in die Que­re, des­sen Le­bens­raum im­mer klei­ner wur­de. Vor al­lem ab dem Mit­tel­al­ter, als sich auch die Kir­che ein­schal­te­te, wur­de der Wolf zum Geg­ner und mit dem Bö­sen gleich­ge­setzt. Schau­ri­ge Ge­schich­ten über Wer­wöl­fe sind da­mals par­al­lel zu den He­xen­ver­bren­nun­gen ge­lau­fen.

War­um war es Ih­nen per­sön­lich ein Be­dürf­nis, sich jetzt auch noch mit ei­nem Buch in die De­bat­te ein­zu­mi­schen?

Das hat mit mei­nen Ka­na­da-Rei­sen Mit­te der Neun­zi­ger­jah­re be­gon­nen, die mich sehr ge­prägt ha­ben. Ich war fas­zi­niert von ei­ner Na­tur, die noch so mäch­tig, ar­cha­isch und in­takt war, dass ich das Ge­fühl hat­te, ich bin nur ein win­zi­ges Teil­chen ei­nes ganz gro­ßen Schau­spiels. Das zu er­le­ben hat mein Le­ben ver­än­dert. Seit­dem sind Din­ge wie Nach­hal­tig­keit, Tier- und Um­welt­schutz für mich wich­tig. Ich emp­fin­de ei­ne ge­ra­de­zu na­iv-kind­li­che Freu­de, Tie­re zu be­ob­ach­ten oder mit Tie­ren un­ter­wegs zu sein, die ich zum Teil gar nicht ken­ne. In der Nach­wen­de­zeit stell­te ich dann fest, welch ein Reich­tum an Tie­ren noch in den neu­en Bun­des­län­dern herrsch­te. Da gab es Ad­ler, Bi­ber, Fi­schot­ter, Luch­se, Wild­kat­zen, Ei­dech­sen, Sumpf­schild­krö­ten. Viel­falt groß und klein! Das war auch der Grund, war­um ich aus Ber­lin raus­ge­zo­gen bin in die Ucker­mark.

Der Bun­des­tag be­schloss kurz vor Weih­nach­ten, den Ab­schuss von Wöl­fen zu er­leich­tern. Wie wü­tend sind Sie?

Sehr wü­tend und ent­täuscht. Das ist ei­ne Ent­schei­dung aus Igno­ranz, Un­wis­sen­heit und Be­quem­lich­keit. Ei­ne Ent­schei­dung bei Nacht und Ne­bel im Vor­weih­nacht­stru­bel. Ein „Ge­schenk“an die auf­ge­klär­ten und de­mo­kra­ti­schen Kräf­te in die­sem Land. Bleibt ab­zu­war­ten, wie das no­vel­lier­te Ge­setz um­ge­setzt wird. Aber da der grö­ße­re Teil der Po­li­tik mehr mit sich selbst und dem Ver­hin­dern von Ent­wick­lung be­schäf­tigt ist, ha­be ich we­nig Hoff­nung. Ich wün­sche sat­te Stra­fen für das Igno­rie­ren des letz­ten EuGH-Ur­teils, das deut­lich auf den Ar­ten­schutz und die Ko­exis­tenz von Mensch und Na­tur ab­zielt! Man macht sich zu­gleich et­was vor: Ab­schüs­se sind nicht gleich­zei­tig Her­den­schut­zMaß­nah­men. Klar, es ist ei­ne Her­aus­for­de­rung für die Wei­de­tier­hal­ter, die nicht nur fi­nan­zi­ell, son­dern auch mit Know­how und Rat­schlä­gen un­ter­stützt wer­den müs­sen. Aber was die Nah­rung des Wol­fes be­trifft, ha­ben wir so viel Scha­len­wild wie nie zu­vor in un­se­ren hei­mi­schen Wäl­dern. Der Scha­den in den Fors­ten ist teils so groß, dass der Wolf gut bei der Re­gu­lie­rung mit­hel­fen könn­te.

Ist ein ge­sell­schaft­li­cher Kon­sens über­haupt noch mög­lich?

Das hof­fe ich. Beim Wolf ha­ben wir in Deutsch­land glück­li­cher­wei­se ei­ne zwei­te Chan­ce be­kom­men, dass sich ei­ne aus­ge­rot­te­te Art wie­der an­sie­delt. Es lohnt sich zu­min­dest, dar­über nach­zu­den­ken, wie wir das ge­mein­sam hin­krie­gen. Vie­le Leu­te spen­den, da­mit Ele­fan­ten oder Nas­hör­ner in Afri­ka ge­schützt wer­den, aber vor un­se­rer ei­ge­nen Haus­tür soll­ten wir es wo­mög­lich nicht schaf­fen, ei­ne Art zu schüt­zen? Das wä­re schon ein Ar­muts­zeug­nis. Die Fra­ge über al­lem lau­tet: Ist uns Men­schen die Na­tur noch wich­tig oder schon to­tal egal? Ich ver­su­che je­den­falls, ein biss­chen Sen­si­bi­li­tät und Em­pa­thie zu er­zeu­gen.

Woran krankt ei­ne sach­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Wolf ?

Zu­nächst ein­mal an feh­len­dem Fach­wis­sen und man­geln­der Be­reit­schaft des Zu­hö­rens auf al­len Sei­ten. Mitt­ler­wei­le schrei­en sich die Leu­te auf Ver­an­stal­tun­gen zum The­ma Wolf re­gel­recht an. Ich hat­te seit der Prä­sen­ta­ti­on des Bu­ches auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se rund zwei Dut­zend Le­sun­gen und das gro­ße Glück, mit Schä­fern und Jä­gern zu dis­ku­tie­ren. Mich er­staunt, dass sie ei­gent­lich auch ei­ne gro­ße Em­pa­thie ge­gen­über dem Wolf ha­ben, nur nicht wis­sen, wie sie das mit ih­rem Job ver­ein­ba­ren sol­len. Die Schä­fer zum Bei­spiel ha­ben so we­nig Ver­dienst, dass sie kaum ih­re Fa­mi­li­en er­näh­ren kön­nen. Wenn zu die­sem zeit­in­ten­si­ven, aber schlecht be­zahl­ten Be­ruf jetzt auch noch Über­grif­fe von Wöl­fen hin­zu­kom­men oder das Wei­de­zaun­ge­rät aus­fällt, wis­sen sie nicht, wie sie wei­ter­ma­chen sol­len.

Be­kom­men Sie Hass­mails von Wolfs­geg­nern?

Toi toi toi, bis jetzt nicht. Vi­el­leicht bin ich auch nicht wich­tig ge­nug. Man wird aber bei der Lek­tü­re mei­nes Bu­ches mer­ken, dass ich al­le Po­si­tio­nen ernst neh­me und da­für plä­die­re, mit­ein­an­der im Ge­spräch zu blei­ben. Hass ist oft die Fol­ge von Angst. Wer aber nur mit Hass agiert und re­agiert, wird kein Ver­ständ­nis von mir er­hal­ten. Ich ge­he da schon mit et­was Ner­vo­si­tät und Bauch­g­rum­meln in die Le­sun­gen. Man weiß ja nie, wer im Pu­bli­kum sitzt. Ich woll­te aber ein­fach auch mu­tig sein. In die­sen Zei­ten, in de­nen po­li­tisch so viel Mist auf den Tisch kommt, muss man zu sei­nen Über­zeu­gun­gen ste­hen, dar­über spre­chen und ver­su­chen, die

Leu­te mit­zu­neh­men.

Ha­ben Sie Kon­takt ge­habt mit Wöl­fen in frei­er Na­tur?

Na­tür­lich, mehr­mals. Wäh­rend der Re­cher­che war ich in meh­re­ren Wolfs­ge­bie­ten un­ter­wegs, und die Nä­he war prak­tisch spür­bar. Mei­ne ers­te Be­geg­nung hat­te ich in Ka­na­da, als ich mit mei­ner da­ma­li­gen Part­ne­rin un­ter­wegs zu ei­ner Block­hüt­te war. Wir gin­gen zu Fuß ei­nen Hü­gel hoch, von der an­de­ren Sei­te ka­men zwei Wöl­fe, oben stan­den wir uns ge­gen­über. Die Re­ak­tio­nen wa­ren auf bei­den Sei­ten fast iden­tisch. Die Wöl­fe guck­ten sich an, wir guck­ten uns an, kei­ner wuss­te, was er jetzt ma­chen soll­te. Wir ha­ben uns dann ru­hig und mit Be­dacht zu­rück­ge­zo­gen. Die Wöl­fe ta­ten das­sel­be und bo­gen ab. Die Si­tua­ti­on war so­mit auf ganz na­tür­li­che Wei­se er­le­digt. Das soll­te oder könn­te auch die nor­ma­le Re­ak­ti­on hier in Deutsch­land sein.

Was mei­nen Sie da­mit?

Die Wöl­fe ha­ben in der Re­gel ei­ne na­tür­li­che Scheu vor den Men­schen, es sei denn, sie wer­den an­ge­füt­tert. Das ge­schieht zum Bei­spiel durch Sol­da­ten auf Trup­pen­übungs­plät­zen. Oder wenn sich Wöl­fe mit Hun­den kreu­zen, ver­lie­ren sie auch ih­re Scheu.

Sie sind auch Bot­schaf­ter für den Bä­ren­wald Mü­ritz. Kommt et­wa als Nächs­tes ein Buch über Bä­ren?

Ich hät­te nichts da­ge­gen, mich da­mit zu be­schäf­ti­gen und un­ter­wegs zu sein mit Tier­fo­to­gra­fen und Re­ser­vat­slei­tern.

Das Bü­cher­schrei­ben scheint ja nach dem Aus­schei­den aus dem Tat­ort 2018 durch­aus ei­ne neue Haupt­be­schäf­ti­gung für Sie ge­wor­den zu sein...

Haupt­be­schäf­ti­gung wä­re jetzt tat­säch­lich über­trie­ben, aber ich mag es sehr ger­ne. Ich ge­nie­ße die krea­ti­ven Frei­räu­me, die mir die Ar­beit als Au­tor er­mög­licht. Trotz­dem ha­be ich ja par­al­lel die gan­ze Zeit ge­dreht. Der Tat­ort ist al­ler­dings so po­pu­lär, da kannst du vie­le an­de­re Sa­chen ma­chen, oh­ne dass es je­mand mit­kriegt. Nach 22 Jah­ren mit ei­ner Rol­le, die sehr be­liebt war und ist, bin ich froh, dass ich zu tun ha­be. Ich sprin­ge als Gast von ei­nem zum an­de­ren Set, mal klei­ner, mal grö­ßer. Das Schö­ne dar­an ist, jetzt vie­le un­ter­schied­li­che Fa­cet­ten zei­gen zu kön­nen.

Wür­den Sie trotz­dem ger­ne wie­der ein fes­te Er­mitt­ler-Rol­le über­neh­men? Muss ja nicht der Tat­ort sein…

(lacht) Muss auch kein Er­mitt­ler sein. Na­tür­lich hat es auch Vor­tei­le, wenn man sich mit so ei­ner Fi­gur et­was län­ger be­schäf­tigt und ihr län­ger sei­ne Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung stellt. In­so­fern hät­te ich nichts da­ge­gen. Nach mei­ner er­folg­rei­chen Zeit beim Tat­ort Lud­wigs­ha­fen hat­te der SWR mir zwar ver­spro­chen, ei­ne neue Rol­le oder ein neu­es For­mat an­zu­bie­ten. Da­von ha­be ich aber nichts mehr ge­hört.

Wie ge­fiel Ih­nen die letz­te Fol­ge mit Ul­ri­ke Fol­kerts und Ben Be­cker?

Ha­be ich nicht ge­se­hen. Vi­el­leicht schaue ich sie mir an, wenn ich mal Zeit ha­be und im Fern­se­hen nichts Ver­nünf­ti­ges läuft. Ich sit­ze je­den­falls nicht an je­dem Sonn­tag­abend trau­rig vor der Glot­ze.

Wer­den Sie ei­gent­lich mit Ih­rem Bart er­kannt?

Das ist für vie­le wohl nicht so ein­fach. Man­che lau­fen vor­bei und wun­dern sich, war­um ih­nen das Ge­sicht be­kannt vor­kommt, be­vor der Gro­schen fällt. An­de­re kom­men gleich drauf. Wenn man so lan­ge ei­ne Fi­gur ge­spielt hat, wird auf al­les ge­ach­tet. Nach dem Tat­ort hat­te ich Lust auf was Neu­es: Erst wa­ren die Haa­re kurz, dann folg­te der Bart, auch be­dingt durch Dre­h­an­ge­bo­te. Ich bin dann da­bei ge­blie­ben, auch weil mir vie­le Leu­te po­si­ti­ve Re­ak­tio­nen dar­auf ge­ge­ben ha­ben.

Sie ha­ben mit gro­ßem Er­folg auch ein an­ek­do­ten­rei­ches Koch­buch über Si­zi­li­en ge­schrie­ben. Wird die­ses The­ma wei­ter­ver­folgt?

Si­zi­li­en nicht, aber vi­el­leicht ei­ne an­de­re Re­gi­on Ita­li­ens. (lacht) Mehr darf ich im Mo­ment nicht ver­ra­ten. Es könn­te je­den­falls sehr span­nend wer­den.

Ko­chen Sie selbst gern?

Ja, sehr ger­ne. Be­son­ders wenn mich in der Ucker­mark gu­te Freun­de be­su­chen, las­se ich mir schon et­was Le­cke­res ein­fal­len.

Ver­wen­den Sie dann die Re­zep­te aus dem ei­ge­nen Koch­buch?

Um ehr­lich zu sein, ko­che ich nur sel­ten nach Re­zep­ten. In den meis­ten Fäl­len ist es so: Ich schaue, was ich noch ha­be, dann über­le­ge ich, was ich brau­che, wor­auf ich gera­de Ap­pe­tit ha­be und was zur Jah­res­zeit passt. Dann pro­bie­re ich aus. Wenn man noch re­gio­na­le Pro­duk­te ver­wen­den kann, um­so bes­ser.

Wer hat Sie in die­sem Jahr am nach­hal­tigs­ten be­ein­druckt?

Es gibt in mei­nem pri­va­ten Be­reich meh­re­re Per­so­nen, die mich durch ih­re Ent­schei­dun­gen, durch ihr En­ga­ge­ment und ih­re mu­ti­ge Art, mit Schwie­rig­kei­ten um­zu­ge­hen, be­ein­druckt ha­ben. Für die Öf­fent­lich­keit nen­ne ich ein­deu­tig Fri­days for Fu­ture und Gre­ta Thun­berg. Es freut mich von Her­zen, wie­der en­ga­gier­te Ju­gend­li­che zu se­hen. Ich dach­te schon, dass die Ju­gend aus­ge­stor­ben ist und sich nur noch in be­lang­lo­sen Se­ri­en und schlech­ter Mu­sik ver­liert. End­lich ist mal wie­der was los auf den Plät­zen die­ser Re­pu­blik, ob­wohl sich die Zah­len noch stei­gern könn­ten, wenn ich so an die De­mos mei­ner Ju­gend den­ke. Aber mich freut, dass die­se Be­we­gung welt­weit agiert und sich die­se Gre­ta so elo­quent äu­ßern kann und den Po­li­ti­kern or­dent­lich den Marsch bläst.

Was sind Ih­re Vor­sät­ze und Wün­sche für 2020?

Si­cher­lich wün­sche ich mir ge­sel­li­ge, fried­li­che und gu­te St­un­den in mei­nem pri­va­ten Fa­mi­li­en- und Freun­des­kreis, weil ich mer­ke, dass vie­le Men­schen heu­te sehr viel ar­bei­ten müs­sen, um über die Run­den zu kom­men. Das ver­hin­dert Le­bens­kul­tur. Dann wün­sche ich mir na­tür­lich vie­le in­ter­es­san­te Ar­beits­an­ge­bo­te, Rol­len oder an­de­re Auf­ga­ben, oder et­was ganz Neu­es in mei­nem Le­ben. Ich bin nach wie vor neu­gie­rig und of­fen für et­was Neu­es. Vi­el­leicht auch ein wei­te­res Buch. Das macht mir schon rie­si­gen Spaß. Das Schrei­ben er­mög­licht mir, Zeit zu Hau­se zu ver­brin­gen. Das tut mir gut!

Sie wer­den im nächs­ten Jahr 60. Ein Pro­blem?

Ich könn­te sa­gen: ja. Aber wenn es mir wei­ter­hin so pro­blem­los geht und noch vie­le span­nen­de Din­ge pas­sie­ren, dann nein. Dann ist es mir auch egal, ob ich 60 oder 70 wer­de. Wo­vor man im Al­ter am meis­ten Angst hat, ist Ein­sam­keit und dass man vi­el­leicht we­gen ei­ner Krank­heit lei­den muss. Wenn das nicht der Fall ist, ist das ei­ne ziem­lich coo­le Zeit.

Fo­to: Wieb­ke Lo­eper

Treu­er Be­glei­ter: Andre­as Hop­pe mit Hund Bru­no. Al­le gro­ßen Sams­tags­in­ter­views auf noz.de/sams­tags­in­ter­view

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