HSG kas­siert die klars­te Klat­sche

Nord­horn-Lin­gen geht nach 18:31-Nie­der­la­ge beim Ber­gi­schen HC in die Win­ter­pau­se

Meppener Tagespost - - EMSLANDSPO­RT - Von Uli Men­trup

Hand­ball-Bun­des­li­gist HSG Nord­horn-Lin­gen hat sich mit der deut­lichs­ten Sai­son­nie­der­la­ge in die Win­ter­pau­se ver­ab­schie­det. Der Auf­stei­ger ver­lor vor 2928 Zu­schau­ern in der Uni­Hal­le in Wup­per­tal beim Ber­gi­schen HC mit 18:31 (9:14). Ei­ne her­be Ent­täu­schung.

Die Hoff­nun­gen auf den zwei­ten Sai­son­sieg wa­ren früh­zei­tig auf ein Mi­ni­mum ge­schrumpft. Das Zwei-Städ­te-Team kas­sier­te die zwölf­te Nie­der­la­ge in Se­rie. Im sieb­ten Ver­gleich mit dem BHC gab es die sieb­te Nie­der­la­ge. Knapp wa­ren nur die ers­ten bei­den Spie­le in der Sai­son 2012/13: 31:32 und 29:31.

Der Gast­ge­ber kam nach fünf ver­lo­re­nen Spie­len wie­der zu ei­nem Sieg. Der war wich­tig, denn die Mann­schaft von Trai­ner Se­bas­ti­an Hin­ze weist jetzt sie­ben Zäh­ler Vor­sprung vor dem ers­ten Ab­stiegs­platz auf. Den be­le­gen die Eu­len Lud­wigs­ha­fen, die ih­ren Vor­sprung vor der HSG durch den 24:23-Sieg ge­gen Göp­pin­gen auf acht Punk­te aus­ge­baut ha­ben. Der Rück­stand von Nord­hornLin­gen auf den TVB Stutt­gart, der das Heim­spiel ge­gen die Füch­se Berlin 32:33 ver­lor und den ers­ten Nicht­ab­stiegs­platz be­legt, be­trägt zehn Zäh­ler.

Fraatz trifft

HSG-Trai­ner Geir Sveins­son hat­te an sei­ner frü­he­ren Wir­kungs­stät­te ver­geb­lich auf ei­nen Er­folg ge­hofft. Er spiel­te von 1997 bis 1999 beim HC Wup­per­tal an der Sei­te sei­nes Lands­manns Da­gur Si­gurds­son, der die deut­sche Hand­ball-Na­tio­nal­mann­schaft 2016 als Trai­ner zur Eu­ro­pa­meis­ter­schaft führ­te. Ge­holt wur­de Sveins­son da­mals vom is­län­di­schen Coach Vig­go Si­gurds­son, der als Spie­ler auch für Le­ver­ku­sen und Bar­ce­lo­na ak­tiv war.

Im ak­tu­el­len Ka­der des Gast­ge­bers stand auch wie­der der 20-jäh­ri­ge Links­au­ßen Yan­nick Fraatz, der 2018 von der HSG zum BHC ge­wech­selt war. Der Sohn von Hand­ball-Iko­ne Jo­chen Fraatz muss­te beim ver­gan­ge­nen Heim­spiel ge­gen die Rhein-Neckar Lö­wen (26:29) sei­nen Platz räu­men, weil Hin­ze mit dem jun­gen Alex­an­der Weck ei­nen wei­te­ren Rück­raum­spie­ler no­mi­niert hat­te. An­ders als beim 26:21 zum Sai­son­auf­takt im Nord­hor­ner Eu­re­gi­um ge­lang Fraatz die­ses Mal ein Tref­fer: Er er­ziel­te das 24:15, sein 21. Sai­son­tor.

Mit Csa­ba Szücs ge­hör­te ein wei­te­rer ehe­ma­li­ger HSG-Hand­bal­ler zum BHCAuf­ge­bot. Der 32-jäh­ri­ge Ab­wehr­chef kam 2017 vom TSV Han­no­ver-Burg­dorf. Er tauch­te schon in der An­fangs­pha­se vor dem Ge­häu­se von Tor­wart Björn Buhr­mes­ter auf, warf den Ball aber ne­ben das Tor. Doch nur sie­ben Mi­nu­ten spä­ter mach­te es der Slo­wa­ke bes­ser. Sein 19. Sai­son­tref­fer be­deu­te­te das 5:3 für den Vor­jah­res­auf­stei­ger, der über ei­ne gut be­setz­te Mann­schaft ver­fügt. Er leg­te noch zwei To­re zum 15:10 und 20:13 nach.

Früh in Rück­stand

Nord­horn-Lin­gen ge­riet schon wie­der früh in Rück­stand. Nach der Füh­rung durch den ös­ter­rei­chi­schen Na­tio­nal­spie­ler Ro­bert We­ber (4.) dreh­ten die ber­gi­schen Lö­wen das Spiel durch ei­nen Drei-To­re-Lauf.

Sveins­son nahm schon nach knapp elf Mi­nu­ten die ers­te Aus­zeit für sein Team, das 3:6 hin­ten lag. Wie bei der jüngs­ten 21:27-Heim­nie­der­la­ge ge­gen den SC Mag­de­burg lie­ßen die Nie­der­sach­sen et­li­che Mög­lich­kei­ten aus. BHC-Tor­wart To­mas Mrv­ka hat­te bis zur 20. Mi­nu­te (10:6) be­reits sie­ben Pa­ra­den ver­bucht, sein HSG-Kol­le­ge Buhr­mes­ter zwei. Zu­dem ver­pass­te der Gast drei wei­te­re Mög­lich­kei­ten, fünf Fehl­päs­se ka­men hin­zu. Ein­fach zu viel!

Mit ei­nem Vier-To­re-Lauf zog der BHC auf 8:3 da­von. Bis zur Pau­se ver­tei­dig­te der Gast­ge­ber den Vor­sprung (14:9). Da­bei ver­gab er bis da­hin zwei von drei Sie­ben­me­tern: To­mas Ba­bak schei­ter­te an Buhr­mes­ter. Jef­frey Boom­hou­wer knall­te den Ball an die Lat­te.

Doch die HSG kam auch im zwei­ten Durch­gang nicht mehr her­an. Im Ge­gen­teil, sie ge­riet im­mer kla­rer in Rück­stand. Sveins­son nahm Aus­zei­ten beim Stand von 12:18 (37.) und 24:15 (47.). Beim 16:27 lag das Zwei-Städ­teTeam erst­mals mit elf To­ren hin­ten. Am En­de hieß es 18:31. Au Ba­cke. Das tat rich­tig weh! Am drit­ten Spiel­tag hat­te das Zwei-Städ­te-Team 27:39 in Mag­de­burg ver­lo­ren, am vier­ten 17:27 ge­gen die Rhein-Neckar Lö­wen.

Die HSG-Hand­bal­ler ver­ab­schie­den sich in die gut zwei­wö­chi­ge Win­ter­pau­se. Am 13. Ja­nu­ar steht die ers­te Ein­heit im neu­en Jahr auf dem Pro­gramm.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Hand­ball-Bun­des­li­ga und zur HSG Nord­horn-Lin­gen fin­den Sie auf noz.de

Fo­to: imago images/Nord­pho­to/Meu­ter

Nicht ge­nug ge­wehrt hat sich die HSG Nord­horn-Lin­gen mit Pavel Micka­el (vorn r.) bei der 18:31-Klat­sche beim Ber­gi­schen HC. Der Auf­stei­ger muss­te die deut­lichs­te Sai­son­nie­der­la­ge hin­neh­men.

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