Neu­er Na­me für Kind auch oh­ne Zu­stim­mung des Va­ters

Meppener Tagespost - - VORDERSEIT­E -

Ei­ne ge­schie­de­ne Mut­ter kann in be­stimm­ten Fäl­len auch oh­ne Ein­wil­li­gung ih­res frü­he­ren Part­ners die Um­be­nen­nung ei­nes ge­mein­sa­men Kin­des be­an­tra­gen. Das geht aus ei­nem ges­tern ver­öf­fent­lich­ten Be­schluss des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Frankfurt her­vor. Im kon­kre­ten Fall geht es um ein Kind, das nach dem Wil­len sei­ner Mut­ter den Nach­na­men ih­res neu­en Ehe­manns er­hal­ten soll – den sie auch selbst trägt, eben­so wie ih­re Toch­ter aus die­ser Ehe. Das OLG er­klär­te, die Na­mens­än­de­rung sei zum Wohl des Kin­des er­for­der­lich.

Der Va­ter ha­be seit 2014 kei­nen Kon­takt mehr zu sei­ner Toch­ter, ar­gu­men­tier­ten die Rich­ter. Hin­zu kom­me, dass die Toch­ter selbst den Na­men ih­res Stief­va­ters an­neh­men wol­le. Die Be­las­tung durch die Na­mens­ver­schie­den­heit mit ih­rer Mut­ter und ih­rer Halb­schwes­ter sei groß. Der leib­li­che Va­ter hat­te der Um­be­nen­nung wi­der­spro­chen. Da­ge­gen war die Frau vor dem Amts­ge­richt zu­nächst er­folg­los vor­ge­gan­gen. Die Ent­schei­dung ist noch nicht rechts­kräf­tig.

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