Mehr als 7000 Spät­aus­sied­ler an­ge­kom­men

Meppener Tagespost - - NORDWEST -

Im Grenz­durch­gangs­la­ger Fried­land bei Göt­tin­gen sind im ver­gan­ge­nen Jahr mehr als 7000 deutsch­stäm­mi­ge Aus­sied­ler ein­ge­trof­fen. Bis Mit­te De­zem­ber ha­be die Lan­des­auf­nah­me­be­hör­de (LAB) Nie­der­sach­sen be­reits 7133 Men­schen re­gis­triert, teil­te ei­ne Spre­che­rin mit. Im Jahr 2018 wa­ren 7224 Spät­aus­sied­ler ge­zählt wor­den – soll­te der Wert zum Jah­res­en­de 2019 noch dar­über­ge­le­gen ha­ben, wä­re das die sieb­te Stei­ge­rung in Fol­ge.

Die meis­ten Spät­aus­sied­ler stam­men wie in den Vor­jah­ren aus den Nach­fol­ge­staa­ten der ehe­ma­li­gen So­wjet­uni­on, vor al­lem aus Russ­land und Ka­sachs­tan. Zu­meist ha­ben sie Ver­wand­te, die be­reits in Deutsch­land le­ben. Die LAB geht da­von aus, dass auch in den kom­men­den Jah­ren je­weils meh­re­re Tau­send Aus­sied­ler nach Deutsch­land kom­men wer­den. Al­lein in Ka­sachs­tan le­ben nach Schät­zun­gen noch mehr als 150000 Deut­sche. Ex­per­ten ge­hen da­von aus, dass vie­le da­von für sich dort kei­ne Zu­kunft se­hen. Im Re­kord­jahr 1990 wa­ren knapp 400 000 Aus­sied­ler in Fried­land re­gis­triert wor­den.

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