„Wir kön­nen dank­bar sein“

Meppener Tagespost - - KREIS EMSLAND - Von Marc-An­dré Burg­dorf

Die Weih­nachts­fei­er­ta­ge ha­ben hof­fent­lich al­le von uns ge­ruh­sam im Kreis der Fa­mi­lie ver­bracht. Wir ha­ben gut ge­ges­sen, uns ge­gen­sei­tig be­schenkt und viel­leicht auch die Ge­le­gen­heit ge­habt, mit Men­schen zu­sam­men­zu­kom­men, die man schon lan­ge nicht mehr ge­se­hen und ge­spro­chen hat.

Über all das ge­rät aber oft in Ver­ges­sen­heit, dass uns das Weih­nachts­fest und die Ge­schich­te von der Ge­burt Chris­ti noch viel mehr er­zählt: Sie ver­deut­licht uns ein­mal mehr, wie gut es uns heu­te geht.

Die hei­li­ge Fa­mi­lie muss­te ihr Kind in ei­ner ein­fa­chen Scheu­ne mit Krip­pe, ei­ner „Ab­stei­ge“, zur Welt brin­gen. Und wir soll­ten auch nicht ver­ges­sen, dass es noch im­mer bit­te­res Elend auf der Welt gibt, das un­se­rer Hil­fe be­darf.

Ganz grund­sätz­lich aber kön­nen und müs­sen wir dank­bar da­für sein, dass der Le­bens­stan­dard, den wir heu­te im All­ge­mei­nen und ins­be­son­de­re auch im Ems­land ge­wohnt sind, sich deut­lich von die­ser tie­fen Ar­mut un­ter­schei­det.

Die, de­nen es gut geht, ver­ges­sen dies aber lei­der all­zu oft und nei­gen da­zu, nur zu se­hen, was sie nicht ha­ben, statt dank­bar für das zu sein, was da ist. Sie ver­glei­chen sich, se­hen an­de­re, die ver­meint­lich mehr ha­ben.

In ei­ner Welt, in der die so­zia­len Me­di­en den Zu­gang zu ei­ner Welt der schein­bar Schö­nen und Rei­chen zu je­der Zeit er­mög­li­chen, er­scheint die­se Welt er­stre­bens­wert. Aber es ist nicht das Ma­te­ri­el­le, das zählt. Die wah­ren Wer­te lie­gen wo­an­ders, im Zwi­schen­mensch­li­chen, bei­spiels­wei­se in Freund­schaft, Ge­sund­heit, Groß­zü­gig­keit, tei­len zu kön­nen, To­le­ranz und Nächs­ten­lie­be.

Da­von kann man nicht ge­nug ha­ben, und das wün­sche ich al­len für die­ses neue Jahr.

Fo­to: Land­kreis Ems­land

Land­rat Marc-An­dré Burg­dorf.

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